DJI Spark – Kleine Drohne mit großer Technik [Update: Hands-On]

DJI stellt mit der Spark die wohl kleinste aber gleichzeitig auch leistungsfähigste Consumer Drohne auf dem Markt vor. Wir verraten euch wie sie sich im Vergleich zu einer ausgewachsenen Drohne schlägt.

Update vom 26.05.2017
Wie schon in dem ursprünglichen Artikel angekündigt, hatten wir auf Einladung von DJI die Möglichkeiten als eins der ersten Techblogs in Deutschland die DJI Spark in einem ersten Hands-On und kurzem Test zu begutachten.

Im Rahmen des 24 Stunden Rennens am Nürburgring, bei dem DJI einer der Hauptsponsoren ist und mit drei Drohnen Teams vor Ort für Live-Luft Bilder vom Rennen sorgt, wurde die Spark zum ersten mal in Deutschland gezeigt.

Da der gesamte Nürburgring für die Dauer des 24h Rennen zu einer No-Fly Zone erklärt, sind wir im Anschluss der Präsentation ein paar Kilometer abseits der Strecke zum Testen gefahren. Die Gelegenheit vor Ort haben wir dann auch umgehend für einen ausführlichen Livestream genutzt.

Erste Eindrücke DJI Spark

War ich Anfangs noch ein wenig skeptisch ob es tatsächlich sinnvoll sein kann eine Drohne ohne eigenen Controller zu verkaufen, so muss ich jetzt sagen: Hut ab vor dem was DJI da aus der Tasche gezaubert hat.
Die Steuerung per Tablet oder Smartphone funktioniert erstaunlich gut. In der Vergangenheit war dies bei anderen Drohnehersteller oft ein Problem. Sowohl der Video Livestream mit 720p wie auch die Latenz (also die Zeit wie schnell die Drohne auf eure Steuereingabe reagiert) waren hervorragend.

Die von DJI angekündigte Steuerung per Gesten, ist im ersten Augenblick ein klein wenig gewöhnungsbedürftig hat man aber schnell verinnerlicht. Die Möglichkeit die Drohne auf die Handfläche zu legen und durch zweimaliges kurzes Drücken auf den Power Knopf mit seinem Gesicht „zu koppeln“ funktionierte absolut problemlos. Nach der Koppelung starten die Rotoren und ihr könnt die Spark einfach loslassen und sie bleibt an der Stelle in der Luft schweben. Ihr habt dann die Möglichkeit die Drohne mit der ausgestreckten Hand frei im Raum zu positionieren. Wenn ihr der Spark zuwinkt steigt sie automatisch in die Höhe und Weg von euch, so dass ihr ein schönes Foto per Geste auslösen könnt. Mein einziger kleiner Kritikpunkt an der Gestensteuerung ist, dass ihr nur Fotos in diesem Modus aufnehmen könnt. Gerade ein kleines Dronie als Video zu haben wäre eine schöne Erweiterung des Gestenmodus. Aber ich würde behaupten das wir diese Funktion vielleicht in einem Update in der Zukunft bekommen könnten.

Wunderbar funktionieren dafür die bereits im Artikel beschriebenen QuickShoot Funktionen. Wie ihr in dem obigen Dronie sehen könnt.

Zwischenfazit nach dem Hands-On DJI Spark

Die Idee von der Spark hat mir bereits bei der Premiere sehr gut gefallen. Ich war anfangs nur ein wenig skeptisch ob DJI auch wirklich in der Lage ist die Drohne ohne Controller vernünftig steuerbar zu machen. Wie sich nach dem Hands-On herausgestellt hat, war diese Sorge aber unbegründet. Die Spark ist in meinen Augen eine ideale Einsteiger Drohne die sehr gute Technik bietet. Sicherlich bei einem Einstiegspreis von 599€ kann man nicht von einem Schnäppchen reden. Nach dem ersten Hands-On bin ich der Meinung, dass der Preis bei der gebotenen Technik absolut in Ordnung ist.

Wir hoffen das wir sehr zeitnah an ein Testgerät kommen und euch dann einen ausführlichen Testbericht nachliefern können. Falls ihr Fragen habt, oder es Details von der Spark gibt die euch besonders interessieren, schreibt schnell noch einen Kommentar damit wir das bei unserem Test berücksichtigen können.

Original Artikel vom 25.05.2017

Mit der DJI Spark hat der Marktführer aus Shenzhen heute in New York einen neuen Mini Quadrocopter vorgestellt, der es in sich hat. Dass DJI großartige Technik in kleinsten Raum packen kann, haben sie ja bereits schon mit der DJI Mavic Pro bewiesen, die bei unserem Test die Traumnote von 9,0 erreicht hat.

Mit nur 300g Gewicht und extrem kompakten Maßen findet die Spark in nahezu jeder Tasche Platz. Die DJI Spark kann direkt von eurer Handfläche aus gestartet werden und benötigt zur Steuerung noch nicht einmal einen Controller, sondern kann komplett über Gesten gesteuert werden. Die Möglichkeit, Funktionen über Gesten zu steuern hat DJI ja bereits in Ihren großen Drohnen vorgestellt, aber die Möglichkeit komplett auf einen Controller zu verzichten, ist so noch neu auf dem Markt.

Für anspruchsvollere Flugmanöver kann die Spark weiterhin über einen externen Controller oder über euer Smartphone gesteuert werden.

Die Spark wird zum Start in fünf Farben erhältlich sein: Alpine White, Sky Blue, Meadow Green, Lava Red und Sunrise Yellow.

Flugmodi DJI Spark

Die DJI Spark ist eine Drohne, die für den schnellen Schnappschuss unterwegs gedacht ist. Mit den neuen „QuickShoot“ genannten Flugmodi stehen euch vier verschiedene automatische Flugmanöver zur Verfügung, die euch spektakuläre Video- und Fotoaufnahmen ermöglichen sollen:

  • Rocket Shoot: Die Drohne steigt senkrecht nach oben bei nach unten gerichteter Kamera.
  • Dronie Shoot: Die Drohne fliegt von euch weg und steigt gleichzeitig auf.
  • Circle Shoot: Die Drohne umkreist euch während die Kamera stets auf den Mittelpunkt gerichtet ist.
  • Helix Shoot: Eine Kombination aus Rocket, Dronie und Circle Shoot. Ihr werdet umkreist, während die Drohne gleichzeitig aufsteigt und von euch weg fliegt.

Jeder der QuickShoot-Modi erstellt automatisch ein 10s langes Video, das ihr auf dem sozialen Netzwerk eurer Wahl teilen könnt.

Neben den neuen Modi sind aber auch altbekannte Modi mit am Start. Besonders beeindruckend finde ich, dass die kleine Spark auch den ActiveTrack-Modus besitzt, der uns schon beim Test der Mavic gefallen hat.

Da die Spark besonders einfach zu fliegen sein soll, unterstützt sie auch den Tap-to-Fly-Modus, bei welchem ihr einfach nur auf dem Bildschirm per Fingertipp den Punkt bestimmen könnt, zu dem ihr hinfliegen wollt. Auch die Spark besitzt eine Kollisionserkennung in der Front, mit der sie Hindernisse erkennt und die Drohne rechtzeitig zum Stehen bringt.

Für den Fall, dass ihr es bevorzugt, lieber selbst zu fliegen, könnt ihr dies mit dem Controller oder dem Smartphone auch problemlos tun. Für die eiligen besitzt die Spark auch wieder einen Sport-Modus, mit dem sie bis zu 50 km/h schnell fliegen kann.

Kamera DJI Spark

Der 1/2.3 inch CMOS Sensor der Spark nimmt Fotos mit 12 Megapixeln auf und erlaubt Videoaufnahmen in Full-HD mit 1080p. Dank eingebauter 2-Achsen-Stabilisierung und Ultra Smooth-Technologie sollen die Videos auch wieder gewohnt verwackelungsfrei sein. Im Vergleich zu den großen Drohnen-Geschwistern, die alle über 3-Achsen-Stabilisierung verfügen, bleibt abzuwarten, wie gut die Bildstabilisierung in der Praxis ist.

Neben dem Panorama-Modus, der automatisch für euch ein Panorama im Hochkant- oder Querformat erstellt, gibt es in der Spark zum ersten mal den ShallowFocus-Modus. In diesem Modus wird nur das fokussierte Element scharf gestellt und der Rest des Bildes wird unscharf.

Gesteuert wird die Spark über die DJI GO 4-App. Diese verfügt auch über einen kleinen eigenen integrierten Videoeditor, mit dem ihr eure Aufnahmen von der Drohne direkt zu einem kleinen Film zusammenschneiden und dann teilen könnt.

Flugsicherheit DJI Spark

DJI ist sich seiner Verantwortung bei Drohnen sehr wohl bewusst. Auch die Spark verfügt über eine Vielzahl von Sensoren, um das sichere Fliegen für die Kunden und die Umgebung zu gewährleisten. Neben der Hauptkamera sorgen fest nach unten gerichtete Kameras, zwei nach vorne gerichtete 3D-Sensing-Kameras, das Dual-Band-Satellitenpositionierungssystem (GPS und GLONASS), IMU und 24 Prozessoren für mehr Sicherheit. Die Spark ist in der Lage, bis 30 m Höhe automatisch die Position zu halten und Hindernisse in der Flugbahn bis zu 5 m im voraus zu erkennen.

Auch die Spark verfügt über die bekannte Return-to-home-Funktion, die die Drohne bei niedriger Batterieladung oder bei Verbindungsverlust sicher wieder zurück zum Startpunkt steuert und automatisch landet.

Auch berücksichtigt werden die Flugverbotszonen in der App, so dass ihr nicht aus Versehen in Bereichen fliegt, in denen es nicht erlaubt ist. Die Reichweite der Videoübertragung beträgt bei optimalen Umgebungsvoraussetzung 2 km mit einer Auflösung von 720p, die Batterie soll bis zu 16 min Flugzeit bieten.

Preis und Verfügbarkeit DJI Spark

Vorbestellbar ist die DJI Spark ab sofort und die Auslieferung soll im Juni beginnen. Persönlich rechne ich nicht mit so großen Lieferschwierigkeiten wie bei der Mavic Pro seinerzeit. Der Preis mit 599€ ist bei weitem kein Schnäppchen. Vor allem, wenn man dann noch mal den Remote Controller für 179€ extra kaufen muss. Natürlich könnte man auf diesen verzichten dank Gesten- und Smartphonesteuerung. Extra Batterien schlagen mit 59€ zu Buche. Auch für die Spark gibt es wieder ein sogenanntes Fly More Combo-Angebot, welches für 799€ Controller und Extra-Batterie beinhaltet.

Zwischenfazit DJI Spark

Auf den ersten Blick gefällt mir die DJI Spark sehr gut. In so kleiner Hülle so viel Technik unterzubringen ist schon ein Kunststück. Da ich selber schon seit vielen Jahren DJI-Produkte benutze, mache ich mir auch keine Sorgen um die Qualität der Spark. Ich bin mir sehr sicher, dass DJI eine Drohne bietet, die ideal als Kameraersatz auf Reisen dient. Die geringe Größe und das geringe Gewicht werden es auch ermöglichen, die Drohne an Orten zu fliegen, an welchen sich man sonst wohl eher nicht trauen würde, eine ausgewachsene Drohne starten zu lassen.

Der Preis ist aber durchaus diskutabel. So wie ich das sehe, versucht DJI damit in die Lücke zu gehen, die das Smartphone im Kameramarkt aufgerissen hat. Die wenigsten von uns kaufen noch eine extra Kamera für den Urlaub, sondern nehmen die meiste Zeit ihr Smartphone, um Bilder zu machen. Nur noch ambitionierte Hobbyisten und Profis geben Geld für eine richtige Spiegelreflex-Kamera aus. In diese Lücke steigt die Spark auf, die für vergleichbares Geld Blickwinkel liefert, die ihr nicht ohne weiteres mit einer Spiegelrefelex-Kamera machen könnt.

Wir werden am Freitag im Laufe des 24h-Rennens am Nürburgring die Möglichkeit haben, ein erstes Hands-On mit der DJI Spark zu haben und werden den Test dann umgehend um unsere Erfahrung erweitern. Damit ihr den Livestream nicht verpasst, stellt sicher, dass Ihr uns auf Facebook abonniert habt.