iPad Pro und iPad Pro mini

Apple iPad Pro – 9,7 Zoll-Tablet mit Stift vorgestellt

Nach dem großen iPad Pro hat Apple mit dem iPad Pro 9.7 nun auch eine 9,7 Zoll große Variante des Tablets vorgestellt. Auch Fans der klassischen iPad-Größe profitieren somit nun von Pencil und Tastatur zum produktiveren Arbeiten am Tablet.

Im Vorfeld war das Apple iPad Pro in kleinerem Formfaktor erwartet worden und das Unternehmen aus Cupertino hat seine Fans diesbezüglich nicht enttäuscht. Bei seinem heutigen Event stellte Apple nun also auch eine geschrumpfte Version des iPad Pro vor, welches auf die klassische Bildschirmdiagonale von 9, 7 Zoll setzt. Logischerweise kommt – falls gewünscht – auch bei diesem kleineren Modell der Apple Pencil zum Einsatz, ebenso wie die dazugehörige Tastatur.

Das iPad Pro mit dem Apple Pencil habe ich seit einiger Zeit im Einsatz und wie man es von Apple gewohnt ist, funktioniert die Kombination einwandfrei, aber das 12.9“ Display ist doch gerade wenn man unterwegs ist recht sperrig. Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern als es hieß, dass Apple niemals einen Stift für die Geräte bringen wird und ich bin froh, dass sich das geändert hat.

Dass Microsoft mit der Surface-Reihe einen großen Erfolg hingelegt hat, wird auch den Jungs bei Apple nicht entgangen sein, und obwohl das iPad Pro das Microsoft Surface im Q4 2015 überholt hat, kann man sich bei Apple nicht auf den Lorbeeren ausruhen.

iPad Pro und iPad Pro mini

 

Bevor ich mal auf die einzelnen Aspekte eingehe, hier schon mal die wichtigsten technischen Daten des Geräts:

Technischen Daten

Maße240 x 169,5 x 6,1 mm
GewichtWi-Fi: 437g
LTE: 444g
FarbenSilber / Gold / Space Grau / Rosegold
Speicher Variante32 GB / 128 GB / 256 GB
Display9,7“
2048 x 1536
264 ppi
ProzessorA9X 64 bit
KameraBack: 12 Mega Pixel (f/2,2)
Front: 5 Mega Pixel
KonnektivitätWLAN 802.11 a/b/g/n/ac
Bluetooth 4.2
UMTS/HSP/HSPA+/DC-HSDPA
LTE Advanced (23 Bänder)
SensorenTouch ID
3-Achsen Gyrosensor
Beschleunigungssensor
Umgebungslichtsensor
Barometer
SIM (LTE Only)Nano-SiM
Integrierte Apple SIM

 

True Tone Display

Besonders bei dem Display hat sich Apple einiges an Mühe gegeben. Über 4 Sensoren wird das Display so angesteuert, dass es das Bild auf dem Display dem Umgebungslicht anpasst. Ob das in der Praxis wirklich so eine große Sache ist, wie uns Phil Schiller glauben machen will? Was man merken wird ist, dass das Display 40% weniger reflektieren soll als beim iPad Air 2.

Den Nightmodus der durch Farbverschiebung im Dunkeln dafür sorgt, das Blautöne aus dem Bild rausgefiltert werden, damit ihr besser einschlafen könnt – erwähne ich nur der guten Ordnung halber. Natürlich ist es ein schönes Feature, dass es anhand euer GPS-Position und der Zeitzone weiß, ob es dunkel wird und dann entsprechend euer Display anpasst. Innovation sieht anders aus.

 

Pro Audio System

Am iPad Pro hat mir besonders gut die Tatsache gefallen, dass der Sound aus insgesamt vier Lautsprechern kommt. Die Lautsprecher waren schon bei dem großen iPad Pro sehr kräftig und die Technologie mit der automatischen Anpassung wurde übernommen.

iPad Pro und iPad Pro mini 2

Apple Pencil

Das neue iPad Pro unterstützt selbstverständlich auch den Apple Pencil. Ich persönlich freue mich darüber, denn wie schon erwähnt, habe ich den Stift bei dem großen iPad Pro schon zu schätzen gelernt. Einen großen Vorteil, den Apple bei dem iPad Pro gegenüber der Konkurrenz hat, dass es für iOS einfach großartige Apps gibt, die den Pencil richtig gut unterstützen. Insbesondere Adobe und auch Microsoft nutzen die Pencil-Features richtig gut. Wir könnten jetzt lange darüber diskutieren, ob der Stift besser, genauso gut oder schlechter als die Stifte auf Windows (Android) Geräten ist.

Ich persönlich glaube, ausschlaggebend für den Erfolg der Hardware werden die Apps sein und hier hat Apple einen riesengroßen Vorsprung, der den Apple Pencil durchaus zu einem weitaus größeren Erfolg machen könnte als alle andere Technologien der Konkurrenz.

Kamera

Ich bin mir zwar nicht sicher, wer Bilder mit einem iPad macht, aber eine Kamera ist natürlich auch mit verbaut worden. Aber wer auch immer sich überlegt hat, dass es kein Problem ist, die Kamera bei dem iPad Pro rausstehen zu lassen, sollte seinen Job noch mal überdenken. Ich bin mal gespannt, wie es sich in der Praxis anfühlen wird, aber ich kann mir jetzt schon lebhaft vorstellen, dass es den ein oder anderen (mich ganz bestimmt) in den Wahnsinn treiben wird. Wahrscheinlich wird darauf spekuliert, dass die meisten Leute eh das Type Cover benutzen werden und es deshalb nicht weiter auffällt.

Abgesehen von der Optik der Kamera (was ein Wortwitz), kann das kleine iPad Pro jetzt auch 4K-Aufnahmen machen und Slow Motion mit 240fps bei 720p.

Die Frontkamera hat mit 5 Megapixel ein ordentliches Upgrade gegenüber allen anderen iPads bekommen, welche bisher nur 1,2 MP hatten. Auch gibt es jetzt einen Front-Blitz für das perfekte Selfie.

Apple iPad Pro mini Smart Keyboard

Smart Keyboard

Auch für das kleine iPad Pro gibt es ein passendes Type Cover. Nach allem, was wir bis jetzt sagen können wird es auch exakt eine geschrumpfte Variante des großen Bruders sein. Das heißt leider auch, dass es nur eine Position zum Schreiben gibt und wieder nur als „QWERTY“-Tastatur-Variante ausgeliefert wird. Zum Glück gibt es ja genug Hardwarehersteller, die brauchbare Accessoires rausbringen.

iPad Pro und iPad Pro mini 4

Farben und Ausstattung:

Erhältlich wird das iPad Pro in den üblichen 4 Farben sein, die wir schon kennen.

  • Silber
  • Gold
  • Space Grau
  • Rosegold

Die Preise laut Apple Store:

VarianteWI-FIWi-Fi + Cellular
32 GB689 €839 €
128 GB869 €1.019 €
256 GB1.049 €1.199 €

Ihr dürft natürlich nicht vergessen, ist dass Ihr das Apple Smart Keyboard für stolze 169€ und den Apple Pencil für 109€ noch mal extra dazu kaufen müsst.

iPad Pro und iPad Pro mini 3

Zwischenfazit iPad Pro (mini)

Apple nennt das iPad Pro „the ultimative PC replacement“, und auch wenn ich mich jetzt mit allen Apple-Fans anlege: Das stimmt einfach nicht! Auch die Aussage „the best upgrade ever for every iPad owner“ halte ich für eine gewagte Aussage.

Das einzige was „Pro“ an dem iPad Pro ist, ist meiner Ansicht nach die Nutzbarkeit des Apple Pencil. Technologien wie ein besseres Display und ein schnellerer Prozessor rechtfertigen nicht den Namenszusatz. Auch dass man ein Keyboard über einen Connector verbinden kann, macht es nicht zu einem PC-Ersatz.

Das kleine iPad Pro ist noch mehr als das große Modell eher ein Begleitgerät: Es wird keinen klassischen Laptop ersetzen können! User, für die das iPad Pro ausreichend wäre, wären wahrscheinlich auch mit einem Android oder Windows Tablet zufrieden. Wobei gerade ein Windows Tablet ja doch wieder ein PC ist und damit vollwertiger als das iPad Pro.

Für mich ist das iPad Pro in dem kleinen Formfaktor die logische Weiterentwicklung aus dem Erfolg des großen iPad Pro.

Was mich ein wenig verwirrt ist die Namensgebung: Zwei Geräte mit exakt dem selben Namen macht überhaupt keinen Sinn. Ich denke mal wir können uns für die Zukunft auf den Namen iPad Pro mini einigen.

Jetzt bleibt abschließend die Frage: Wie findet ihr das neue iPad Pro? Denkt ihr, dass es wie Apple behauptet wirklich ein vollwertiger PC Ersatz ist? Habt ihr schon ein iPad und werdet upgraden?