Lenovo Yoga Book Test – Hands-On mit dem Convertible

Ein Convertible mit Touchscreen-Tastatur? Versuche in diese Richtung gab es immer mal wieder und nun unternimmt Lenovo mit dem Yoga Book den naechsten. Groesster Unterschied? Haptisches Feedback und die Moeglichkeit einen Wacom Stylus einzusetzen.
von Carsten Drees am 1. September 2016

Das war knapp, Lenovo: Um 20.30 Uhr verraten die Chinesen im Rahmen ihrer Pressekonferenz, welche Überraschung sie anlässlich der IFA mit nach Berlin gebracht haben. Leider hat auch dieses Mal wieder jemand die Party verdorben und das originelle Gerät vorab geleakt. Lenovo Yoga Book heißt es und verzichtet komplett auf eine physische Tastatur.

Das bedeutet, dass ihr das Gerät aufklappen könnt wie ein normales Notebook, aber dort eben keine klassische Tastatur auf der unteren Hälfte vorfindet. Stattdessen gibt es ein Touch-Panel, welches ebenso groß ist wie das 10,1 Zoll große IPS-Display mit FullHD-Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln.

lenovo-book-03

Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, müsst ihr natürlich nicht komplett auf eine Tastatur verzichten – sie wird eben nur wie auf einem Tablet dargestellt. Alternativ dazu bedient ihr das Lenovo Yoga Book mit einem Wacom-Stylus, aber dazu späte rmehr.

Lenovo Yoga Book technische Details

  • 10,1 Zoll großes IPS-Panel mit FullHD-Auflösung
  • Intel Atom x5 Prozessor
  • 4 GB RAM
  • 64 GB interner Speicher, per microSD-Karte um bis zu 128 GB erweiterbar
  • alternativ Windows 10 oder Android 6.0 Marshmallow
  • Wacom Stylus
  • Touch-Tastatur
  • bis zu 15 Stunden Akkulaufzeit
  • 9,6 mm dünn
  • 690 Gramm Gewicht

lenovo-book-08

Das Intel Atom-befeuerte 2-in-1 besitzt selbst für Lenovo mit seinem Mut zu Experimenten einen sehr ungewöhnlichen Formfaktor, dadurch dass auf die Tasten verzichtet wird. Klappt ihr das Gerät auf, seht ihr anstelle des Keyboards das „Create Pad“ – besagte Touch-Fläche, die – falls gewünscht – eine Tastatur darstellt, ansonsten aber mit dem Stylus zum Schreiben und Zeichnen genutzt werden kann.

Praktisch ist dabei natürlich, dass ihr im Gegensatz zu anderen Devices mit Stylus hier jederzeit freie Sicht auf das Display habt, während ihr es sonst mit eurer Schreibhand und dem Stift ein wenig verdeckt. Besonderer Vorteil des Wacom-Stifts: Ihr könnt die Spitze auswechseln und dann damit auch auf ganz normalem Papier schreiben. Legt ihr dieses Blatt Papier dann auf das Pad, könnt ihr also sowohl die Notizen auf den Zettel schreiben, als sie auch gleich in digitalisierter Form auf dem Display des Lenovo Yoga Books bestaunen.

Lenovo-Yoga-Book

Aber auch die Software-Tastatur – Halo-Keyboard – genannt, soll mehr zu bieten haben als eine normale Touch-Tastatur. Es gibt per Vibration ein Feedback, wenn ihr eine Taste antippt und Lenovo erklärt, dass man damit schneller tippen kann als auf einer ebenso großen physischen Tastatur im 10-inch-Format. 151 Anschläge pro Minute sollen damit möglich sein – das nächstbeste Touch-Keyboard liegt mit 91 Anschlägen deutlich dahinter.

lenovo-book-04

Mit diesem Gerät, welches es in Varianten mit Android 6.0 Marshmallow und Windows 10 geben wird, möchte Lenovo vor allem ein junges, kreatives Publikum ansprechen in einem Range von 13-25 Jahren. Tatsächlich scheint dieses Device auch tatsächlich als eine Art Bindeglied zwischen Notizblock und Tablet eine Lücke zu schließen. 499 Euro möchten die Chinesen für die Android-Ausführung haben, für die Windows 10-Version werden 599 Euro fällig.

Das Lenovo Yoga Book wird bereits ausgeliefert und soll weltweit bereits ab nächster Woche im Handel zu haben sein. Sehr spannendes Gerät, zu dem wir euch gleich noch unser Hands on-Video nachreichen werden.

via VentureBeat

WERBUNG