Google Pixel 5 und Google Pixel 4a 5G Smartphone Test Review Mobilegeeks

Google Pixel 5 und Pixel 4a 5G – Ein Schritt in die richtige Richtung

Wir haben das Google Pixel 5 und das Google Pixel 4a 5G im Haus. Zwei auf dem ersten Blick fast identische Geräte mit Unterschieden in den Details. Was sie aber definitiv gemeinsam haben ist der überraschend günstige Preis ohne Kompromiss bei den Hauptfeatures und ohne den Schwächen des Vorgängers. Für die Pixel-Serie der Schritt in die richtige Richtung.

von Ümit Memisoglu am 14. Oktober 2020

Nachdem das Google Pixel 4a mit seiner hervorragenden Kamera Anfang Oktober für günstige 340 Euro endlich auf dem deutschen Markt gestartet ist, wurde unter Fans mit Spannung auf die vollständigen Leaks des Google Pixel 5 gewartet. Dabei stellten sich viele Fragen rund um die unterschiedlichen Größen, da das Google Pixel 4a diesmal ohne XL Variante kam und auch von einem schwächeren Chipset beim Flaggschiff die Rede war.

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Heraus kam dabei nicht nur das Google Pixel 5 ohne XL Variante für überraschende 613,14 Euro in Deutschland (16% MwSt), sondern auch die geistige XL Variante des Google Pixel 4a mit dem Google Pixel 4a 5G, welches neben einem größeren Display und Akku auch mit dem Snapdragon 765G mit einem besseren Chip daherkommt und in Deutschland 468,40 Euro kostet. Dieser Chipset ist aber identisch zum Google Pixel 5. Dabei ist das Google Pixel 4a 5G dem Google Pixel 5 bei Kameras, Chipset etc. deutlich näher als dem 4a, weshalb es eher wie ein Google Pixel 5 lite XL wirkt und theoretisch auch ist, da es etwa beim 90 Hz Display, der IP Zertifizierung, den Materialien, dem fehlenden Wireless Charging und mit dem, trotz größerem Körper, kleineren Akku das “Lite” im Namen verdienen würde.

Auch wenn die Strategie von Google hier etwas komisch wirkt, ist der Ansatz von Google ein guter. Statt teuren Premium-Flaggschiffen, wie das Samsung und andere dieses Jahr weiterhin versuchen durchzusetzen, setzt man auf seine besten Features, löst die größten Probleme des Google Pixel 4 und geht flexibel mit dem Markt in Zeiten einer Pandemie um. Google selbst bietet sogar 24 Monate 0% Finanzierung an.

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Der schwächere Chip wird sich für den Großteil der Menschen nicht bemerkbar machen, da selbst Mittelklasse-Chips mittlerweile mehr als stark genug sind und hier, wie bei der Kamera auch die Software und dessen Optimierung bei weitem die wichtigste Rolle einnimmt. Gerade die Kamera gehört ist selbst beim 340 Euro Google Pixel 4a besser als die eines Samsung Galaxy Note 20 Ultra 5G für 1300 Euro. Durch den Chip ist auch der Akku effizienter, wo ich mit dem Pixel 5 sehr gut durch den Tag mit 30% gekommen bin, wo das Pixel 4 nach einem halben Tag aufgegeben hat. Wenn ich dafür mehrere hundert Euro einsparen kann: Gerne. Wenn das Pixel 5 etwas größer wäre, wäre es mit Sicherheit das Daily Driver Gerät für mich, gerade, weil das Pixel 5 jetzt mit einem Ultraweitwinkel-Sensor daherkommt. Ein Telezoom ist nämlich bei dem sehr guten Software-Zoom des Google Pixel 5 eher überflüssig.

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Worte wie Mainstream und Flaggschiff-Killer passen hier deutlich besser als bei OnePlus oder anderen Herstellern. Wobei Mainstream durch die limitierte Stückzahl zum Launch, wo das Google Pixel 5 sofort ausverkauft war und anderen Faktoren ein Club ist, dem Google hier nur schwer beitreten können wird. Gerade wenn man sieht, dass Apple mit seiner ganzen 12er Reihe versucht dieses Jahr praktisch jeden mitzunehmen und da zu viele Komfortfeatures bietet, wo der anfängliche Pixel User etwas überfordert mit der Software wirken wird, da Features, die bei vielen Geräten Standard sind meist nicht vorhanden sind. Das Pixel OS ist quasi die Basis auf der man sich durch zusätzliche Apps sein Gerät aufbaut, was für die einen ein Vorteil und Kaufanreiz ist und für die anderen ein Grund das Gerät umzutauschen.

Womit das Pixel 5 überzeugen kann ist aber Hauptsächlich die Kamera, denn nicht nur die Hauptkamera ist in seiner Qualität unerreicht, sondern auch der Portrait-Modus und selbst die Selfie-Kamera haut alles weg, was aktuell auf dem Markt ist, sofern man gerne Schnappschüsse macht. Ich sage immer gerne, dass man mit einem Pixel Müll fotografieren kann und es würde gut aussehen.

Der Nutzerfreundliche Kamer-Algorithmus hilft sowohl dem schlechtesten als auch dem besten Fotografen ein Top Ergebnis zu liefern, was man immer so, wie es ist, posten könnte ohne sich zu schämen. Teilweise mache auch selbst ich in bestimmten Situationen lieber ein Schnappschuss mit einem Pixel um nicht die Kamera hervorholen, das Bild übertragen und dann bearbeiten zu müssen um ein Bild zu bekommen, was auf Sozialen Medien und selbst hier auf dem Blog durch Komprimierung gar nicht mal so viel anders, teilweise sogar besser aussieht. Was auch bei Selfies, Portraits und im dunkeln mit dem Nachtmodus nicht anders ist.

Einige Bilder vom kurzen Tagesausflug gestern:

Natürlich bekommt man auch einige Extras mit jedem Pixel wie Google Drive Gallerie-Uploads in besserer Qualität, 3 Monate Google One, einen Testmonat für Google Stadia mit einigen kostenlosen Spielen, die man im Abo spielen kann und wo man andere teilweise zum Vollpreis zusätzlich zum Abo kaufen muss. Aber das sind Dinge, die nur die wenigsten interessieren.

Alles in einem ist es ein Pixel, wie man es kennt. Das Gefühl von einem Pixel 3 zum Beispiel zum Pixel 5 zu wechseln ist praktisch so, als hätte man nur den Body getauscht, der hier wesentlich besser ist als bei jedem anderen Pixel zuvor, wenn man die Displayqualität und die Displayränder anschaut, die selbst beim 4a und 4a 5g optimiert und Richtung randlos gehen, was die Pixelgeräte endlich mal im Bezug auf das Frontdesign modern macht.

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Es spricht wirklich überhaupt nichts gegen ein Google Pixel 5 und auch ein Google Pixel 4a 5G. Solltet Ihr auf der Suche nach einem neuen Smartphone sein, könnt Ihr euch zumindest sicher sein, das Ihr dieses mal nicht nur günstiger wegkommt, sondern die rundeste und designtechnisch modernste Pixel-Erfahrung bekommt. Ja, das kleine Google Pixel 4 hat den stärkeren Chip, aber dieser wird nicht mehr produziert, der Akku ist schrecklich und die Software war und ist teilweise nicht so gut auf die Hardware optimiert, wie bei den neuen Geräten. Und da ziehe ich ganz klar den günstigeren Preis, das bessere Display/Design, die Ultraweitwinkelkamera  und den auf dem Papier schwächeren Chip vor. Und wer 5G möchte bekommt es mit beiden Geräten. Bzw. “5G Sub 6G”, wie das auf der Verpackung geschrieben steht, wovon man sich aber nicht beirren lassen sollte.

Der nächste Schritt den Google meiner Meinung jetzt gehen muss ist:

  • Diese Strategie in ähnlicher Form, wenn auch nicht ganz gleich, mit dem Pixel 6 fortsetzen, um sich von der Masse abzuheben.
  • Mehr davon produzieren, damit die Leute das Gerät auch kaufen können. Denn ich gehe hier nicht von einer künstlichen Verknappung aus, sondern wirklich von einer ersten Welle um zu sehen, wie das Gerät ankommt um nicht wie beim (zumindest kleineren) Google Pixel 4 auf Geräten sitzen zu bleiben.