Virtual Reality
Vive Tracker lässt dich Gegenstände mit in die virtuelle Welt nehmen

HTC hat den Vive Tracker vorgestellt, der beliebige Gegenstände zu einem Zubehör in VR-Spielen macht. Er ist mit derselben Technologie ausgestattet wie der Controller und das Headset von Vive und lässt sich mit einer Halterung an nahezu allen Gegenständen befestigen, die der Nutzer in die virtuelle Welt mitnehmen möchte, so zum Beispiel an Waffen, Handschuhen und Schlägern.
von Vera Bauer am 29. Januar 2017

Die HTC Vive ist die erste virtuelle Realitätsbrille, die in Zusammenarbeit mit HTC und Valve entwickelt wurde. Auf der CES 2017 hat HTC ein neues Zubehör für die VR-Brille vorgestellt. Der sogenannte Vive Tracker soll zukünftig beliebige Gegenstände mit in die virtuelle Realität nehmen. Das Gadget verbindet sich drahtlos mit dem Vive-System und ist quasi ein kleiner Controller, der ohne Button auskommt.

Der Vive Tracker ist etwa zu groß wie ein Hockeypuck und wiegt etwa 225 Gramm. Er ist mit derselben Technologie ausgestattet wie der Controller und das Headset von Vive und lässt sich mit einer Halterung an Gegenständen befestigen, die der Nutzer in die virtuelle Welt mitnehmen möchte, so zum Beispiel an Waffen, Handschuhen und Schlägern. An der Unterseite sind zwei Gewinde zur Befestigung an den Objekten verbaut, so wird der Vive Tracker wie ein Stativ angeschraubt.

Zusätzlich zum Vive Tracker sind auch noch spezielle Objekte nötig, die kompatibel mit der HTC Vive sind. Auf der CES wurden von dem Unternehmen erstmal drei Beispiele für neues Zubehör vorgestellt. Dort wird das Gadget angebracht und betätigt man auf dem Zubehör einen Knopf, wird diese Eingabe an den Vive Tracker weitergeleitet. Der schickt die Information zum USB-Dongle oder an die VR-Brille weiter.

Das erste Gerät ist ein Maschinengewehrreplikat, das sehr robust gebaut ist und sowohl optisch als auch haptisch sehr glaubhaft in der virtuellen Welt wirkt. Um den Gegenstand noch echter darzustellen, hat sie unteranderem einen virtuellen Rückstoß.

Das zweite Zubehörteil ist ein Baseballschläger, wobei der Vive Tracker am unteren Ende des Objekts befestigt wird. Auch hier soll die Verwendung in der Virtual Reality sehr gut rüberkommen, obwohl der Schläger nicht für Games dieser Art konzipiert wurde. Er stammt von dem Unternehmen TrinityVR, die damit professionelle Baseballspieler trainieren.

Als Letztes kam ein Gegenstand zum Einsatz, der einem realen Feuerwehrschlauch nachempfunden ist und mit dem der Nutzer ein virtuelles Feuer löschen kann. Im Inneren ist eine motorisierte Spule verbaut, die den hohen Druck des Wassers simulieren soll. Auch dieses Objekt wird für das Training und die Ausbildung von Feuerwehrmännern genutzt und weniger für virtuelle Feuerspielchen verwendet.

Eine Frage, die sich mir beim Schreiben gestellt hat war: Warum verbaut man die Technik vom Vive Tracker nicht einfach schon in die Objekte hinein? Dann bräuchte man gar kein zusätzliches Gadget mehr, um die Gegenstände in die virtuelle Realität zu befördern. Ich denke, nicht jedes Zubehör, welches für VR ausgelegt ist, ist auch mit der HTC Vive kompatibel. Das Unternehmen könnte natürlich nur solche Zubehörteile bauen, aber vielleicht möchte man auch den Markt für Dritthersteller öffnen, die dann einfach nur eine Schnittstelle für den Vive Tracker an ihren Objekten unterbringen müssen.

Übrigens soll der Vive Tracker im zweiten Quartal 2017 ausgeliefert werden, doch einen Preis möchte HTC noch nicht nennen.

Quelle: vive via: vrodo