Xiaomi Yi Camera Unboxing

Die günstige GoPro Alternative
Xiaomi Yi Camera Test: Unboxing & erster Eindruck

Vor nicht einmal einem Monat hat Xiaomi die Xiaomi Yi Camera vorgestellt – eine Action Cam mit hochwertigem Sony Sensor, die es mit einer GoPro Hero aufnehmen soll. Besonders verlockend ist allerdings der Preis, denn in China kostet die Xiaomi Yi Camera umgerechnet nur 60€!

Obwohl der Preis der Xiaomi Yi Camera extrem gering ist, kann sie technisch einiges vorweisen und kommt von den Aufnahmefähigkeiten an eine GoPro Hero 3+ Silver ohne Probleme heran, zumindest von den technischen Daten her. In Deutschland ist sie leider offiziell nicht erhältlich, allerdings könnt ihr sie unter anderem bei TradingShenzhen erwerben, die die Kamera nicht nur zu euch nach Deutschland schicken, sondern auch noch einen schnellen deutschen Support bieten. An dieser Stelle auch vielen Dank für unser Testgerät.

Spezifikationen Xiaomi Yi Camera

  • Sony Exmor R Sensor mit f2.8 Blende
  • 155° Weitwinkel
  • 16MP Fotoauflösung, max. 7 Bilder/s
  • 1080p 60fps Videos
  • 720p 120fps & 480p 240fps Slow motion Aufnahmen
  • WLAN, Bluetooth 4.0
  • Android App (iOS App im April erhältlich)
  • microSDXC Speichersteckplatz
  • 72g Gewicht
  • Preis: ab 60€ (399RMB)

Xiaomi Yi Camera Verpackung ausgepackt

Lieferumfang

Die Xiaomi Yi Camera ist in zwei Ausführungen erhältlich. Die Variante ohne Stativ gibt es bereits ab 399RMB (ca. 60€), die Yi Camera im Travelset mit Selfiestativ gibt es ab 499RMB (ca. 75€). 15€ für einen Selfiestick ist auf keinen Fall günstig, gibt es diese beim 1€-Shop um die Ecke für eben diesen einen Euro. Allerdings ist das beigelegte Selfiestativ das hochwertigste, das ich je in der Hand hatte. Es ist etwa 1Meter lang und ist aus stabilem Aluminium gefertigt. Der Steckmechanismus funktioniert super und es wackelt nichts hin- und her, was öfters bei den billigen Sticks der Fall ist.

Xiaomi Yi Cam mit KatzeEbenfalls im Lieferumfang enthalten ist ein kurzes, flaches microUSB-Kabel sowie eine Kurzanleitung. Weder ein Schutzgehäuse wie bei der GoPro, noch irgendwelche Halterungen sind in der Verpackung enthalten, was auch schon der erste Negativpunkt ist – zumindest zu diesem Zeitpunkt. Die GoPro hat ihre Beliebtheit vor allem auch durch die vielen Befestigungsmöglichkeiten und die breite Spanne an Zubehör erlangt, da kann die Xiaomi Yi Cam derzeit nicht mithalten. In der Bedienungsanleitung wird allerdings schon ein Unterwassergehäuse und eine Bluetooth-Fernbedienung angeteasert und auch auf der Webseite sieht man eine Halterung für Katzen (!). Es wird also nicht lange dauern, dann wird es auch Zubehör für die Yi Camera geben. Versprochen.

Erster Eindruck: Design & Verarbeitung

Xiaomi Yi Camera UnboxingIch muss zugeben, dass ich mittlerweile ein großer Fan von Xiaomi Geräten bin, weil sie vom Design und der Verarbeitung einfach klasse sind und dazu preislich attraktiv sind (siehe dazu meinen Xiaomi Mi Note Testbericht). Auch die Xiaomi Yi Cam ist hier keine Ausnahme, sodass der erste Eindruck auch sehr positiv ist. Die Action Cam besteht bis auf einen glänzenden Teil auf der Front komplett aus einem matten Kunststoff, der schön griffig ist. Mit 72g ist sie zudem leicht, fühlt sich dabei aber erstaunlich stabil an, sodass ich mir vorstellen kann, dass sie einige Stürze in einem Gehäuse überleben könnte.

Unsere Farbkombination nennt sich Jungle Green und ist schrill und frech – die Kamera fällt auf. Wer es etwas klassischer mag, dem könnte die weiße Version gefallen. Die Kamera hat insgesamt drei Tasten, die schön gummiert sind: Vorne einen Ein/Ausschalter, oben einen Auslöser und auf der Seite einen WLAN-Knopf. Dazu gibt es auf jeder Seite eine LED, die euch über den Status der Kamera informiert, ein Display ist nicht eingebaut. Dafür könnt ihr euer Android-Smartphone über die Xiaomi Yi App mit der Action Cam koppeln, um dann auch zu sehen, was ihr da aufnehmt.

Das ist der erste Eindruck zur Xiaomi Yi Camera. Wie findet ihr sie? Klar ist, für 60€ bekommt ihr sie derzeit nur in China, aber auch die 91€ bei TradingShenzhen für die Variante ohne Selfiestick sind immernoch weniger als ein Drittel(!) im Vergleich zu einer GoPro Hero 3+ Silver, die ebenfalls 1080p bei 60fps liefert. Fragen wie immer gerne in die Kommentare, sodass ich sie im Test demnächst beantworten kann.