Huawei mate x
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Faltbare Smartphones

Huawei Mate X Preview – Warum brauchen wir ein faltbares Smartphone?

Wir konnten uns bereits eine Preview zum Huawei Mate X auf dem MWC 2019 anschauen. In diesem Artikel erzählen wir euch nicht nur alles, was wir über das Mate X wissen, sondern versuchen auch kurz auf die Frage einzugehen, warum man eigentlich ein faltbares Smartphone braucht.

von Nicole am 24. Februar 2019

Das Display des Huawei Mate X geht um das Smartphone herum mit einem 8 Zoll Display (8:7,1), wo es nach dem Falten vorne 6,6 (19,5:9) und hinten 6,38 (25:9) Zoll groß ist. Die eine Seite ist dabei kleiner aufgrund der Kameraleiste an der Seite. Um sich dem futuristischen Display anzupassen kommt das Gehäuse in der Farbe “interstellar blue” und an dessen Seite findet man einen Powerbutton mit Fingerabdrucksensor. Im gefalteten Zustand ist es dabei 11 mm dick und im ausgefalteten Zustand 5,4 mm dünn.

Es hat vier Kameras am seitlichen Griff mit dem es leichter ist das Huawei Mate X einhändig zu halten. Die Leica Kameras werden euch sicher den Instagram Influencer Lifestyle um einiges erleichtern. s wEines der Vorteile dieses Kamerasetups ist, dass man das kameraseitige Display als einen Spiegel nutzen kann, sodass die Person dessen Foto man aufnimmt sehen kann, wie sie aussieht. Das hilft auch bei Livestreams, wo man direkt die beste Kamera nutzen und dabei sehen kann, ob man im Bild ist. Latenzen sollten hierbei aufgrund der Vorteile von 5G kein Problem sein.

Ohne Zweifel ist der Wow-Faktor eines ausfaltbaren Smartphones enorm und die Technologie sehr futuristisch. Faltbare Smartphones versuchen hierbei 3 Probleme zu lösen:
– Wir wollen größere Displays für Entertainment und Produktivität
– Die Tatsache, dass im Bereich Smartphones die Innovationen ausgehen und man Leute wieder für Smartphones begeistern will.
– Und eventuell das Problem, dass Leute zu viel Geld haben

Aber die Frage ist. Brauchen wir wirklich mehr Display um Videos unterwegs zu Streamen und eignet sich überhaupt das Format dafür? Man sieht oft Leute unterwegs mit winzigen gerissenen Displays im Zug Netflix oder ähnliches schauen. Aber es wirkt zumindest nicht nach einem Problem, dass man langfristig so lösen kann, denn da reichen auch sicher Mittelklasse phablets, auch wenn diese noch kein 5G haben. Sinnvolle Anwendungen wird man eher im Business- oder Kreativen-Bereich sehen, wo die Mate Serie immer Ihren Schwepunkt setzt.

Huawei Mate x

Es ist kein Zufall, dass faltbare Smartphones in dem Jahr kommen, wo jeder versucht 5G zu pushen, denn mehr Streaming bedeutet auch mehr Daten. Das Huawei Mate X kommt mit dem 7 nm Balong 5000 mit Quad 5G, was laut Huawei sogar Sub 6G sein soll, welches euch erlaubt 1 GB an Video in 3 Sekunden herunterzuladen. Ein Problem von 5G ist jedoch der massive Akkuverbrauch. Das Huawei Mate X hat zwei Akkus, die zusammen auf 4500 mAh kommen. Das ist nicht viel, aber um das zu kompensieren kann man mit 55W SuperCharge 85% in 30 Minuten Laden.

Es wird interessant zu sehen, ob das Foldable-Segment eventuell sogar die Verkäufe von Smartphones der aktuellen Generation vorantreiben wird, denn es gibt keinen Zweifel daran, dass faltbare Smartphones die Menschen dazu anregen über die Zukunft von Smartphones zu reden und nachzudenken.

Natürlich ist klar, dass es noch keinen definiterten Use Case für faltbare Smartphones gibt. Trotzdem haben wir als MobileGeeks ein “haben-wollen” Gefühl beim Huawei Mate X, auch wenn es das nächste Google Glass sein könnte, also eine Technologie über die noch immer gesprochen wird, die aber leider nirgendwohin führte. Mit 2299 Euro in unserer Hosentasche zum ausgeben bereit (ja, das ist sehr viel und sogar teurer als das Samsung Fold), könnt Ihr euch schon mal auf unseren Test vorbereiten, wenn das Huawei Mate X Mitte des Jahres erscheint.

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