Anki Vector – Roboterhelfer startet auf Kickstarter

von Jan Gruber
10. August 2018

Die Firma Anki möchte Roboter weiter salon- bzw. heimfähig machen. Nach Cozmo stellt der Konzern jetzt Vector vor, einen kleinen Roboter, der euch zu Hause helfen soll. Die Finanzierung läuft über Kickstarter.

Anders als Cozmo richtet sich der neue Roboter vor allem an Erwachsene. Der Vorgänger war hauptsächlich für simple Spiele geeignet, zudem sollte er beim Erlernen von Programmiersprachen helfen. Der neue Vector sieht Cozmo zwar sehr ähnlich, soll laut Anki aber ein großer Schritt im Bereich der Robotik sein.

Der kleine Helfer wird einmalig via iOS- oder Android-App eingerichtet, alle weiteren Interaktionen sollen dann aber per Sprachbefehl oder Augenkontakt abgewickelt werden. Der Roboter verbindet sich dafür mit der Cloud und ist somit weitgehend autonom. Er soll eine eigene Persönlichkeit entwickeln, um dies zu untermauern soll er unterschiedliche Gesichtsausdrücke und Animationen auf dem kleinen Display darstellen können. Anki gibt an, dass es rund tausend unterschiedliche Ausdrücke sein sollen - für die sich der Konzern Hilfe bei Profis geholt hat. Unter anderem sollen Studios wie Pixar bei der Animation mitgewirkt haben.

Grundsätzlich soll Vector euch bei täglichen Aufgaben helfen und Anfragen beantworten - ähnlich wie ein Sprachassistent. So könnt ihr Fragen nach dem Wetter, der Verkehrslage oder Internetanfragen stellen. Dabei ist der Assistent aber deutlich limitierter als die Konkurrenz - die Steuerung von Smart-Home-Anwendungen oder das Einkaufen im Internet sind nicht möglich. In diese Richtung möchte Anki aber auch erst gar nicht gehen - primär soll der Spaß bei der Interaktion mit dem Roboter im Vordergrund stehen.

Finanziert wird der Roboter über Kickstarter. Die Preise beginnen bei 199 US-Dollar, die ersten Unterstützer sollen ihren Vector bereits im Oktober erhalten. Ärgerlicherweise wird der Roboter nur innerhalb der USA versandt.

Anki-CEO Boris Sofman sagt dazu:
"Wenn man sich den Alltag mit Robotern vorstellt, lassen sich viele von Science-Fiction-Romanen, Fernsehsendungen und Filmen mit übermütigen Charakteren wie R2-D2 aus "Star Wars" und Rosie in "The Jetsons" inspirieren. Die Realität sieht anders aus: Wir haben nützliche Heimroboter - Puck-ähnliche Staubsauger und leblose, zylindrische, sprechende Lautsprecher. Das wird sich bald ändern. Zum ersten Mal werden die Menschen mit einem Roboter leben, der sowohl eine warme und freudige Erfahrung als auch eine neue und charakteristische Form des Nutzens mitbringt. Dies schlägt nicht nur eine Brücke zu einer neuen Kategorie von Heimrobotern, sondern auch zu unseren eigenen zukünftigen Produktlinien, die auf der Ebene der möglichen Fähigkeiten weiter wachsen werden.

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