Parrot Bebop Drone Test: Unboxing, Erstflug und Crash

Die französische Firma Parrot war mit der AR Drone einer der Pioniere im gerade stark wachsendem Drohnenmarkt. Die Parrot Bebop Drone ist dabei das neueste Mitglied in der Drohnen-Familie

Mittlerweile sind Drohnen in aller Munde. Jeder will eine fliegen, doch das ist oft gar nicht so einfach wie man denkt. Die neue Parrot Bebop Drone soll das ändern und bietet eine einfache Steuerung über das Smartphone oder Tablet zusammen mit einer hochauflösenden 14Megapixel Kamera, die auch noch FullHD Videos aufnehmen kann.

Unboxing & erster Eindruck

Parrot Bebop Drohne KameraDer Lieferumfang der Parrot Bebop Drone fällt recht üppig aus. Neben dem Quadrocopter erhaltet ihr 2 Akkus (jeweils 1200mAh), 4 Ersatzpropeller mit entsprechendem Werkzeug, eine Schutzkappe für die Kamera sowie die Styroporschützer, um die Drohne auch in Innenräumen fliegen zu können. Das mitgelieferte Ladegerät liefert 1.2A bei 12,6V und lädt den Akku in etwa einer Stunde auf. Ebenfalls mit dabei: Reiseadapter für die verschiedensten Steckdosen dieser Welt und ein microUSB-Kabel, um die Filmdaten von der Drohne auf den Rechner zu kopieren.

Auf den ersten Blick macht die Drohne einen soliden und langlebigen Eindruck (und wer sich das Video bis zum Ende anschaut, dann bestätigt sich dieser Eindruck auch nach dem ersten, ich sag mal weniger erfolgreichen, Flug). Die Drohne besteht aus glasfaserverstärktem ABS-Kunststoff, wobei die Mittelplatte aus Magnesium gefertigt ist. Der Hauptkörper wird durch vier Verbindungenmit der Flugstruktur verbunden, hierbei helfen Silikon-Bumper, um Vibrationen zu vermindern.

Der erste Flug

Das größte, was ich bisher geflogen bin, war ein handgroßer Spielzeughubschrauber, ihr könnt euch also vorstellen, dass ich entsprechend aufgeregt war. Parrot Freeflight App auf dem iPad installiert, Drohne gestartet, mit dem Drohnen-WLAN verbunden und schon konnte es losgehen. Der Start ist denkbar einfach: Man drückt einfach auf den Take-Off Knopf und die Drohne steigt automatisch in die Luft und schwebt stabil auf etwa 1m Höhe. Von dort hat man dann freie Hand und kann den Quadrocopter in drei unterschiedlichen Modi steuern (der Ass-Modus erlaubt dann auch die Steuerung der Kamera während des Flugs). Nachdem ich mich etwa 20 Minuten mit der Drohne vertraut gemacht hatte, fühlte ich mich wirklich sicher. Die Drohne ist kinderleicht zu fliegen, die Lernkurve ist ziemlich steil.

Parrot Bebop Drone Screengrab aus Video über Taipeh
Screengrab aus Video über Taipeh

Am nächsten Tag sollte dann der große Flug stattfinden. Drohne gestartet, abgehoben, einige Minuten geflogen und die tolle Aussicht der Drohne auf dem Bildschirm des iPads genossen. Alles wunderbar, bis die Verbindung abbrach. Freunde, ich sage euch, das waren die längsten zwei Minuten meines Lebens! So lange schwebte nämlich die Drohne über der Bibliothek der National Taiwan University, bis sie sich irgendwann entschieden hat zum Startpunkt zurückzukehren. Gute Entscheidung. Während sie also mittlerweile in etwa 100m Höhe neben mir schwebte, fing sie ihren Sinkflug Richtung Boden an. Die Verbindung zum iPad stellte sich wieder her, die Drohne war mittlerweile etwa 15m über dem Boden. Ich freute mich, dass alles gut gegangen war und just in diesem Moment blitzt die Meldung auf dem iPad auf: Motorfehler. Aus dem Augenwinkel sah ich wie die Drohne auf den Boden klatschte.

Das alles könnt ihr euch übrigens am Ende des Unboxing-Videos ansehen. Die Drohne ist komplett in Ordnung und das spricht für die Stabilität der verbauten Komponenten. Bis auf den Motorfehler war das programmierte Notfall-Management super, die Drohne war jederzeit stabil in der Luft, obwohl der Tag etwas windig war.

Habt ihr Fragen zu der Parrot Bebop Drone? Dann gerne in die Kommentare damit, damit ich sie im vollständigen Testbericht beantworten kann.