Apple verweigert Reparatur eines $5000 iMac Pro – und legt sich mit dem Falschen an

von Bernd Rubel
19. April 2018

Unter Berufung auf eine obskure Reparaturrichtlinie weigert sich Apple, einen brandneuen iMac Pro zu reparieren. Der Fall wäre vermutlich niemals an die Öffentlichkeit geraten, wenn der Besitzer des Geräts nicht Linus Sebastian hieße, als eben jener den YouTube-Kanal Linus Tech Tips betriebe und dort mal eben locker auf 5,6 Millionen Abonnenten kommt. Shitstorm in Drei, Zwei, Eins ...

Linus hatte den iMac Pro für ein Teardown auseinandergenommen, beim erneuten Zusammenbau zerbrach der Bildschirm. Passiert, Schicksal - und Linus wollte die Reparatur selbst bezahlen. Doch Apple verweist auf eine umstrittene Vertragsklausel, die besagt: "Wenn ein Mac von einem anderen als einem autorisierten Techniker zerlegt wird, ist der zukünftige Service ausgeschlossen."

Der Kanadier macht, was Kanadier in solchen Fällen machen: Rambazamba. Nun weitet sich der Fall zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt zum PR-Gau für Apple aus. Das Video wurde schon über 1,5 Millionen mal abgerufen und der Vorfall wirft in vielen Medien ein helles Licht auf die immer noch aktuellen Diskussionen zum "Right to Repair". Erst vor wenigen Tagen hatte sich herausgestellt, dass Apple anscheinend via OTA-Update von Drittanbietern reparierte iPhone-Displays unbenutzbar macht.

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