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Alcatel Plus 10 Test – Hands-on und erste Eindrücke

Netbooks sind tot - es lebe das 2in1. Alcatel steigt mit dem PLUS 10 in den Markt ein und präsentiert ein Modell mit wenig Überraschungen - was ja nicht unbedingt schlecht sein muss. Wir beginnnen unseren Test mit einem Hands-on und unserem ersten Eindruck.

von Bernd Rubel am 21. Februar 2016

Mit dem Alcatel PLUS 10 erscheint ein 2in1-Gerät mit Windows 10, das sich als Tablet, als Notebook und im Dock-Mode verwenden lässt. Wir konnten uns das neue Produkt im Alcatel-Portfolio beim Mobile World Congress 2016 in Barcelona bereits ausführlich ansehen und liefern euch im ersten Part unseres Tests ein Hands-on und ein vorläufiges Zwischenfazit.

2in1-Devices wie das Microsoft Surface erfreuen sich in jüngster Vergangenheit äusserster Beliebtheit, erweitern sie doch die Anwendungsmöglichkeiten je nach Anforderung oder Situation erheblich. Tagsüber in der Uni oder unterwegs noch als Notebook eingesetzt kann man abends auf der Couch mit der Tablet-Einheit surfen. Kommt Microsoft Windows 10 ins Spiel entfällt in der Regel die Anschaffung von zwie Geräten, denn das OS lässt sich in beiden Modi produktiv einsetzen und leidet nicht wie z.B. iOS oder Android an einer nur eingeschränkten Auswahl an Produktivitäts-Apps.

Alcatel steigt nun ebenfalls in dieses Segment ein und versucht es in diesem Bereich mit einem 10-Zöller. Das Alcatel PLUS besitzt ein blickwinkelstabiles IPS-Display mit einer Bildschirmdiagonale von 10,1 Zoll, auf dem sich im HD-Format 1280 x 800 Bildpunkte darstellen lassen.

Alcatel PLUS 10 – Technische Daten

  • Display: 10.1″ HD IPS (1.280 x 800)
  • Betriebssystem: Windows 10 Desktop
  • CPU: Intel Atom ZX5 Z8350, Quad Core, bis 1.92 GHz
  • Konnektivität: Wi-Fi 802.11 b/g/n, Bluetooth 4.0
  • Kameras: 5MP Kamera, 2MP Frontkamera
  • Arbeitsspeicher: 2GB
  • Interner Speicher: 32GB, erweiterbar um bis zu 64GB
  • Akku: 5.830 mAh (Tablet) plus 2580 mAh (Keyboard)
  • Besonderheiten: Dual front speakers, LTE Keyboard (als Wi-Fi Hotspot für bis zu 15 Benutzer einsetzbar)

Der Vierkern-Prozessor Intel Atom X5 arbeitet mit einer Taktfrequenz von 1,44 Gigahertz, die sich bis auf 1,92 Gigahertz hochschrauben kann. Der Vierkern-Prozessor wird in der momentan verfügbaren Default-Konfiguration von zwei Gigabyte Arbeitsspeicher unterstützt. Das klingt nicht nach viel – ist es auch nicht, aber für den typischen Einsatzbereich reicht das völlig aus, zumal Windows 10 wesentlich ressourcenschonender als viele Vorgänger-Versionen arbeitet.

Die interne Speicherkapazität von 32 Gigabyte kann über eine kompatible microSD-Speicherkarte in der Tablet-Einheit um bis zu 64 Gigabyte auf sodann insgesamt 96 Gigabyte erweitert werden. Auch das ist unspektakulär wenn nicht gar etwas spartanisch – da haben wir bei anderen Tablets schon mehr gelacht.

Interessanter wird es, wenn wir auf die beiden eingebauten Akkus schauen. Während das Tablet eine Batterie mit immerhin 5830mAh besitzt, steuert die Tastatur eine weitere Akku-Einheit mit 2580mAh zur dann sicherlich ordentlichen Laufzeit bei. 10,1 Zoll Bildschirmdiagonale fordern hinsichtlich der kabellosen Betriebszeit zwar sicherlich ihren Tribut, doch gerade die vergleichsweise niedrige Auflösung sollte sich als nicht allzu stromhungriger Faktor erweisen. Die effektiven Laufzeiten variieren ja ohnehin je nach tatsächlichem Gebrauch und Anwendung.

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Legt man die etwas geringe Speicherkapazität nicht über Gebühr in die Waagschale, könnte das Alcatel PLUS 10 sich übrigens tatsächlich als kleine mobile Soundstation erweisen. Ähnlich wie die beiden bereits vorgestellten Smartphones Alcatel Idol 4 und Alcatel Idol 4S verfügt das Gerät über ziemlich gute Front-Speaker. Hier scheint Alcatel ein besonderes Faible gefunden oder schlicht eine gute Produktpartner-Wahl getroffen zu haben.

Eine der Besonderheiten in dieser Geräteklasse ist sicherlich das integrierte LTE-Modul, mit dem das Alcatel PLUS 10 auch unterwegs seinen Weg ins Internet findet. Die lästige Suche nach zugangsberechtigten Hotspots oder das Tethering mit einem ebenfalls mitgeführten Smartphone entfällt also, sofern ihr über eine entsprechende Mobilfunkkarte bzw. Flatrate verfügt.

Stichwort Produktivität, hier landen wir unweigerlich bei der Tastatur. Diese ist gut, auch wenn sie bei sehr starkem Druck leicht nachgibt. Leider fordern die kompakten Abmessungen wie so oft ihren Tribut an anderer Stelle: das TouchPad fällt wirklich sehr klein aus und dürfte nicht für jeden optimal sein. Eventuell weicht man zumindest an einem Arbeitsplatz mit fester Unterlage doch irgendwann auf eine echte Maus aus?

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Apropos Abmessungen: knapp 260 x 156 x 8,35 Millimeter gibt der Hersteller im zugeklappten Zustand an, vor ein paar Jahren musste man noch Tablets ohne Tastatur mit solchen Maßen suchen. Das Gewicht können wir zum jetzigen Zeitpunkt allenfalls schätzen, es hat uns aber positiv überrascht. Wir tippen auf weit weniger als ein Kilogramm. In die Glaskugel schauen wir momentan auch beim Preis der 2in1-Kombi: unter 400 Euro erscheinen uns realistisch.