Apple iPhone 7 Test: Unboxing, Benchmarks & Test der Kamera

Wir haben uns das Apple iPhone 7 Plus besorgt und packen es direkt für euch aus. Natürlich gibt es im ausführlichen Video direkt auch ein Hands on und erste Eindrücke.
von Carsten Drees am 16. September 2016

Irgendwie ist es dann doch jedes Jahr die gleiche Geschichte: Schon knapp nach der Einführung eines neuen iPhones beginnen die ersten Spekulationen um den Nachfolger, irgendwann häufen sich dann Leaks und Gerüchte, bis dann Apple den Termin für die Präsentation rausrückt. Dort bekommen wir dann die Hardware vorgeführt, die dank der Leaks größtenteils schon bekannt ist. Ist natürlich nicht Apples Schuld, dass im Vorfeld so viel nach draußen dringt, nimmt aber den Veranstaltungen dennoch das Überraschungsmoment.

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Auch bei der Vorstellung in der letzten Woche war es wieder ziemlich genau so: Apple enthüllte das iPhone 7 nebst größerem iPhone 7 Plus und hat tatsächlich auch einige Veränderungen/Verbesserungen im Gepäck, die wir aber eben im Vorfeld schon erahnen konnten. So hat das Unternehmen das iPhone zum Beispiel erstmals wasserdicht gebaut:

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Außerdem gibt es eine verbesserte Cam (beim Plus eine Dual-Cam), einen neuen Prozessor haben wir mit dem A10 Fusion ebenfalls an Bord und bezüglich des Designs fällt auf, dass die Antennenstreifen auf der Rückseite direkt am oberen bzw. unteren Rand verlaufen. Außerdem präsentiert Apple in beiden Modellen Stereo-Lautsprecher, aber der Reihe nach:

Apple iPhone 7 Unboxing

Apple iPhone 7 Plus Unboxing

Wie ihr in unserem Unboxing-Video und auf unseren ersten Hands on-Fotos sehen könnt, haben wir uns für das Apple iPhone 7 in der Plus-Variante mit 5,5 Zoll großem Display und Dual-Cam entschieden. Für das, was sich neben dem Device in der Verpackung findet, spielt das aber selbstverständlich keine Rolle – ihr findet also bei beiden Modellen neben dem Smartphone selbst den gleichen Inhalt vor. In der Box enthalten sind neben dem üblichen Papierkram:

  • iPhone 7 Plus
  • EarPods mit Lightning Connector
  • Lightning auf 3,5‑mm-Klinke-Adapter für den Kopfhöreranschluss
  • Lightning auf USB Kabel
  • USB Power Adapter

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Da sich Apple bekanntlich vom Anschluss für den 3,5 mm Klinkenstecker verabschiedet hat, findet ihr bei den EarPods dementsprechend auch einen Lightning-Stecker vor. Erfreulicherweise hat Apple aber auch einen Adapter mit in die Verpackung gestopft, so dass ihr auch eure eigenen Kopfhörer weiter benutzen könnt.

Apple iPhone 7 Design und Verarbeitung

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Wir sind dran gewöhnt, dass Apple uns nicht von Version zu Version mit komplett neuen Designs überrascht. Ist natürlich auch nicht notwendig bei einem eh schon nahezu perfekt verarbeiteten und toll gestalteten Smartphone. Auch beim iPhone 7 sind die Veränderungen auf den ersten Blick marginal, dennoch hat sich mehr getan, als im Vorfeld vielleicht zu erwarten war.

Früh wurde schon darüber berichtet, dass die Antennenstreifen anders verlaufen werden und zwar direkt am oberen bzw. unteren Rand des Geräts. Außerdem ist die Kamera noch ein bisschen mehr in die obere linke Ecke gerückt und ja – sie steht weiterhin ein ganzes Stück hervor, so dass die Kamera nicht plan mit der Rückseite abschließt. Die Veränderung fällt beim iPhone 7 Plus noch stärker aus, weil dort die erwartete Dual-Cam Platz findet.

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Auch neue Farben hat Apple im Gepäck: „Black“ und das glossy „Jet Black“ – im Deutschen „Schwarz“ und „Diamantschwarz“ getauft – ergänzen die bisherige Farbpalette, bestehend aus Gold, Silber und Rosé Gold. Die wichtigste und wohl auch am sehnlichsten erwartete Veränderung beim iPhone-Design: Das iPhone 7 wird wasserdicht bzw. spritzwassergeschützt! Die neuen Handsets sind IP67-zertifiziert und damit übersteht das neue iPhone nicht nur das versehentliche Bad im Waschbecken, sondern ist zudem auch vor Staub geschützt.

Mit Spannung wurde auch auf die Kopfhörer – die neuen EarPods bzw. AirPods – gewartet. Nicht wegen des Zubehörs an sich, sondern weil jeder wissen wollte, ob Apple nun tatsächlich auf die Kopfhörerbuchse am iPhone verzichtet oder nicht. Und ja – tatsächlich findet ihr nur noch den Lightning-Port an der Unterseite, der links wie rechts vom Speaker-Grill flankiert wird. Für den neuen Stereo-Sound sorgt aber übrigens nicht ein zusätzlicher Speaker, wie die Öffnungen uns vorgaukeln, sondern der Speaker oberhalb des Displays.

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Apple iPhone 7 Technische Daten

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 iPhone 7iPhone 7 Plus
SoCA10 Fusion Chip mit 64‑Bit Architektur, integrierter M10 Motion Coprozessor
Arbeitsspeicher2 GB RAM3 GB RAM
Interner Speicher32, 128 und 256 GB RAM, nicht erweiterbar
Display4,7 Zoll großes IPS-Display mit einer Auflösung von 1334 x 750 Pixeln (326 ppi)5,5 Zoll großes IPS-Display mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln (401 ppi)
Kamera (hinten)12 MP Cam mit ƒ/1.8 Blende, OIS, 4fach-LED True Tone Flash und bis zu 5x digitaler Zoom12 MP Cam mit mit Weitwinkel- (ƒ/1.8 Blende) und Teleobjektiv (ƒ/2.8 Blende), OIS, 4fach-LED True Tone Flash und bis zu 10x digitaler Zoom, 2x optischer Zoom
Kamera (vorn)7 MP Cam mit ƒ/2.2 Blende und Retina Flash
IP-ZertifizierungNach IEC Norm 60529 unter IP67 klassifiziert, Schutz vor Staub und Spritzwasser
Akku1.960 mAh2.900 mAh
SoftwareiOS 10
Maße138,3 x 67,1 x 7,1 mm158,2 x 77,9 x 7,3 mm
Gewicht138 Gramm188 Gramm
Farben Roségold, Gold, Silber, Schwarz, Diamantschwarz

Apple iPhone 7 Hardware

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Was hat sich in Sachen Hardware getan seit dem iPhone 6s? Da wäre zunächst mal der komplett neue Home-Button. Den könnt ihr nicht mehr tatsächlich drücken, sondern tippt stattdessen auf einen Force-Touch-Sensor. Haptisches Feedback bekommt ihr dank der Taptic Engine. Weiterhin integriert ist hier auch der Touch ID-Fingerabdrucksensor. Die größere Taptic Engine ist auch mit einer der Gründe, wieso der Kopfhöreranschluss weichen musste.

Unter der Haube werkelt nun der A10 Fusion getaufte Prozessor, der aus insgesamt vier Kernen besteht, von denen zwei Stromsparkerne lediglich ein Fünftel der Energie verbrauchen sollen. Die Kerne des A10 Fusion takten mit bis zu 2,4 GHz und ermöglichen eine Performance, die 40 Prozent schneller sein soll als beim direkten Vorgänger und sogar doppelt so schnell im Vergleich zum A8 im iPhone 6. Die Auskunft bezüglich des Akkus fällt – wie gewohnt von Apple – sehr dürftig aus, aber immerhin erklärte man beim Event, dass die Akkulaufzeit trotz der gestiegenen Laufzeit 1-2 Stunden länger sein soll als beim iPhone 6s. Mittlerweile wissen wir, dass im iPhone 7 Plus ein Akku mit einer Kapazität von 2.900 mAh verbaut wurde. Das ist mehr als im Vorgänger, aber immer noch minimal weniger, als Apple im iPhone 6 Plus vor zwei Jahren angeboten hat.

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Kommen wir zu den Speichergrößen: 16 GB werden gar nicht mehr angeboten – stattdessen geht es bei 32 GB los und neben der Speichergröße 128 GB bietet man uns in der größten Fassung jetzt sogar stolze 256 GB an. Angesichts der Tatsache, dass ihr natürlich auch dieses Mal den Speicher nicht erweitern könnt, solltet ihr euch direkt für eine der größeren Varianten entscheiden. 32 GB sollte zwar ebenfalls eine Weile langen, aber für 110 Euro zusätzlich vervierfacht ihr den Speicher von 32 auf 128 GB.

Beim Display hingegen ist (fast) alles beim Alten geblieben. Natürlich bietet uns Apple nach wie vor die Größen 4,7 bzw. 5,5 Zoll an mit den Auflösungen 1.334 x 750 Pixel bei 326 ppi im iPhone 7 sowie 1.920 x 1.080 Pixel bei 401 ppi im iPhone 7 Plus. Dafür soll das Panel aber 25 Prozent heller sein als vorher, was sich vor allem auszahlen sollte, wenn ihr im Sonnenlicht einen Blick aufs Smartphone werft.

Was ist mit dem Sound? Stereo, Freunde! Das Stereo-Lautsprechersystem sorgt nicht nur dafür, dass eure Musik besser klingt, das iPhone 7 ist damit auch doppelt so laut wie sein Vorgänger – eine ziemliche Ansage aus Cupertino. Wer seine Umwelt lieber nicht miti dem eigenen Sound nerven will, greift zu den kabellosen AirPods oder zu den EarPods mit Lightning Connector. Im Video führt euch Palle den Sound des iPhone 7 Plus vor: Lauter ist das iPhone in der Tat geworden, das Maß der Dinge ist Apple in dieser Disziplin nicht.

Update 19. September 2016
Die Experten von iFixit haben das iPhone 7 in der Zwischenzeit nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen und dabei selbstverständlich besonders auf den Platz geachtet, der bei den Vorgänger-Modellen vom Kopfhöreranschluss eingenommen wurde. An dieser Stelle befindet sich nun ein Stück Plastik, das nach Apples Angaben wichtig für die Funktion des eingebauten Höhenmessers sein soll.

Davon abgesehen muss man einfach festhalten, dass Apple mittlerweile beim Geräte-Design, innen wie außen, sicherlich um ein oder zwei Generationen hinter der Konkurrenz herhechelt.

Apple iPhone 7 Kamera

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iPhone-Fans haben im Vorfeld schon darauf hoffen dürfen, dass Apple gerade bei der Kamera nachbessert. Das Apple iPhone war eigentlich immer schon der Klassen-Primus in dieser Disziplin, in den letzten Jahren haben aber die Android-Konkurrenten, allen voran Samsung, eifrig aufgeholt und teils die Kamera im iPhone sogar übertroffen – sowohl beim Funktionsumfang als auch bei der Qualität der Bilder.

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Jetzt schlägt Apple zurück und hat eine komplett neue 12 Megapixel-Cam auf der Rückseite am Start. Neben optischer Bildstabilisierung (gab es vorher nur beim Plus), einer aus sechs Elementen bestehenden Linse und einer f/1.8-Blende ist auch ein LED-Blitz an Bord, der sich aus gleich vier LEDs zusammensetzt.

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Der Sensor ist nach Apple-Aussage um 30 Prozent energieeffizienter geworden und zudem soll er auch gleich 60 Prozent schneller arbeiten. Die bei der Veranstaltung gezeigten Sample-Fotos sahen auch wirklich beeindruckend aus – gerade im Low-Light-Bereich dürft ihr euch auf herausragende Bilder gefasst machen.

Wie schon im letzten Jahr unterscheiden sich die Kameras im iPhone 7 und iPhone 7 Plus auch dieses Mal voneinander, was ihr direkt beim ersten Blick auf die Rückseiten feststellt: Apple verbaut – wie erwartet – im iPhone 7 Plus eine Dual-Cam mit jeweils 12 Megapixeln, einmal eine Weitwinkel-Kamera sowie eine „Telephoto“-Cam, wobei eine 28-mm-Linse sowie eine 56-mm-Linse zum Einsatz kommen. Durch diese beiden Kameras könnt ihr einen 2-fachen Zoom nutzen, digital könnt ihr bis zu 10-fach zoomen. Hier seht ihr zwei Bilder, bei denen einmal der optische 2-Fach-Zoom genutzt wurde:

Auch vorne bei der Facetime-Cam hat man nachgearbeitet: Die Kamera bietet erneut eine ƒ/2.2-Blende und einen Retina-Blitz, kommt allerdings nun mit 7 MP Auflösung und Vidoeaufnahmen sind mit 1080p-Auflösung möglich (beim iPhone 6s noch 720p).

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Besonders stolz ist Apple auf seine „Depth of Field“-Fotos, die dank der kombinierten Kameras möglich sind. Sieht in der Tat klasse aus und man wurde beim Event auch nicht müde zu betonen, wie außergewöhnlich diese Aufnahmen mit dem neuen iPhone 7 werden, aber wir wollen erst mal den Test abwarten, ob die Kamera nun wirklich qualitativ mehr zu bieten hat als beispielsweise bei der Konkurrenz von Samsung. Gerade dieser Effekt lässt leider noch auf sich warten und wird irgendwann per Software-Update nachgerüstet, dennoch wollen wir euch schon ein paar erste Sample-Fotos zeigen, die Nicole und Sascha heute in Taiwan direkt nach dem Kauf des iPhone 7 Plus angefertigt haben:

Ein erstes Zwischen-Fazit haben wir als Livestream für euch. Wir gehen besonders auf die Unterschiede und Gemeinsamkeiten des iPhone 7 und Galaxy S7 edge ei und sagen euch, wer bei Bildern oder Videos die Nase vorn hat.

Apple iPhone 7 Preis und Verfügbarkeit

Seit dem 09. September um 9.01 Uhr könnt ihr vorbestellen, ab heute – 16. September – können die neuen Handsets auch gekauft werden. Wie bereits erwähnt könnt ihr aus fünf Farben wählen: Rosegold, Silber, Gold und Schwarz sowie Diamantschwarz. Diamantschwarz allerdings bekommt ihr nur mit den Speichergrößen 128 GB bzw. 256 GB. Beim iPhone 7 geht es in der Version mit 32 GB bei 759 los, für das iPhone 7 Plus werden wenigstens 899 Euro fällig. Hier alle Preise im Überblick:

  • iPhone 7 mit 32 GB Speicher – 759 Euro
  • iPhone 7 mit 128 GB Speicher – 869 Euro
  • iPhone 7 mit 256 GB Speicher – 979 Euro
  • iPhone 7 Plus mit 32 GB Speicher – 899 Euro
  • iPhone 7 Plus mit 128 GB Speicher – 1 009 Euro
  • iPhone 7 Plus mit 256 GB Speicher – 1 119 Euro

Im Lieferumfang enthalten sind neben dem iPhone die EarPods mit Lightning Connector, ein Lightning auf 3,5‑mm-Kopfhöreranschluss Adapter, ein Lightning auf USB Kabel und natürlich der USB Power Adapter, sprich: Das Netzteil.

Apple iPhone 7 Das sagen die Kollegen

Joa, Apple mag uns jetzt nicht so wirklich, das ist nicht neu. Müssen wir an dieser Stelle auch nicht diskutieren, wieso das so ist, aber Fakt ist, dass wir weder zu den Events eingeladen werden, noch mit Testgeräten bemustert werden.

Bei den großen US-Blogs und -Magazinen sieht das natürlich anders aus und auch ein paar deutsche Namen finden sich unter den ersten Testberichten, die bereits veröffentlicht wurden. Wir zeigen euch in unserem Round-Up, wie die werten Kollegen das iPhone 7 und das iPhone 7 Plus einschätzen:

The Verge

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Wenig überraschend kommt man bei The Verge zu einem positiven Urteil bezüglich der neuen iPhones: 9 von 10 Punkten vergibt man und im Test freut sich Tester Nilay Patel vor allem über die verbesserten Kameras und hier besonders über den Zoom, der allerdings nur dem iPhone 7 Plus vorbehalten ist.

Allerdings bemängelt man auch, dass einige Software-Features der Plus-Kamera noch nicht am Start sind. Ansonsten beschwert sich The Verge im Wesentlichen über das Design: Die Version in Diamantschwarz verkratzt zu leicht, davon ab hat sich das Design für deren Geschmack zu wenig verändert seit dem iPhone 6s und das Plus wird nach wie vor für ein 5,5 Zoll großes Device als zu groß empfunden.

Unterm Strich hält man das iPhone 7 für eines der besten Smartphones, die wir aus Cupertino bislang gesehen haben, aber es klingt durch, dass man es eher für eine Art Übergangsmodell hält. Die Hardware deutet ganz konkret in die Smartphone-Zukunft, beim Design wirkt das Device jedoch überholt.

The entire time I was using the iPhone 7, I felt like I had a prototype of next year’s rumored drastic iPhone redesign disguised as an iPhone 6. All those bold bets on the future are legitimately exciting, but here in the present using the iPhone 7 in a case feels a lot like using a iPhone 6S with a weirder home button and more adapters.  Nilay Patel, The Verge

heise.de

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Unter den deutschen Medien, die bereits ausführlich Hand anlegen durften an das neue Smartphone aus Kalifornien, gehören auch die geschätzen Kollegen von heise.de. An dieser Stelle der Hinweis für euch, dass es ein vorläufiger Test ist, was der Kürze der Zeit geschuldet ist – Heise wird hier also noch ausführlich nachlegen.

Aber schon jetzt zeichnet sich ab, dass man auch in der Heise-Redaktion ein wenig zwiegespalten ist: Die verbesserten Kameras werden natürlich ebenso begrüßt wie die verbesserte Performance, wobei man bei letzterer feststellt, dass schon das iPhone 6s so stark war, dass es mit der verfügbaren Software zumeist gar nicht voll ausgereizt wird. Heise glaubt jedenfalls, dass sich nicht jeder iPhone 6s-Besitzer in die Warteschlangen vor den Apple-Stores einreihen sollte:

Wer bereits ein iPhone 6s oder 6s Plus hat, braucht jetzt nicht sofort zu wechseln, sofern er nicht gerade auf eines der neuen Features dringend gewartet hat. Wer über eine Neuanschaffung nachdenkt, aber nicht ganz so viel Geld investieren möchte, kann auch getrost zu den Vorgängern greifen, die Apple im Preis um 90 Euro gesenkt und mit doppelter Speicherausstattung versehen hat. heise.de

TechCrunch

Logisch, dass auch TechCrunch das iPhone 7 schon unter die Lupe nehmen konnte. Matthew Panzarino erwähnt natürlich auch den fehlenden Klinkenanschluss, aber sieht das eben als Teil des Wandels, in welchem sich Apple derzeit befindet und so präsentiert das Unternehmen mit dem iPhone 7 exakt das Smartphone, welches den Aufbruch in eine andere Zukunft darstellt – für Apple, aber eben auch generell. Man hat im Test also im Blick, dass da gerade ein Paradigmenwechsel stattfindet, bei dem Apple sich und sein iPhone nach und nach neu erfinden muss, allerdings überzeugt das iPhone 7 im Test jetzt schon völlig. Vor allem die Kameras der beiden Geräte lobt man bei TechCrunch:

The iPhone 7 and 7 Plus are the best iPhones ever. And they are probably the best portable cameras ever made. The combination of wide gamut capture with wide gamut P3 display means that you have quite literally never seen images like this from a smartphone camera before. And that’s not to mention the massive front camera upgrade. The phones are fast, capable and functional, with nice upgrades to speaker audio, water resistance and a more durable home button.  Matthew Panzarino, TechCrunch

BILD

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ja, auch die Zeitung mit den vier Buchstaben hat natürlich schon seine Test-Exemplare gehalten und das Testen ist bei der BILD stets ein Fall für Sven Stein. Angesichts der im Vorfeld bereits vermuteten Langeweile kommt Sven zum Fazit: „Das iPhone 7 ist kein Langweiler, sondern ein gelungenes Top-Smartphone.“ Auch er erwähnt natürlich die verbesserten Kameras.

Er merkt aber auch an, dass die Ausführung in Diamantschwarz ein reiner Fingerprint-Magnet ist. Egal, ob ihr Angst vor Kratzern oder Fingerabdrücken habt: Nach den ersten Tests scheint sich abzuzeichnen, dass die iPhone 7-Käufer bei dieser Farbvariante nicht um ein Case herumkommen. Davon ab wird dem iPhone 7 auch bei der BILD ein solides Update bescheinigt mit leichten Verbesserungen bei Design, Display und deutlicheren Fortschritten bei Kamera und Performance.

Das Design wurde an wichtigen Stellen verbessert und die Farbpalette um zwei schicke schwarze Modelle erweitert. Das Äußere des iPhone ist erstmals wasserfest und in seinem Inneren arbeitet der derzeit leistungsstärkste Smartphone-Prozessor. Die Kamera wurde sichtbar verbessert, und das iPhone 7 Plus bietet den besten Zoom in einem aktuellen Smartphone. So ist eine Doppelkamera im Handy erstmals wirklich sinnvoll! Sven Stein, BILD

Engadget

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Chris Velazco hat sich das iPhone 7 für unsere Freunde von Engadget vorgeknöpft und kommt zu dem Schluss, dass wir es mit einem exzellenten Smartphone zu tun haben, Besitzer des iPhone 6s aber nicht zwingend wechseln müssten. Wie auch in den Tests der anderen Blogs sagt auch Chris, dass man sich an den neuen Home-Button erst ein wenig gewöhnen muss.

Davon ab wird bemängelt, dass das Design erneut das selbe geblieben ist, andererseits listet auch dieser Test natürlich wieder Performance, verbesserte Kamera und auch das wassergeschützte Gehäuse auf der Pro-Seite auf.  Apple wird ein solides Upgrade und ein starkes neues iPhone bestätigt, gleichzeitig vermisst man bei Engadget aber auch ein bisschen den typischen Apple-Spirit, der mal eine ganze Branche aufgewirbelt hat.

The iPhone 7 and 7 Plus are at once the most technically impressive smartphones Apple has ever made and the most divisive. After all, they’re excellent because of Apple’s renewed attention to the basics: the speed, the camera, the screen, the battery. None of these improvements on their own are terribly exciting, but together they make for a pair of phones that are more than the sum of their parts.  Chris Velazco, Engadget

Daring Fireball

Ein Test-Round-Up des iPhone 7 wäre nicht komplett, würden wir dort nicht auch John Gruber berücksichtigen. Der Apple-Insider verzichtet in seiner Einschätzung zwar wie gewohnt auf Bilder oder Videos, setzt sich nichtsdestotrotz sehr intensiv mit jedem noch so kleinen Detail auseinander, das sich Apple hat einfallen lassen. Alls Fazit seiner „First Impressions“ hält John Gruber fest, dass er sich erstmals nicht direkt für ein Modell entscheiden konnte.

Natürlich schätzt auch er die bessere Kamera des iPhone 7 Plus, wird aber nach wie vor mit dem Formfaktor nicht ganz warm. Während die meisten anderen Tester sich am definitiv schönen Diamantschwarz stören aus den aufgezählten Gründen, wird sich Gruber davon aber nicht abhalten lassen und sich ausdrücklich für diese Farbe entscheiden. Unterm Strich sieht auch John Gruber in den neuen iPhones 7 eine alles andere als enttäuschende Weiterentwicklung.

In every regard, from performance to battery life to camera image quality to haptic feedback to water resistance to wide color gamut displays to sound quality from the speakers, the iPhone 7 and 7 Plus are impressive year-over-year improvements over the 6S/6S Plus, and stunning improvements over the two- and three-year old iPhone 6 and 5S — which are the models most people considering the new iPhones will be upgrading from. John Gruber, Daring Fireball

Wall Street Journal

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Wie ihr im Bild sehen könnt, hat sich das Wall Street Journal die Mühe gemacht, Bilder des alten iPhone 6s dem neuen iPhone 7 gegenüber zu stellen. Auch Vergleiche zwischen Samsung Galaxy S7 edge und dem iPhone 7 Plus und Fotos vom iPhone 7 Plus mit und ohne Zoom findet ihr im Test von Geoffrey A Fowler vor.

In diesen ersten Eindrücken klingt immer wieder durch, dass Apple mit den neuen Geräten eher versucht, den Abstand zu Samsung zu minimieren, statt selbst neue Smartphone-Standards zu definieren. Die starke Kamera sieht man auf Augenhöhe mit dem, was Samsung in seinen Flaggschiffen anbietet und bei den Displays hinkt Apple laut WSJ den Koreanern nach wie vor hinterher.

Not all iPhone 7 improvements are quite as big as Apple wants us to think. It’s great that they doubled storage that comes on each phone, but it’s still highway robbery that Apple makes us pay it for the storage instead of letting us stick in our own MicroSD cards.  Geoffrey A Fowler, Wall Street Journal

Business Insider

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Beim Business Insider ist Steve Kovach der Meinung, dass das iPhone 7 zwar ein absolutes Spitzen-Smartphone ist, man aber nicht zwingend zuschlagen muss, sollte man bereits ein iPhone 6s sein eigen nennen. Auch beim Business Insider zählt man die Kamera zu den besten Neuerungen und ist ebenfalls wie die meisten anderen Tester noch nicht ganz sicher, ob man vom Wegfall der Kopfhörerbuchse sehr begeistert ist. Apple besitzt zwar noch einen hauchdünnen Vorsprung vor der Konkurrenz, was aber nicht den Innovationen und der Hardware geschuldet wäre, sondern ausschließlich iOS 10.

As I’ve written several times before, the iPhone’s thinning lead in the smartphone world is no longer because of great hardware and design; it’s because of the strength of iOS. After all these years, iOS continues to offer the most consistent updates and new features. Plus, it has the strongest developer community, with the best apps and new updates launching on iPhone before they come to Android. Steve Kovach, Business Insider

Ars Technica

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In Anlehnung an einen Simon & Garfunkel-Klassiker titelt Ars Technica unter obigem Bild: „Hello Dongle, my old friend“. Das ist gleichermaßen witzig als auch eine perfekte Situationsbeschreibung, denn dank des fehlenden Anschlusses für die 3,5 mm-Klinke geht jetzt überall wieder der Zubehör- und Adapter-Spaß los, was auch im Test von Ars Technica durchklingt.

Andrew Cunningham kommt zu dem Schluss, dass ihr fürs Geld das beste iPhone bekommt, was die Technik angeht, leider aber eben nur einen Aufguss der Vorgänger, was das Design betrifft. Er erklärt aber auch, dass das iPhone 6 das bislang beliebteste Modell der Kalifornier war – es besteht demnach kein Grund, zu viel am Design zu verändern.

The iPhone 7 is a very good phone with the sorts of logical, useful upgrades that Apple typically delivers with new hardware. I still have my quibbles with the iPhone 6-era design, and it’s too bad that we’re going to be trucking along with it for another year, but the iPhone 6 was also Apple’s most popular phone by far, so clearly actual people aren’t all that bothered by it. Andrew Cunningham, Ars Technica

Independent 

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Auch die altehrwürdige Independent hat sich des neuen iPhones angenommen, wobei man sich zunächst mehr auf das iPhone 7 als auf das iPhone 7 Plus konzentriert. Auch hier ist der Tenor wie bei den meisten anderen: Jet Black ist eine nette neue Farbalternative, die Designänderungen sind eher unauffällig, aber unter der Haube hat man ordentlich optimiert und so ein sehr gutes Smartphone noch besser gemacht.

But the real changes are under the hood and are substantial. Faster processor, much-improved camera and – hallelujah – a battery that really lasts. I haven’t even touched on the new operating system which is full of both delicate tweaks and full-on transformations to make the new phone feel even more whizzy. In all, this is a solid, handsome upgrade to a phone which was already at or near the top of the smartphone pile. Now, Apple strides ahead again. David Phelan, Independent

Time

Klar, wenn wir Mobile Geeks schon kein iPhone 7 zum Testen erhalten, dann bekommt zumindest das Time Magazine eins ;) Lisa Eadicicco ist dort für den Test des iPhone 7 zuständig und sie hat vier von fünf Sternen vergeben. Sie vermisst den Wow-Faktor beim iPhone 7, fragt sich aber auch, ob die Zeiten schlicht einfach vorbei sind, in denen ein neues Smartphone das auslösen konnte.

Auch sie kommt zu dem Schluss, dass ein Update nicht zwingend notwendig ist, wenn man bereits ein iPhone 6s besitzt – mit der einen Ausnahme: Wer wirklich gern fotografiert, sollte sich ihrer Meinung nach in jedem Fall für das neue iPhone entscheiden. Neben der Kamera gefällt ihr vor allem die bessere Akku-Performance.

The iPhone 7 may be evidence that gone are the days when a new smartphone could truly wow the world. After all, there’s only so much functionality you can pack in these devices before you enter the realm of the superfluous. Apple’s rivals are experimenting features that represent brilliant feats of engineering, like eye scanners that let you unlock your phone by looking at it, curved screens, and virtual reality support.  Lisa Eadicicco, Time

New York Times

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Da die NYT aufmacht mit einem Phil Schiller beim iPhone 7-Event und dem Klinken-Adapter im Hintergrund, kann man schon erahnen, dass auch in diesem Test die weggefallene Klinkenbuchse eine große Rolle spielt. Brian X. Chen spielt sogar das Gedankenspiel durch, ob sich Besitzer eines iPhone 6 jetzt dazu durchringen könnten, auf ein iPhone 6s zu wechseln, weil man da ebenfalls ein sehr performantes iPhone mit einer starken Kamera erhält, zusätzlich aber eben noch die 3,5 mm große Klinke nutzen kann.

Interessanterweise blickt er in seinem Fazit schon weiter in die Zukunft und deutet an, dass der komplett neu überarbeitete Home-Button beim nächsten iPhone verschwunden sein wird und sich stattdessen auf dem Screen wiederfindet als reine Software-Variante. Logisch, dass Apple das noch nicht bestätigt.

But taking the leap to the 7 may be a wise bet, even for late technology adopters. Apple is likely to continue making iPhones without headphone jacks, and next year’s iPhone will have a full-screen face with the virtual button built directly into the screen, according to two people at the company who spoke on condition of anonymity because the product details are private. Apple declined to comment on next year’s iPhones.

To compete with Apple, rivals may also eliminate the audio jack to make room for faster processors, better batteries and more durable parts. (A little-known fact: Lenovo beat Apple to removing the audio jack in its new smartphone, Moto Z, released this year.) Brian X. Chen, New York Times

CNET

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Scott Stein vergibt für CNET 8,7 Punkte, bei denen – ihr könnt es euch denken – vor allem die Kamera und die starke Performance für die hohe Punktzahl sorgen und nicht gerade neue Funktionen und das Design. Alles in allem findet man das Update zwar gelungen, aber eben auch ein bisschen vorhersehbar und langweilig. Kritik gibt es dafür aber nicht unbedingt, weil man – wie andere Tester auch – hier das große Ganze sieht und davon ausgeht, dass Apple mit diesem Smartphone nur noch weitere Neuerungen und Änderungen vorbereitet, sich also fit macht für die Zukunft.

This iPhone feels like it’s laying the groundwork for a more sealed-off, improved, wireless system. In the meantime, it’s a little bit boring. I’m OK with that if it’s reliable. This year’s upgrade isn’t something you need to have. But its improvements are likely doing some subtle paving of the way toward changes in another iPhone next year. Scott Stein, CNET