VW Touareg mit Innovision Cockpit

„Leading the way“ war der selbstbewusste Slogan zur Markteinführung des neuen Touaregs von VW. Ob er diesem hohen Anspruch auch gerecht wird, betrachten wir in diesem Test.

von Mark Kreuzer am 30. April 2019

Wenn man den Touareg das erste Mal vor sich stehen sieht, ist man ein wenig verwirrt. Ist das wirklich ein Volkswagen? Wo fängt der Kühlergrill an, und hört er überhaupt auf? Ist das jetzt ein Konzeptauto oder wird der wirklich so ausgeliefert?

Ähnlich wuchtig wie der äußere Eindruck ist auch das Gefühl, wenn man zum ersten Mal auf dem Fahrersitz Platz nimmt. Der 12‘‘ Tacho geht quasi nahtlos beim „Discover Premium Paket“ in den 15‘‘ Touchscreen des Infotainment-Systems über und hinterlässt einen Eindruck, den man sonst höchstens vom Tesla her kennt.

VW bezeichnet den neuen Touareg als sein neues Flaggschiff und will mit dem laut eigenen Angaben technisch wie auch optisch progressivsten SUV zur Zeit auch die Technologie- und Design-affinen Fahrer von Oberklassemodellen anderer Marken erreichen und begeistern. Ob das gelingen kann, versuchen wir in unserem Test herauszufinden.

VW Touareg Exterieur – Konzeptstudie in Serie

Wie schon eingangs erwähnt ist das Design des Touaregs meiner Meinung nach zurzeit einzigartig.

Unterstrichen wird das neue Design vor allem durch den massiven und chromlastigen neuen Kühlergrill, der sich über die gesamte Breite der Front zieht und die Scheinwerfer und Sensoren der Fahrassistenzsysteme perfekt integriert, so dass er aus einem Guss wirkt.

Der Touareg basiert konstruktiv auf dem modularen Längsbaukasten (MLB) des Konzerns. Was die Außenmaße angeht, ist der Touareg der dritten Generation etwas breiter und länger geworden, aber gleichzeitig auch etwas flacher. Damit wirkt er insgesamt auch deutlich dynamischer als seine Vorgänger.

Der Volkswagen Chefdesigner Klaus Bischoff beschreibt das Design des neuen Touaregs wie folgt:

„Wir wollten mit dieser Frontpartie etwas schaffen, was es so noch nie gegeben hat: In einem intensiven Prozess haben wir die Chromelemente der Frontpartie und das neue LED-Lichtsystem des Touareg so miteinander verbunden, dass die Übergänge zwischen Design und Technik zu einem neuen Ganzen verschmelzen. Diese Frontpartie, macht den neuen Touareg zu einem der prägnantesten SUV auf dem Weltmarkt. Ein Maßanzug für die Freiheit. Nicht mehr und nicht weniger war unser Ziel.“

Letztlich ist Design natürlich etwas hoch Subjektives. Aber wenn ich mir die Design-Bilder der ersten Entwürfe anschaue, finde ich persönlich, dass der Touareg denen sehr nahe kommt. Normalerweise bin ich persönlich ja kein SUV-Fan, aber der Touareg hat es geschafft, dass ich meine Vorbehalte, die ich gegenüber dieser Fahrzeugklasse habe, schnell über Bord geworfen habe.

VW Touareg Interieur – wer braucht schon Knöpfe?

Wenn der Touareg von außen schon sehr modern wirkt, ist das, was sich im Inneren abspielt, geradezu revolutionär. Das Interieur-Design ist komplett auf das digitale Zeitalter zugeschnitten und ist verglichen mit allen anderen VW-Modellen komplett neu konzipiert.

Dank des One-Screen-Designs bekommt man beim Einsteigen dein Eindruck, dass das 12 Zoll große Digital Cockpit mit dem 15 Zoll großen Infotainment-System verschmolzen ist. Dabei ist der große Screen leicht zum Fahrer hin „gebogen“. Das System wirkt schon beim Einsteigen sehr eindrucksvoll, erschlägt einen aber auch nicht. Ein schönes Detail ist die offenporige Echtholzleiste, die über die ganze Cockpit-Breite verläuft.

Physische Schalter oder Taster, mit denen man das Infotainment-System steuern kann, sucht man in der Mittelkonsole nahezu vergebens. Lediglich das Drehrad zur Einstellung der Lautstärke hat es geschafft, neben der digitalen Steuerung über den Touchscreen auch einen physischen Platz zu bekommen.

Aber auch, wenn man den Blick von dem großen Display abwendet, ist der Innenraum des Touaregs auf absolutem Oberklasse-Niveau. Der Testwagen war mit dem Lederpaket “Savona” mit ergoComfort-Sitzen vorn ausgestattet, die zusätzlich auch noch die Massagefunktion mit aktiver Klimatisierung mitbringen. Es stehen acht verschiedene Massageprogramme zur Verfügung. Umgesetzt werden die pneumatischen und in der Intensität stufenlos einstellbaren Massagefunktionen über zehn Luftpolster, die in der Rückenlehne eingearbeitet sind. Ganz ehrlich: Bei einem Auto in dieser Preisklasse erwartet man natürlich ein hohes Niveau, dennoch muss ich sagen, dass mir die Sitze als unglaublich bequem in Erinnerung geblieben sind.

Ein weiterer Eyecatcher, der mir positiv aufgefallen ist, ist das mit 1.270 mm gefühlt riesige Panorama-Schiebedach — das größte, dass bisher je in einem Volkswagen realisiert wurde.

Alles zusammengenommen spürt man dadurch schon beim Einsteigen, dass der Touareg das aktuelle Flaggschiff von Volkswagen ist. Dieses Gefühl wird dann auch bestätigt, sobald an losfährt. Sowohl, was die Bedienbarkeit des Discover Premium Infotainment-Systems angeht, als auch die verschiedenen Assistenzsysteme, wobei ich später noch mal besonders auf die LED-Matrixscheinwerfer und das IQ.Light-System eingehen werde, denn gerade das war ein erleuchtendes Erlebnis.

 

Erfahrungsbericht VW Innovision Cockpit mit Discover Premium

Ich stelle immer wieder fest, dass Freunde, Bekannte und sogar Leser hier auf dem Blog Vorbehalte gegenüber einem System haben, dass auf physische Tasten zugunsten von großen Touchscreens verzichtet. Die größte Sorge ist, dass man dadurch einige der gewohnten Bedienungen nicht mehr „blind“ durchführen kann.

Irgendwie scheint es, dass vergleichbare Diskussionen immer wieder bei der Weiterentwicklung einer Technologie auftreten. Aber wir haben es ja schließlich auch geschafft, uns vom Telefon mit Wählscheibe, bzw. Tasteneingabe an Smartphones zu gewöhnen, die heutzutage auch fast komplett ohne physische Tasten auskommen.

Ähnlich wie das Smartphone hat auch das VW-System einen großen Touchscreen und einige wenige Funktionen, die per Hardwaretasten ausgeführt werden können. Genau genommen ist es eigentlich nur die Lautstärke, die über ein Drehrad reguliert werden kann. Zählt man die Tasten am Lenkrad noch mit dazu, dann kann man auch noch den Song bzw. Radiosender schnell vor- und zurückschalten.

Das 15 Zoll große Display hat eine Auflösung von 1.920 x 720 Pixel, was in Zeiten von 4K vielleicht wenig klingt, aber bitte bedenkt, dass der Abstand zwischen Fahrer und Display nicht sonderlich groß ist und man die Schriftart und -größe optimal auf diesen Umstand angepasst hat.
Das System unterstützt die VW-Funktion „App-Connect“ was bedeutet, dass Mirror-Link, Apple-CarPlay und auch Android Auto auf dem System laufen können.

Während meines zweiwöchigen Tests habe ich aber zu keinem Zeitpunkt mit dem Gedanken gespielt, dies zu nutzen, denn das eigentliche System von VW ist extrem gut gelungen.

Das Innovision Cockpit – individualisierbar und informativ

Jeder Autohersteller versucht sich zurzeit daran, ein System zu entwickeln, dass uns von Apple iOS und Google Android verwöhnte User nicht sofort das Auto verfluchen lässt. In der Vergangenheit war sowohl UX als auch UI diverser Systeme schwer zu ertragen.

Das Innovision Cockpit unterscheidet sich grundlegend von allen bisher von VW bekannten Systemen. Das Design erinnert mich ein wenig an einen Mix aus Windows/Android und iOS. Wobei man sich von den verschiedenen Systemen bei jeweils den jeweils besten Aspekten bedient hat.

 

Ein großer virtueller Home-Button ist immer in der Mitte des Bildschirms zu sehen, mit dem man sich — egal wo man sich gerade befindet — direkt wieder in den Startbildschirm begibt. Optisch erinnert mich dieser stark an den Hardware-Home-Button von Apple-Geräten.

Der Startbildschirm hat mehrere quadratische Live-Tiles. Diese zeigen immer die zu dem Menü passende Informationen an, wie zum Beispiel den Sender bei der “Radio”-Kachel. Im Bereich Telefon könnt ihr euch zum Beispiel die Bilder eurer Favoritenkontakte hinterlegen und diese ohne großen Umweg direkt anrufen. In den Tiles habt ihr mehrere Ebenen, die ihr durch Wischen direkt anzeigen lassen könnt, oder so zum Beispiel den Senderwechsel direkt machen könnt.

Ich finde, dass die Bedienung des Systems sehr intuitiv ist. Dabei sind es auch gerade die durchdachten Details, die das Bedienerlebnis sehr angenehm machen. Den Näherungssensor im Display kennen wir ja bereits schon von älteren VW-Modellen. Aber auf dem großen Display sorgt dieser subtil für futuristische Momente.

Im unteren Bereich des Displays ist immer fest die Klima- und Sitzsteuerung eingeblendet. Je nachdem, ob ihr mit dem Finger näher am Fahrer- oder Beifahrersitz seid, dreht sich der jeweils nähere Sitz dem User entgegen. Oder, dass die Farbe der Ambient-Beleuchtung auch gleichzeitig die Akzentfarbe im Infotainment-System und auch der Tachoeinheit wird.

Es sind zwar nur kleine Details, aber diese zeigen, in welche Richtung man bei VW mit der Entwicklung des Systems geht.

Es ist schon ein mutiger Schritt, ein System in so einem Wagen einzubauen, welches so konsequent auf Hardware-Tasten und -Schalter verzichtet. Mein persönlicher Eindruck ist, dass man bei VW sehr viel Sorgfalt in die Entwicklung des Systems steckt.

Übrigens: Beim Schreiben dieser Zeilen erinnere ich mich gerade daran, dass ich vor zwei Jahren bei VW in der Entwicklungsabteilung zu Besuch war, der sich genau mit dieser Thematik befasst hat. Wenn ihr noch was Zeit habt, schaut euch unbedingt mal den Artikel von damals an.

Prototyp: Ein Blick auf das Volkswagen-Cockpit der Zukunft

Ich sehe in den Prototypen von vor zwei Jahren durchaus schon gewisse Parallelen zu dem System von heute und außerdem auch noch einiges an möglichen Updates, die vielleicht in dem System in Zukunft implementiert werden können.

Außerdem würde ich mir noch wünschen, dass man das System auch für Drittanbieter öffnet. So wäre ich wirklich happy, direkt über das System auf Spotify zugreifen zu können. Das wäre in meinen Augen deutlich nützlicher als eine integrierte Festplatte für MP3s, wobei man die dann ja für das Zwischenspeichern benutzen könnte.

Assistenzsysteme – High-Tech, wohin der Sensor auch sieht

Den Flaggschiff-Anspruch des Touaregs haben wir ja schon mehrfach erwähnt. Das Ganze gilt natürlich auch für die Ausstattung mit Assistenzsystemen.

Die Liste umfasst alles das, was man heute so in einem Oberklassefahrzeug erwartet:

  • Fahrdynamik und Warnen
    • „Stauassistent inklusive Baustellenassistent“ (teilautomatisierte Fahren bis 60 km/h)
    • „Front Assist mit City-Notbremsfunktion und Fußgängererkennung“
    •  „Kreuzungsassistent“ (Warnung vor Querverkehr von vorn)
    • „Lane Assist“ (Spurhalteassistent)“
    • „Side Assist“ (Spurwechsel- und Abbiegeassistent)“
  • Parken und Rangieren
    • „Trailer Assist“ (Anhängerrangierassistent)
    • „Park Assist“ (teilautomatisiertes Ein- und Ausparken)
  • Sicherheit
    • „Emergency Assist“ (Notfallassistent bei Ausfall des Fahrers)
    • „Multikollisionsbremse“ (automatisches Abbremsen nach Unfall)
    • „Proaktives Insassenschutzsystem“ (Konditionierung der Schutzsysteme sowie Schließen von Fenstern und Panoramadach vor einem möglichen Unfall)
    • “Müdigkeitserkennung“ (Warnung bei Müdigkeit)
    • „Nightvision“ (Nachtsichtunterstützung)
    • „Rear View“ (Rückfahrkamera)
    • „Verkehrszeichenerkennung“ (Einblenden von Verkehrszeichen wieGeschwindigkeitshinweisen und Überholverboten)
    • Windshield Head-up-Display

Die Technik funktioniert so, gut wie man es in einem so teuren Auto erwarten darf. Besonders begeistert hat mich aber vor allem das Licht-System des Autos.

IQ.Light – LED Matrixscheinwerfer mehr Sicherheit durch mehr Licht

Zusammen mit dem für Scheinwerfer bekannten Automobilzulieferer HELLA hat man laut eigenen Aussagen eines der weltweit besten Scheinwerfersysteme für Autos entwickelt. Die enge Zusammenarbeit erkennt man auch schon, wenn das Licht noch aus ist, denn die Scheinwerfer integrieren sich nahtlos in die Frontpartie des Touareg und sorgen dadurch für ein unverwechselbares Design, das wie aus einem Guss wirkt.

128 LEDs pro Scheinwerfer

Vom Smartphone her wissen wir, dass die Pixeldichte sehr wichtig für die Qualität des Bilds ist. Ähnliches — wenn auch stark vereinfacht — gilt auch für den Scheinwerfer des Autos: Je mehr LEDs ein Scheinwerfer hat, desto mehr Funktionen lassen sich damit realisieren. Das IQ.Light-System des Touaregs stellt das eindrucksvoll unter Beweis.

Für das Licht besitzt der Scheinwerfer zwei Platinen, die jeweils als eine Matrix für Abblendlicht und Fernlicht fungieren. Die Abblendlicht Matrix besteht aus 48 LEDs und die des Fernlichtes aus 27 LEDs. Angeordnet sind sie jeweils wie bei einem Schachbrettmuster. Die restlichen 53 LEDs werden für die Signalfunktionen -Tagfahr- und Positionslicht sowie die animierten Blinklichter- und der Vorfeldausleuchtung benötigt.

Intelligente Lichtfunktionen

Das IQ.Light macht seinem Namen alle Ehre. Den abhängig von Verkehr, Wetter und Straßentyp passt die Elektronik des Touareg das Licht an die jeweilige Situation an. Dabei ist das IQ.Light mehr als nur ein einfacher Fernlichtassistent.

Der Rechner nutzt die Signale der Frontkamera, die digitalen Kartendaten des Navigationssystems, die GPS-Signale, den Lenkeinschlag sowie die aktuelle Geschwindigkeit, um quasi in Echtzeit die einzelnen LEDs anzusteuern und so eine optimale Ausleuchtung der Umgebung zu gewährleisten.

Über das „Festrasten“ des Fernlichtschalters aktiviert man die „Dynamic Light Assist“-Funktion. Ab jetzt kümmert sich der Wagen automatisch um Abblenden, Aufblenden, Stadtlicht, Autobahnlicht oder Offroadlicht. Dabei hat es elf verschiedene Funktionen zur Auswahl um stets eine optimale Beleuchtung zu erreichen. Diese sind:

  • Stadtlicht: Besonders breiter Lichtkegel mit Fokussierung auf die Seiten; bis 50 km/h aktiv
  • Landstraßenlicht: Abblendlicht mit breiter Lichtverteilung in Richtung Straßenrand
  • Begegnungslicht: Dauerhaftes Fernlicht auf der Landstraße, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden
  • Autobahnabblendlicht: Schmalerer Lichtkegel, fokussiert auf eine hohe Reichweite bei höheren Geschwindigkeiten
  • Autobahnfernlicht: Schmalerer Lichtkegel, fokussiert auf eine hohe Reichweite bei höheren Geschwindigkeiten, sobald keine anderen Verkehrsteilnehmer geblendet werden
  • Überhollicht: Punktgenaues Fernlicht bei Überholvorgängen ohne zu blenden. Das System erkennt, dass der Touareg seitlich aus-schert; dieser seitliche Bereich wird nun stärker ausgeleuchtet
  • Fernlicht: Manuell aktiviertes Fernlicht, um bewusst alle 75 LEDs der Scheinwerfer für eine maximale Ausleuchtung zu nutzen. Im Gegensatz zum Autobahnfernlicht ist der Lichtkegel breiter
  • Schlechtwetterlicht: Reduziert die nächtliche Eigen- und Fremd-blendung auf regennasser Fahrbahn. Es wird aktiviert, sobald der Regensensor Niederschlag erfasst. Die störende Reflexion des Scheinwerferlichtes auf der nassen, spiegelnden Fahrbahnoberfläche direkt vor dem Fahrzeug wird verringert, indem das „IQ.Light“ die Beleuchtungsstärke in diesem Bereich reduziert
  • Schilderentblendung: Punktgenaues Ausblenden des Fernlichtes auf Schildern, damit das reflektierte Licht der Scheinwerfer den Fahrer nicht blendet
  • Offroadlicht: Besonders kräftiges Abblendlicht, fokussiert auf die Breite, um Hindernisse im Gelände besser erkennen zu können
  • Markierungslicht (bei „Nightvision“): Fokussiertes Anblitzen der per „Nightvision“ (Infrarotkamera) erkannten Menschen ohne zu blenden, um sie für den Fahrer besser erkennbar zu machen

Mir ist natürlich klar, dass diese und ähnliche Funktionen viele Hersteller in Ihren Fahrzeugen verbauen, aber bei meinem Test ist mir das System im Touareg besonders aufgefallen und wird mir wohl lange im Gedächtnis bleiben. Das Ausblenden von Gegenverkehr war immer messerscharf und extrem schnell. Wie gut das System funktioniert, konnte ich in meinem Test auch daran erkennen, dass sich mir entgegenkommender Verkehr nicht per Fernlichthupe über eine Blendung beschwert hat.

Car-Net-App – ein wenig Konnektivität für das Smartphone

Der neue Touareg unterstützt natürlich auch die Volkswagen Car-Net-App. Diese möchte ich hier nur der Vollständigkeit halber erwähnen. Sie hat die Basisfunktionen, die man bereits seit mehreren Jahren von ihr kennt.

Ihr habt die Möglichkeit, den aktuellen Fahrzeugzustand und die Position des Wagens abzurufen. Auch könnt ihr der App Zugriff auf euren Kalender erlauben und so Termine mit Ortsangaben oder einfach Orte allgemein direkt an das Navigationssystem des Autos schicken.

Ihr merkt vielleicht, dass sich meine Begeisterung in Grenzen hält, ähnlich wie die Nützlichkeit der App. Ich würde mir wünschen, dass man bei VW die Funktionen der VW-Connect-App mit in das Car-Net integrieren würde. Diese bildet neben einer unglaublich guten zeitgemäßen UI auch ein paar Funktionen, die per Gamification-Ansatz dann auch einen Zusatznutzen bieten. Ich konnte die Connect-App vor ein paar Wochen einen Tag lang auf Mallorca testen und werde dazu demnächst noch mal einen ausführlichen Artikel verfassen.

Fazit VW-Touareg Test

Vor Testbeginn hätte ich nicht gedacht, dass der Wagen mich so begeistern würde. Man hat bei Volkswagen einen Wagen auf die Straße geschickt, der zumindest für mich in jeder Kategorie Oberklasse ist. Der Basispreis des Touareg liegt bei 61.625 € und der von mir getestete Wagen hatte noch mal Sonderausstattung im Wert von 48.491 €. Die hohe Anpassbarkeit des Wagens spricht in meinen Augen auch wieder für ihn. Der Kunde kann selber aussuchen, wie viel Technik er haben will. Ich persönlich würde natürlich dazu raten, so viel Technik wie nur möglich zu integrieren (was bei dem von mir getesteten Wagen der Fall war). Denn damit bekommt man zurzeit wahrscheinlich eins der modernsten und fortschrittlichsten Autos auf dem Markt.

In meinen Augen hat VW sich in diesem Segment zur Zeit die Führung erfahren, zumindest wenn man das Auto gesamt betrachtet. Es gibt vielleicht noch Geländewagen anderer Hersteller, die jeweils in einer Kategorie, wie zum Beispiel Sportlichkeit, Komfort oder Geländegängigkeit, besser sein könnten aber keins, dass in allen Kategorien zusammengenommen so gut wegkommt.

Der Slogan „Leading the way“ ist somit auf jeden Fall keine leere Marketing-Phrase, sondern tatsächlich der Anspruch, den der Touareg hat. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie sich das Innovision-Cockpit jetzt in anderen Klassen von VW wiederfinden und weiterentwickelt wird.

Mark Kreuzer neben dem VW-Touareg