Aufgepasst, liebe Bauarbeiter: Dieser Roboter montiert Trockenbauwände

von Carsten Drees
2. Oktober 2018

Roboter werden uns massig Jobs wegnehmen in den nächsten Jahren. Dass das unvermeidbar ist, sollte jedem längst klar sein. Gerade Arbeiten mit klaren Strukturen und immer gleichen Abläufen können so viel effizienter und schneller erledigt werden. Wir sind dabei natürlich längst an einem Punkt, an dem wir nicht mehr davon reden, dass ein Roboterarm an einem Fließband eine Schraube an einem Produkt festdreht oder ähnliches. Dank künstlicher Intelligenz können Roboter mittlerweile schon eigenständig Türen öffnen und vieles mehr.

In Japan wurde jetzt ein Roboter mit dem kryptischen Namen HRP-5P vorgestellt und zwar vom National Institute of Advanced Industrial Science and Technology, kurz AIST. Es handelt sich dabei um eine Forschungsorganisation, die vom Staat Japan getragen wird. 

Der Roboter montiert in dem kurzen Video eine Trockenbauwand. Klingt erst einmal simpel und ist tatsächlich für einen Handwerker oder Bauarbeiter nur ein Prozess von vielen, die er bewältigen kann.

Wir dürfen aber nicht vergessen, was für ein komplexes Unterfangen dieser Arbeitsschritt darstellt: Der Roboter muss zunächst einmal das Brett zur Hand nehmen, natürlich ohne es dabei fallen zu lassen. Er muss dann die exakte Position an der Wand ermitteln und das Brett dann selbstverständlich dann auch noch anbringen. So ein Roboter kann also allein in so einem Raum eingesetzt werden und knüppelt euch die einzelnen Elemente an die Wand. Das bedeutet, dass er sich eigenständig bewegt, Objekte erkennen und vermessen kann und auch die Arbeitsschritte selbstständig plant.

Beim AIST spricht man übrigens nicht davon, dass man dafür sorgen möchte, dass Menschen durch so einen Roboter ihre Arbeit verlieren. Vielmehr geht man davon aus, dass wir künftig immer älter werden und es weniger Geburten geben wird. Daraus resultiert, dass sich gerade in körperlich betonten Berufen wie auf dem Bau der Nachwuchs ausbleiben könnte und diese Lücke sollen solche Roboter schließen.

Später sollen diese Roboter dann bei Großaufträgen unterstützend eingreifen, beispielsweise bei der Montage von Flugzeugen oder Schiffen. Unabhängig von der Frage, ob künftig unangemessen viele Jobs wegfallen werden durch solche Technologien, muss man jedenfalls den Hut ziehen vor diesem Metall-Kerl, der schon so eigenständig zu arbeiten vermag.

Quelle: AIST via TechCrunch

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