ASUS ZenPad 8.0 mit Audio Cover und Verpackung

ASUS Zenpad 8.0 (Z380KL) im Test: Günstig und stylish

Wenn ihr auf der Suche nach einem Tablet als Reisebegleiter seid, der nicht eure Kasse sprengen soll, dann seid ihr mit dem ZenPad 8.0 bestens bedient. Wir haben uns das 8 Zoll große Tablet einmal ausführlich angeschaut - hier ist unser Test.
von Carsten Drees am 13. November 2015
Pro
  • Ansprechendes Design
  • Fairer Preis
  • Zufriedenstellende Akkulaufzeit
  • Ordentliches Display
Kontra
  • Mäßige Kamera
  • Guter Sound nur, wenn ihr auch das Audio Cover nutzt
  • Recht kostspieliges Zubehör

Im Tablet-Bereich ist ASUS selbstverständlich schon lange kein Unbekannter mehr. Das ZenPad 8.0 (Z380KL) ist ein stylischer Acht-Zöller und wir wollen uns heute mal mit diesem Gerät befassen, aber auch mit dem verfügbaren Zubehör – so gibt es neben verschiedenfarbigen Back Covers für die abnehmbare Rückseite auch ein DTS Speaker-Cover und ein Case mit Akku-Pack.

ASUS ZenPad 8.0 mit Audio Cover und Verpackung

Design: Ein sehr gut aussehendes Tablet

Bei ASUS weiß man, wie man schöne Tablets macht – Nicole, die auch dieses ZenPad 8.0 für uns getestet hat, schwärmt noch heute von der zweiten Generation des Google Nexus 7, welches immer noch zu ihren Lieblings-Tablets im 7-inch-Bereich zählt. Das ZenPad 8.0 hat ein etwas anderes Design, ist mit 8,5 mm nicht das dünnste Tablet seiner Klasse und hat auch nicht das gleiche Soft Touch-Finish wie das Nexus 7, aber das muss ja nicht heißen, dass es nicht dennoch einen tollen Look hat. Alles macht einen klaren, gut verarbeiteten Eindruck und die Rückschale könnt ihr sogar abnehmen – ein Novum bei Tablets. Ihr könnt sie durch andere Alternativen in unterschiedlichen Farben ersetzen, was das ZenPad sogar zu einem Tablet macht, welches für modebewusste Menschen besonders geeignet ist – nicht gerade das, was wir in dieser Preisklasse erwarten müssen.

ASUS ZenPad 8.0 Rückseite

Durch einen Metallrahmen wirkt das Tablet sehr wertig und robust, ihr findet die Power- und Lautstärke-Buttons auf der rechten Seite, sowie USB und Kopfhörerbuchse an der Oberseite. SIM-Karten-Slot und der Steckplatz für die microSD-Karte könnt ihr erreichen, indem ihr die Rückseite abnehmt. Wenn wir uns schon auf der Rückseite befinden: Hier finden wir oben links in der Ecke auch die Hauptkamera des ZenPad 8.0. Das Tablet ist 8,5 mm dick und wiegt 350 Gramm – absolut vertretbar in dieser Größenklasse. Auch nach mehr als 20 Minuten ist das Gerät Nicole nicht zu schwer in ihren Händen geworden, geht es aber darüber hinaus, würde sie einen Stand bevorzugen oder das Tablet auf irgendeiner Fläche ablegen.

Das Display – absolut zufriedenstellend

ASUS ZenPad 8.0 von vorn

Gerade bei günstigen Tablets wird oftmals am Display gespart. Das ist beim ZenPad 8.0 erfreulicherweise nicht so, das IPS-Panel mit einer Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln macht keinen billigen Eindruck. Die Farben wirken klar und knackig, die Blickwinkel gehen auch in Ordnung und ihr könnt die Helligkeit so hochregeln, dass ihr auch draußen noch alles ablesen könnt. Klar – wenn man einen Film unter direktem Sonnenlicht schauen will, wird es schwierig, aber dafür bräuchtet ihr auch schon ein AMOLED-Panel und dafür greift man halt auch tiefer in die Tasche.

Eine höhere Auflösung als HD wäre natürlich wünschenswert gewesen, aber eine Pixeldichte von lediglich 189 ppi ist wohl das, was man akzeptieren muss, wenn man in dieser Preisklasse unterwegs ist.

ASUS ZenPad 8.0 Rückseite

Spezifikationen des ZenPad 8.0

CPU:

Qualcomm Snapdragon MSM8929 Octa-Core, 64bit @ 1.21GHz

Display:

8″ LED Backlight WXGA (1280×800) IPS

RAM:

2 GB

Speicher:

16 GB interner Speicher, erweiterbar dank microSD-Slot

Kamera:

Auf der Vorderseite 2MP, hinten 5 MP mit PixelMaster-Technologie und Autofokus

SIM:

single-SIM (microSIM-Karte)

OS:

Android 5.0.2 Lollipop

Akku:

4.000 mAh

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Performance und Benchmarks

Der Snapdragon 410 des ZenPad 8.0 bewältigt auch Multitasking-Aufgaben problemlos. Auch Spiele wie Asphalt 8 liefen problemlos ohne irgendwelche Hänger, allerdings hat sich beim Testen das Tablet nach ein paar Runden oben links spürbar erhitzt. Wir haben den Snapdragon 410 mal über den Benchmark-Test-Parcours geschickt und das Ergebnis war zu erwarten: Mit dem Mittelklasse-SoC reißt man keine Bäume aus, aber die Performance ist für ein so günstiges Tablet angemessen.

asus_zenpad_8_10

Benchmark-Ergebnisse:

AnTuTu: 29 747

GFX Bench Manhattan

  • Onscreen569 Frames (9.2 Fps)
  • Offscreen298 Frames (4.8 Fps)

TRex

  • Onscreen1123 Frames (20.1 Fps)
  • Offscreen684 Frames (12.2 Fps)

Bei GeekBench erreicht das ZenPad 8.0 590 Punkte bei Single-Core-Performance und 2127 bei Multi-Core-Performance

Software – ZenUI

asus_zenpad_8_05

Wer mit den ASUS-Geräten der Zen-Reihe – beispielsweise den Zenfones – vertraut ist, wird sich auf dem ASUS ZenPad 8.0 auch flott zurechtfinden, denn auch hier setzt wieder die ASUS-eigene ZenUI auf Android auf, entstellt Android 5.0 trotz eigener Design-Ansätze aber nicht übermäßig. Dank Lollipop gibt es ein paar Layout-Änderungen, die die Größe des Tablets optimal ausnutzen.

ASUS liefert mit der ZenUI eine gut durchdachte Benachrichtigungs-Leiste und auch die anderen ASUS-eigenen Tools für Software, Kalender usw. machen keinen schlechten Eindruck. Allerdings hat ASUS hier – wie auch schon beim Zenfone 2 – den Bogen ein bisschen überspannt, da sich wirklich massig eigene Apps auf dem Gerät vorinstalliert finden, die man selten oder gar überhaupt nicht einsetzen wird im normalen Gebrauch. Beim Zenfone 2 hat Daniil glatt 22 ASUS-Apps vorgefunden und auf dem ZenPad sieht es nicht viel anders aus.

Darunter befindet sich beispielsweise Splendid, mit welchem ihr euer Display ziemlich granular an eure Wünsche anpassen könnt. Farbtemperatur, Sättigungsgrad und einiges mehr können justiert werden, außerdem gibt es einen Bluelight-Filter fürs abendliche Lesen im Bett. Weitere Apps, die sich im reichhaltigen Software-Portfolio befinden, sind der Audiowizard, mit dem ihr euren DTS-Sound kontrollieren könnt und das Notizzettel-Tool SuperNote.

Nicole war es auch ein bisschen zu viel des Guten und viele der Anwendungen hat sie im Testzeitraum exakt null mal genutzt. Insgesamt macht die ZenUI auf uns einen starken Eindruck, da sich das Interface an die Google-Vorgaben hält und zudem einige praktische Ideen einbringt. Lediglich die Schwemme an Apps fällt unangenehm auf – da dürfte es künftig durchaus weniger sein, ASUS.

Akkulaufzeit

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Bis zu 10 Stunden soll der Akku bei Video-Wiedergabe und Web-Surfen durchhalten. Nutzt ihr zudem eine SIM-Karte, zerrt das natürlich zusätzlich an dem Akku, der eine Kapazität von 4.000 mAh vorweisen kann – durch den Tag solltet ihr damit dennoch kommen. Wer dazu dann noch das Akku-Case im Einsatz hat, kann die Akkulaufzeit nochmals um bis zu fünf Stunden verlängern.

Kamera

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Irgendwie waren wir bei Mobile Geeks noch nie wirkliche Freunde davon, Fotos mit Tablets zu schießen. Dennoch sieht man immer wieder Menschen, die ihr Tablet eben doch als Kamera einsetzen – es scheint also zumindest für manche ein wichtiges Feature zu sein. Auf der Rückseite finden wir einen 5 MP-Shooter, vorne müssen euch für Selfies 2 Megapixel langen. Gerade von der Selfie-Cam solltet ihr nun nicht zu viel erwarten: Habt ihr Lichtquellen im Hintergrund, werden vernünftige Selfies nahezu unmöglich.

Beispiel-Foto ASUS ZenPad 8.0

Nicole hat mit dem Tablet mal eine Runde durch Taipeh gemacht, um die Cam des ZenPad 8.0 zu testen und anhand der Ergebnisse könnt ihr schon erkennen, dass sie mit hellen Hintergründen nicht toll zurechtkommt. Manchmal jedoch ist das geschossene Foto dann aber doch etwas besser, als ihr es live auf dem Display angezeigt bekommt, wie ihr auch in Nicoles Video-Review sehen könnt. Immerhin schön zu wissen, dass das spätere Resultat nicht tatsächlich so schlimm wird wie zunächst befürchtet.

Mit der Hauptkamera könnt ihr 1080p-Videos anfertigen, vorne sind es 720pVideos und auch hier ist Qualität nicht besonders ansprechend. Der Fokus ist viel zu aktiv – ein Grund, die Cam nicht wirklich zu empfehlen. Auch hier seht ihr Beispiele in der Video-Review oben.

Zubehör: Audio Cover und Power Case

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Eingangs erwähnten wir bereits, dass sich ASUS so seine Gedanken gemacht hat, was das Zubehör angeht. Das geht darüber hinaus, dass ihr einfach nur die Rückseite durch eine andersfarbige ersetzt, denn ihr könnt dank den Accessoires nicht nur das Design, sondern auch den Funktionsumfang verändern.

So bietet uns ASUS beispielsweise mit dem Audio Cover eine Hülle an, die das ASUS ZenPad 8.0 zwar merklich dicker macht, dafür aber auch mit 6 Speakern inklusive Subwoofer ausgestattet ist, die euch dann feinsten 5.1 DTS-Sound kredenzt. Gerade beim Genuss von Filmen ein absoluter Pluspunkt. Dank entsprechender Pins braucht ihr euer Tablet gar nicht erst mit dem Audio Cover verbinden – das geschieht von selbst.

Dazu kommt noch ein Power Case, welches ihr anstelle der üblichen Rückschale anbringen könnt und welches nicht nur mit ansprechendem Design und Finish daher kommt, sondern euch auch zusätzliche 5 Stunden Akkulaufzeit durch den integrierten Akku spendiert. Beides sind absolut sinnige Ergänzungen, mit denen sich der Tablet-Besitzer das ZenPad 8.0 noch stärker nach seinen eigenen Wünschen und Use Cases gestalten kann.

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Bewertung
Design / 8.5
Kamera / 6.5
Sound / 7
Performance / 7
Akkulaufzeit / 8
Software / 8.5
Preis / 8.5
Editor's Choice / 9
Hardware / 7.5
Display / 8
ASUS ZenPad 8.0 (Z380KL)

Schaut ihr nach einem günstigen Tablet, welches dennoch nicht direkt eure Kasse sprengt, dann seid ihr vom ASUS ZenPad 8.0 (Z380KL) sicher nicht enttäuscht. Alternativ gibt es auch noch das Modell mit Intel-SoC (Z580CA), welches eine nahezu ähnliche Performance bietet, also ebenso empfehlenswert ist.

7.9
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