Roborock S7 Staubsauger Roboter Test Mobilegeeks

Roborock S7 im Test – Staubsaugerroboter mit Sonic Mopping

Im Test haben wir den Roborock S7. Ein Staubsauger- und Wischroboter, der versucht ein Problem zu beheben, der andere Roboter mit Wischfunktion ein wenig limitiert. Gleichzeitig versucht man hier die Qualität der Reinigung zu verbessern. Was das ist, ob es wirklich sinnvoll ist und was der Roborock S7 noch so kann, klären wir im Testbericht.

von Ümit Memisoglu am 20. April 2021
Roborock S7
Pro
  • Erkennt Teppiche und hebt den Wischmop automatisch an
  • Wischmop vibriert für bessere Reinigung (Sonic Mopping)
  • Sehr gute Saugleistung
  • Gute Navigation
Kontra
  • Smarte AI Features wie beim S6 MaxV fehlen

Roborock S7 – Lieferumfang und Design

In der Box des Roborock S7 befindet sich der der Roboter selbst, ein Wischmop, die Ladestation, ein Netzkabel und die Bedienungsanleitung. Insgesamt also die Grundausstattung jedes Staubsauger- und Wischroboters.

Roborock S7 Staubsauger Roboter Test Mobilegeeks

Der Roborock S7 in Weiß gehalten mit rötlichen Akzenten an einigen Stellen, was auch dem Branding der Marke entspricht. Es besteht überwiegend aus Kunststoff und ist vom allgemeinen Aufbau her nichts unbekanntes. Hinten haben wir den 0,47 L Staubtank (0,3 L Wassertank im Inneren, beide auswaschbar), vorne den Stoßbumper plus Sensor als eine von mehreren Methoden um Hinternisse zu erkennen und dem Roboter gleichzeitig nicht zu Schaden. Oben der Turm dessen inneres rotiert und in dem sich weitere Lidar-Sensoren zur Raumerkennung befinden, einige Tasten zur manuellen Bedienung, eine Status LED.

Dreht man das Ganze zum und schaut auf die Unterseite des Roborock S7, findet man neben den Rädern zur Fortbewegung auch die Kontakte zum Laden, die Seitenbürste, die innere lamellare Bürste und die magnetische Oberfläche an die der Wischmop angebracht wird.

Die Ladestation ist recht klein gehalten und selbst auch mit Sensoren ausgestattet um die Wegfindung des Roborock S7 zu vereinfachen.

Im Laufe des Jahres soll noch eine automatische Entleerungsstation als separates Zubehör auf den Markt kommen, der mit dem Roborock S7 kompatibel ist. Interessant wäre es auf jeden Fall. Ich hätte es gerne als Teil des Lieferumfangs gesehen, aber ich gehe mal davon aus, dass es zu dem Zeitpunkt auch sicher ein Bundle geben dürfte.

Roborock S7 Staubsauger Roboter Test Mobilegeeks

Roborock S7 – App und Features

Das Einrichten der App des Roborock S7 ist super einfach und dauert nicht lange. In dieser kann man mehrere Roboter verbinden, diese Verwalten, die Firmware updaten und mehr. Welche Optionen es gibt und die Anzahl dieser ändert sich hier natürlich von Gerät zu Gerät. Genauso kann man die gesprochene Sprache des Roboters wählen, den Zustand der Bürsten, des Filters und des Tanks sehen, bevor diese gereinigt werden müssen und beim starten eines Saug- und/oder Wischvorgangs kann man auswählen wie stark gesaugt werden soll bzw. wie viel Wasser verwendet werden darf. Auch lässt sich der Teppichmodus aktivieren, der dafür sorgt, dass auf Teppichen Stärker gesaugt werden etc. Ist der Wischmop angeschlossen kann man auch wählen ob Teppiche umfahren werden sollen, ob der Wischmop angehoben werden und dann weitergesaugt werden soll etc. Ebenso ob der Wischmop für bessere Reinigung vibrieren soll. Diese Sonic Vibrationsfunktion finde ich generell sehr gut. Das Teppich Feature funktioniert aber etwa auch nur bei dünnen Teppichen. Insgesamt kann hier 5 mm angehoben werden, weshalb der Teppich 4 mm hoch sein darf. Viel ist das nicht. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie es in deutschen Haushalten aktuell mit Teppichen aussieht, aber da ich alle Teppiche im Haus vor Jahren entsorgt habe, ist dieses Feature für mich weniger relevant.

Beim ersten Start des Roborock S7 nutzt dieser seine Lidar-Sensoren um einen Grundriss des Raumes zu zeichnen. Dank diesem kann er sofort Hindernisse entdecken und Entfernungen einschätzen. Da die Sensoren sich mit dem Sensorturm kontinuierlich bis zum Ende des Saugvorgangs mitdrehen, weiß der Roboter meist immer direkt, wo er sich befindet und merkt es sich auch wenn plötzlich neue Hindernisse dazukommen ohne erst in diese reinzufahren. Dadurch wird sofort ein Raumplan für die gesamte Etage erstellt, wo die Räume mehr oder weniger genau da aufgeteilt werden, wo auch sich die Türen befinden, bzw, wo sich der Boden verändert. Sollte eine Eingliederung mal falsch sein, lassen sich die Grenzen manuell neu setzen. Dadurch hat der Roboter eine Karte an der er sich bei jedem Start orientieren kann. Aber nicht nur eine, sondern bis zu vier Karten lassen sich für vier einzelne Stockwerke einspeichern und verwalten. Kennt der Roborock S7 den ungefähren Aufbau der Räume arbeitet er diese systematisch ab, was man dann in leicht verzögerter Echtzeit sehen kann.

Schön ist, dass man hier viele Möglichkeiten hat den Roborock S7 einzusetzen bzw. einzuschränken. Durch die automatische Raumtrennung hat man die Möglichkeit zu bestimmen welche Räume wann geputzt werden sollen. Im Falle von mehreren Räumen kann man sogar die Reihenfolge bestimmen. Man muss aber nicht nach Raum putzen lassen bzw. die ganze Etage auswählen, sondern auch einfach bestimmen, dass der Roborock S7 nur eine bestimmten Bereich putzen soll, der sich innerhalb oder zwischen Räumen befindet, weil beim Backen vielleicht irgendwo Mehl gelandet ist oder jemand Saft verschüttet hat etc.

Einschränken kann man den Raum insofern, dass man No-GO Zonen einrichten kann wo gar nicht vom Roborock S7 geputzt werden soll, bzw. Zonen wo nicht gewischt werden darf, etwa weil dort Kabel offen liegen. Im Beispiel oben etwa habe ich den Bereich um ein schwieriges Hindernis eingeschränkt, damit der Roboter dort nicht hinfährt, da ich weiß, da 95% der Roboter an diesem Punkt hängen bleiben. Genauso gut kann man virtuelle Wände erstellen (rote Linie). Diese werden dann nicht überschritten. Bei einigen anderen Robotern muss man dafür magnetische Bänder oder Lidarsensoren aufstellen, was völlig unpraktisch ist. Diese Lösung ist nicht nur zuverlässig, sondern man spart sich auch den Kauf zusätzlicher Materialien, die dann unschön in der Wohnung liegen.

Roborock S7 – Akku Fläche und Geschwindigkeit

Der Roborock S7 hat bei mir 30 m² in 35 Minuten geputzt ohne etwas auszulassen. Dabei hat es im Balanced-Modus 17% verbraucht. Entsprechend kann man sagen, dass der Akku wirklich eine eine gute Leistung erbringt. Maximal sollen 180 Minuten (3 Stunden) und 240 m² möglich sein, was rechnerisch gut hinkommen dürfte, wenn man die Leistung runtersetzt und das ganze hochrechnet. Je stärker gesaugt wird, desto weniger ist die Akkulaufzeit. Jedoch halte ich es für unwahrscheinlich, dass man den Akku leer bekommt. Dazu müsste das Zuhause schon riesig sein. Ich könnte ihn auf drei gleichgroßen Stockwerken hintereinander putzen lassen und hätte noch immer was übrig. Wischen schafft der Roboter mit dem integrierten Wassertank je nach eingestelltem Verbrauch bis zu 200 m².

Roborock S7 Staubsauger Roboter Test Mobilegeeks

Dabei saugt der Roborock S7 mit 2500 Pa und ist damit 25% leistungsstärker als der Roborock S6 und quasi gleich stark wie der S6 MaxV. Laut ist der Roborock S7 dabei auch nicht wirklich, sofern man nicht den max Modus nutzt. Er kann auf Teppichen automatisch die Leistung steigern aber selbst dann finde ich ihn vom Sound her relativ ok. Was mir auffällt ist jedoch der etwas tiefere Ton als bei anderen Robotern. Das empfinde ich deutlich angenehmer als der hohe Ton den viele andere Roboter haben.

Roborock S7 – Preis und Verfügbarkeit

Der Roborock S7 ist gerade mal einige Wochen alt und ist online bei diversen Anbietern wie Amazon und Ebay erhältlich für 499 Euro. Wie es aktuell mit Händlern wie Saturn und Media Markt aussieht, wo man etwa die Vorgänger bereits finden konnte und kann, kann ich noch nicht sagen.

Bewertung
Design / 8
Performance / 9
Akkulaufzeit / 10
Software / 9
Preis / 7
Editor's Choice / 8
Roborock S7

Der Roborock S7 ist ein guter Staubsauger- und Wischroboter, der in allem was er macht mehr als grundsolide ist, weshalb man sich wirklich nicht über den Roborock S7 beschweren kann. Entsprechend kann man hier nicht viel falsch machen. Wer jedoch etwas mehr möchte, sollte sich den Roborock S6 MaxV mit seiner größeren Funktionalität und AI Features anschauen. Vor allem, wenn man aufgrund mangelnder Teppiche bzw. Teppichen, die höher sind als 4 mm, das neue Feature des Roborock S7 nicht benötigt. Für diese Leute wäre hier aber der vibrierende Wischmop eventuell interessant, der nochmal etwas gründlicher reinigt.

8.5
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