MWC 2016
Huawei MateBook Test: Hands on und erste Eindrücke

Huawei hat in Barcelona beim MWC soeben sein MateBook vorgestellt, sein erstes 2-in-1 Notebook. Wir konnten uns das 12-inch große Gerät mit optionalem MatePen bereits für euch anschauen.

Huawei hat soeben beim MWC in Barcelona – wie erhofft – das Huawei MateBook vorgestellt! Dabei handelt es sich um ein 12-inch großes 2-in-1 mit 1440p-Display, Intel Core m-Prozessoren und der Möglichkeit, optional sowohl ein Tastatur-Cover (in verschiedenen Farben) zu erwerben, als auch den sogenannten MatePen – einen drucksensitiven Stylus – und das MateDock.

Huawei MateBook 05

Bei der Vorstellung des Huawei MateBook erklärte uns das Unternehmen eingangs, dass PCs u.a. daran kranken, dass sie zu unförmig sind, die Displays nicht hoch genug auflösen und der Akku nicht lang genug hält. Nach der Generation der Desktop-PCs und der „normalen“ Notebooks ist man jetzt bei der Generation der äußerst mobilen 2-in-1s angekommen.

Huawei Matebook (19)

Äußerst mobil soll natürlich auch das MateBook sein und Huawei schafft dafür die perfekten Bedingungen: Der 12-Incher wiegt nämlich lediglich 640 Gramm und ist damit deutlich leichter als beispielsweise ein Surface Pro 4 oder ein iPad Pro. Auch beim Charger spart man noch Gewicht ein, denn gegenüber einem klobigen Netzteil bei üblichen Notebooks wiegt das Teil in diesem Fall gerade einmal 110 Gramm. Mit 6,9 mm ist das MateBook zudem auch außergewöhnlich dünn.

Huawei Matebook (1)

 

Huawei MateBook – Hardware

In dem kompakten Gerät kommen Intel Core m-Prozessoren der 6. Generation zum Einsatz, die Palette reicht von Core m3 bis Core m7 und bis zu einem Takt von 3,1 GHz. Bei den unterschiedlichen Konfigurationen habt ihr zudem die Wahl zwischen 4 und 8 GB RAM und zwischen 128 und 512 GB Speicher. Preislich wird das mit der kleinsten Version – Core m3, 4 GB RAM, 128 GB Speicher – bei 799 Euro losgehen, für die leistungsstärkste Ausführung blättert ihr einen Tausender mehr auf den Tisch des Hauses.

Obwohl das MateBook nur 6,9 mm dünn ist, hat man zudem einen 4430 mAh Akku im Gerät unterbringen können, der dafür sorgen soll, dass das MateBook zehn Stunden lang durchhält. Hier habt ihr die eben verkündeten Preise in der Übersicht:

Huawei MateBook 17

Abgerundet wird der ganze Spaß durch einen USB Typ-C-Anschluss an der Seite, zudem befindet sich auf der gleichen Seite noch ein Fingerabdruck-Sensor, den Huawei als ersten „Single Touch Side Fingerprint Sensor“ angekündigt hat. Mit dem ist es euch möglich mit einem Swipe die Kiste zu starten, ihr könnt dabei die Abdrücke von verschiedenen Fingern für verschiedene Profile hinterlegen.

Huawei MateBook Display

Huawei Matebook (7)

Wie eingangs erwähnt, löst das 12 Zoll große Display mit 2160 x 1440 Pixeln auf und bietet 400 Nits Leuchtdichte. Das Display löst nicht nur ordentlich auf, Huawei hat sich auch bemüht, möglichst wenig Platz zu verschenken und so ergibt sich eine Screen-to-Body-Ratio von 83,5 Prozent. Zum Vergleich: Apple kommt beim iPad Pro auf 76 Prozent, Microsoft beim Surface Pro 4 auf 77 Prozent.

Damit ist nicht nur klar, dass Huawei die beiden in dieser Disziplin locker aussticht – sondern auch, dass Huawei sein MateBook ganz bewusst als Konkurrenz zu diesen beiden mobilen Business-Geräten platziert.

„The New Style of Business“ – das Zubehör

Huawei Matebook (18)

Damit aus dem MateBook auch tatsächlich ein Business-taugliches Device wird, hat sich Huawei auch bezüglich des Zubehörs etwas einfallen lassen. Logischerweise ist für das Gerät eine Tastatur erhältlich, wie es sich für ein 2-in-1 gehört. Die abnehmbare Tastatur hat dabei 1,5 mm Spiel – 0,2 mm mehr als beim Surface Pro 4.

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Aus dem Cover, welches beim zugeklappten MateBook das komplette Gerät umschließt, könnt ihr euch einen Kickstand basteln – der bietet zwei verschiedene Positionen: Einen 67 Grad- und einen 52 Grad-Winkel.

Huawei MateBook 10

Zur Eingabe gibt es neben der Tastatur optional auch noch den ebenfalls neu vorgestellten MatePen! Der soll laut Huawei mit einer Akkuladung einen Monat lang auskommen und unterstützt 2048 Druckstufen. Es ist aber nicht nur ein Stift, mit dem ihr auf dem 12 Zoll großen Display schreiben könnt: Alternativ könnt ihr den MatePen auch als Laser-Pointer nutzen – perfekt für Präsentationen!

Huawei Matebook Zubehör (5)

Neben dem Stift und dem Keyboard wird es zudem das MateDock geben – eine Docking-Station, die einen zusätzlichen Akku beherbergt, zudem aber auch noch diverse Anschlüsse (USB-A und -C, Micro-USB, Ethernet). Wie ihr auf dem nächsten Bild seht, könnt ihr in diesem Dock auch den MatePen unterbringen, damit ihr den nicht separat mit euch führen müsst.

Huawei MateBook 16

Bei den Accessoires wird auch nochmal zur Kasse gebeten: Die Tastatur ist für 149 Euro erhältlich, den Stift gibt es bereits für 69 Euro und für das MateDock zuguterletzt werden schließlich 99 Euro fällig.

Huawei MateBook 18

Damit kann sich der Preis für euer MateBook natürlich deutlich erhöhen, das gilt aber andererseits natürlich auch für die Funktionalität des 2-in-1s aus China.

Preise und Verfügbarkeit

Zwei verschiedene Versionen des MateBook wird Huawei in unseren Gefilden anbieten, einmal das 2-in-1 in der Version Elite und dazu in der Version Business. In der Pressemitteilung heißt es dazu:

Dabei ist die Elite Version mit einem Intel® Skylake M3-Prozessor ausgestattet und verfügt über 4 GB RAM sowie 128 GB SSD. Das Keyboard-Cover für das Elite-MateBook ist in der Farbe Schwarz zu haben. Die Business-Version verfügt über einen Intel® Skylake M5-Prozessor sowie 8 GB RAM und 256 GB SSD. Die zugehörigen Keyboard-Cover gibt es in Schwarz und Braun.

Für beide Versionen des HUAWEI MateBook gibt es zudem eine mobile Workstation, die zum Gerät dazu gekauft werden kann. Die multifunktionale Dockingstation bietet unter anderem mehrere USB-Konnektoren sowie HDMI- und VGA-Anschlüsse und einen Ethernet-Port.

Wir konnten uns nach der Vorstellung das Huawei MateBook selbst nur sehr kurz mit dem Gerät beschäftigen, glauben aber, dass das Unternehmen aus China hier direkt mal ein sehr fulminantes Notebook-Debüt hingelegt hat – wir wollen ja nicht vergessen, dass Huawei auf diesem Gebiet ein Neuling ist. Ich bin gespannt auf unser Testgerät – und darauf, ob sich das MateBook dann im ausführlichen Test tatsächlich als würdiger Konkurrent für das Microsoft Surface Pro 4 und das Apple iPad Pro erweist.