Dell XPS 13 2017 (9360) Test: Kleines Update beim kleinsten 13-Zöller des Planeten?

Das Dell XPS 13 2017 (9360) ist in einer leicht überarbeiteten neuen Version erhältlich. Wir haben den 13-Zöller für euch getestet und sagen euch, ob sich die Anschaffung lohnt, wenn ihr schon den Vorgänger besitzt.
Pro
  • Sehr kompaktes Design
  • Akku-Laufzeit reicht für einen Arbeitstag
  • Wertige und robust wirkende Verarbeitung
Kontra
  • Glare-Display (Touch only), das stark spiegelt
  • Preis
  • Gewicht

Mein kleinstes 13 Zoll Testgerät kommt auf jeden Fall in der Farbvariante rose gold, eine neue Option für das XPS 13, und dem Intel Core i7 7500U Prozessor daher. Mittlerweile gibt es das Gerät aber auch mit dem neuen i7 7560U.

Dell XPS 13

Design des Dell XPS 13 9360

Groß geändert hat sich am Design nicht viel im Vergleich zum Vorgänger. Es fühlt sich sehr stabil und wertig an, gerade der Aluminium Body lässt es widerstandsfähig erscheinen. Hinzu kommt eine Carbon-Handballenablage, die noch einmal etwas zur Wertigkeit beiträgt und vor allem nicht so kalt wie eine Aluminium-Ablage ist. Die Verarbeitung hat eine gewohnt hohe Qualität und lässt nichts zu wünschen übrig. Ja, es ist etwas leichter als der Vorgänger (1,29 kg statt 1,32 kg), aber das macht sich im Alltag nicht wirklich bemerkbar.

Auf der linken Seite sind neben dem Netzanschluss ein USB-Typ-C-Anschluss (der Thunderbolt 3 unterstützt!), der 3,5 mm Klinken-Eingang für ein Headset/Lautsprecher und ein USB-3.0-Anschluss. Weiterhin findet sich hier noch ein kleiner Button zur schnellen Anzeige des Akkuladestandes und ein Lautsprecher.

Auf der anderen Seite findet sich dann der SD-Karten-Slot und ein USB.3.0.Anschluss mit PowerShare, sowie der andere Lautsprecher. Die Webcam beim XPS 13 ist – im Gegensatz zu Notebooks deren Display einen breiteren Bezel besitzen – unterhalb des Displays auf der linken Seite angebracht. Eine kleine Umgewöhnung für manche, dass sie den Klebestreifen nicht mehr über dem Display anbringen müssen. Hier hätte man meiner Meinung nach die Webcam aber auch in der Mitte anbringen können, anstatt sie so zu versetzen.

Die Verteilung der USB-3.0-Anschlüsse auf beide Seiten finde ich sehr sinnvoll, da man so mehrere Peripherie-Geräte anschließen kann, ohne sich Sorgen machen zu müssen, dass die USB-Kabel sich gegenseitig im Weg sind, oder sich verheddern. Auch sind die Abstände beim XPS 13 groß genug, um wirklich alles anschließen zu können – bei einigen Notebooks liegen die Anschlüsse so nah beieinander, dass man effektiv nur einen von zwei USB-Anschlüssen verwenden kann.

Ein kleiner Punkt, der mich stört, ist das Öffnen des XPS 13 – ich schaffe es nur selten mit einer Hand. Das liegt an dem sehr robust wirkenden Scharnier und ist ein Punkt, mit dem ich auf jeden Fall leben kann, wenn es bedeutet, dass ich mir um das Scharnier keine Sorgen machen muss. Auch ist die Oberseite des Notebooks sehr robust (Aluminium und Gorilla Glass sei Dank).

Das Dell XPS 13, das ich teste, kommt mit einem Touch-Display, das neben einem XPS-13-typischen sehr schlankem Bezel (5,2 mm!) sehr gut auf Eingaben über Touch reagiert. Touch-Display bedeutet aber auch ein glare Display (mit Corning Gorilla Glass), was man beim Arbeiten in der Sonne durchaus ein wenig merkt.

Display

  • Dat Bezel!
  • Arbeiten in der Sonne kann problematisch werden (Glare Touch Display)
  • Satte Farbdarstellung

dell xps 13 9360 Display 2017 02

Mein Testmodell des XPS 13 ist mit einem IPS Display in QHD+ (3.200 x 1.800 Pixel) Auflösung versehen. Backlight Bleeding hat mir keine Probleme bereitet. Mit einem 170° Viewing Angle kann man sich hier nicht wirklich beschweren. Hier macht einem das glare Display eher ein Problem beim Sichtwinkel, als das Panel.

dell xps 13 9360 Reflektion 2017 05

Und genau die glare Oberfläche ist es, die mich an diesem Display am meisten stört. Wenn man draussen oder im Café am Sonnenplatz arbeitet, kann es doch schnell mal dazu kommen, dass man ein wenig mit der Reflexion auf dem Display zu kämpfen hat und die Helligkeit mindestens auf 100 % setzen muss. Mit 400 nits ist das Display aber wenigstens auch in der Regel hell genug.

Die Farben werden vom XPS 13 gut und satt dargestellt. Die Farbechtheit ist okay, wer aber anspruchsvolle Bildbearbeitung mit dem XPS 13 durchführen will, sollte vielleicht noch einmal eine Kalibrierung vornehmen.

Den schmalen Bezel des XPS 13 kennt man ja bereits und der lässt das 13-Zoll-Display noch einmal eine Spur größer wirken, als andere Notebooks mit deutlich größerem Bezel.

Dell XPS 13 (9360) technische Details

13,3 Zoll IPS Display mit QHD+ Auflösung (3.200 x 1.800 Pixel)
Intel Core i7 7500U
Intel HD Grafik 620
8 GB RAM
256 GB SSD
Windos 10 Home (64 bit)
Touch Display
Etwa 8,5 Stunden Akkulaufzeit
15 mm dünn
1,29 kg Gewicht

Neu beim XPS 13 (9360) ist übrigens der WLAN-Chip von Killer. Der Killer-1535-Chip kann auch die Kollegen von Notebookcheck überzeugen.

Tastatur und Trackpad

  • Die Tastatur ist nichts für große Hände (mit dicken Fingern wie bei mir)
  • Das Trackpad ist absolut in Ordnung

dell xps 13 2017 04

Die Tastatur ist zum einen beleuchtet, was mich generell immer schon erfreut, zum anderen wurde das geringe Platzangebot so gut es geht ausgenutzt. Leider habe ich ein Testgerät mit amerikanischem Tastaturlayout erhalten, was für meine großen Hände mit einem ungünstigen Enter-Button versehen ist. Zudem weiß ich jetzt, wie Sascha sich fühlt, wenn es zu Umlauten kommt…

dell xps 13 9360 Tastatur 2017 03

Allerdings ist der Hubweg der Tastatur für ein so schlanke Gerät meiner Meinung nach absolut in Ordnung. Die Tastatur gehört definitiv zu den besseren in der Ultraslim-Notebook-Welt.

dell xps 13 9360 beleuchtete Tastatur 2017 10

Was ich immer gut finde, ist eine beleuchtete Tastatur – damit ist das Arbeiten im Dunkeln einfach angenehmer! Zum Glück kommt das XPS 13 9360 mit einer beleuchteten Tastatur!

dell xps 13 9360 Trackpad 2017 06

Das Trackpad stört mich nicht, es ist ausreichend groß und reagiert gut. Es reagiert schon fast zu gut, wenn man klicken will, beziehungsweise eben nicht klicken, sondern scrollen. Dennoch ist es eine angenehme Alternative zur Eingabe über eine Maus.

Performance

  • Für den Alltag mehr als ausreichende Performance
  • Durchschnittliches Ergebnis im PCMark 8

Die Performance des XPS 13 ist subjektiv betrachtet so, wie sie von einem Gerät mit SSD und Core i7 Prozessor zu erwarten ist: Sehr schnell. Ich konnte in den 2 Wochen Testzeit keine Probleme feststellen und bin mit der Leistung im Alltag sehr zufrieden. Allerdings hat sich mir der Unterschied zwischen Kaby Lake und Skylake im Alltag nicht wirklich offenbart.

Der Alltag für mich bedeutet 5-10 Tabs in Google Chrome offen zu haben, Outlook, PowerPoint und Word zu verwenden und via Slack mit Kollegen zu kommunizieren. Ab und an mal einen Hangout. Die diversen Social Networks und YouTube sind in den Tabs natürlich offen.

Der PCMark 8 Test zeigt, dass es zwar keine überragenden Werte, aber durchaus akzeptable Werte mit dem XPS 13 erzielt werden. Letztlich zählt für mich aber der subjektive Eindruck mehr.

Dell XPS 13 9360 PC Mark 8 Result

Sound

  • Lautsprecher sind eine Enttäuschung
  • MaxAudio verzerrt Tonwiedergabe, sollte deaktiviert werden

Der Sound fällt für mich etwas aus dem Rahmen, da die 1 Watt Lautsprecher an den Seiten des XPS 13 eher unbeeindruckend sind. Sie erfüllen ihren Dienst, aber wer auf tolle Netflix/Amazon Prime Sessions mit QHD+ und tollem Sound hoffte, wird wahrscheinlich vom Klangerlebnis etwas enttäuscht werden.

Zunächst klang der Sound gedämpft, verzerrt und war viel zu Bass-lastig. Bei Filmen war es sehr schwer zu verstehen, was gesagt wurde. Nach der Deaktivierung von MaxxAudio wurde es etwas besser, doch die zwei kleinen Lautsprecher können einfach kein Kino-Sounderlebnis liefern – was man aber auch nicht erwarten kann.

Meine Empfehlung ist aber ganz klar: Nutzt Kopfhörer, wenn ihr ordentlichen Sound benötigt.

Software

  • Keine Bloatware!
  • Linux-Alternative verfügbar
  • Kein Windows Hello

Das Dell XPS 13 9360 kommt mit einer Windows 10 Home Lizenz daher, zusätzlich kann man sich beim Kauf noch weitere Software mit aussuchen, wie beispielsweise Office oder das meiner Meinung nach unnötige McAfee.

Tatsächlich war mein Testgerät soweit frei von Bloatware, wie auch ein Test mit dem PC Decrapifier zeigt:

Dell XPS 13 9360 PCDecrapifier

Allerdings ist auch kein Windows Hello dabei. Also keine Möglichkeit, das Gerät mit meinem Gesicht zu entsperren. Auch ein Fingerabdruckscanner ist nicht dabei, den müsste man sich also zusätzlich besorgen.

Es gibt allerdings eine Dell XPS 13 9360 Developer Edition mit Ubuntu (Linux) 14.04 und sonst gleichen Specs, wie die Windows 10 Version. Für alle, die also kein Windows benötigen, sondern lieber mit Linux arbeiten.

Akkulaufzeit

  • Reale Akkulaufzeit genügt für einen Arbeitstag
  • Screen-On Zeit von etwa 6h50

Ich habe das Gerät nun etwa 2 Wochen im normalen Einsatz gehabt und bin auf eine durchschnittliche Akku-Laufzeit von 8 Stunden und 36 Minuten gekommen. Dabei habe ich meine normalen Arbeitsbedingungen beibehalten, was aktiviertes WLAN und angepasste Helligkeit bedeutet. Wer hier also das WLAN deaktiviert und die Helligkeit herunterschraubt, könnte gegebenenfalls noch etwas mehr Akku-Laufzeit herausholen.

Reine Screen-On-Zeit hat bei mir etwa 6 Stunden und 50 Minuten ergeben:

Battery Report: Since OS install 6:49:18 – 6:49:18.

Wenn der Akku einmal komplett entladen ist, braucht es etwa 2 bis 2,5 Stunden, um ihn wieder auf 100 Prozent zu bringen.

Preis

Das Dell XPS 13 9360 mit Intel Core i7 7500U, 512 GB SSD und 16 GB RAM gibt es ab 1.599 €. Für 250 € weniger (1.249 €) gibt es bereits das Dell XPS 13 mit Intel Core i5 7200U, 8 GB RAM und 256 GB SSD.

Wer unbedingt ein 2-in-1 haben möchte, kann auch den neuen XPS 13 2-in-1 für 1.899 € wählen. Dieser kommt mit einem Intel Core i7 7Y75 Prozessor und 8 GB RAM, sowie 512 GB SSD daher.

Bewertung
Design / 8
Sound / 3
Performance / 7.5
Akkulaufzeit / 8.6
Software / 9.5
Preis / 6
Editor's Choice / 7
Hardware / 8
Display / 8
Ausstattung / 8.5
Alltagsnutzen / 8.5
Verarbeitung / 8.5
Dell XPS 13 (2017)

Insgesamt ist das Dell XPS 13 9360 ein schönes Arbeitsgerät für den ultramobilen Einsatz. Obwohl die 1,29 kg Gewicht sich im Vergleich mit aktuellen ultramobilen Notebooks um die 1 kg deutlich schwerer anfühlen, bekommt man hier ein rundes Paket. Für alle, die auf der Suche nach einem leistungsfähigen, mobilen Gerät suchen, ist der XPS 13 eine sichere Bank.
Wer allerdings schon ein XPS 13 mit Skylake-Prozessor, oder ein vergleichbares Gerät besitzt, wird über die kleinen Updates durch den Einsatz von Kaby Lake und des neuen WLAN-Chips die hohen Anschaffungskosten wohl kaum rechtfertigen können. Denn so viel hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht geändert.

Für alle, die gerne im Freien oder in der Sonne arbeiten, würde ich die FHD-Variante mit nonglare-Display empfehlen – sofern man auf die Eingabe via Touch verzichten kann.
Insgesamt sollte man sich überlegen, ob man wirklich den Core i7 und die 16 GB RAM benötigt, denn die günstigere Core i5/8 GB/256 GB Variante des XPS 13 bringt für die meisten Einsatzgebiete genügend Leistung mit und spart 250 €. Das wäre im Zweifel eher meine Wahl, als die 250 € für etwas mehr Leistung (und doppelt so viel Speicherplatz) auszugeben, die ich im Alltag kaum bemerke.

7.6
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