Bosch FreshBox: Stromlos kühlere Lebensmittel für Afrika

von Carsten Drees
4. September 2018

Die Jungs und Mädels von Bosch sind unglaublich umtriebig und entwickeln in unzählige Richtungen. Im Subsahara-Afrika hat man sich vor einigen Jahren vor Ort über die Probleme der Einheimischen informiert und stellte fest, dass verderbliche Lebensmittel ein großes Problem darstellen, welchem man mit entsprechender Technologie entgegenwirken kann.

Die Bosch-Tochter BSH hat daher mit deutscher Unterstützung in der Türkei die FreshBox entwickelt. In ländlichen Regionen Afrikas, in denen sowohl unbegrenzt verfügbares Wasser als auch Elektrizität nicht annähernd in dem von uns gewohnten Maße vorhanden sind, musste man sich eine Lösung überlegen, die ohne Strom auskommt.

Das Ergebnis ist eben besagte FreshBox, die auch ohne Strom in der Lage ist, Lebensmittel etwa 10 Grad kühler als die Umgebungstemperatur zu lagern. Dabei setzt Bosch auf das Prinzip der Verdunstungskälte, ähnlich dem Vorgang des Schwitzens.

Für dieses physikalische Grundprinzip benötigt man eine Außentemperatur oberhalb von 25 Grad und eine Luftfeuchtigkeit unter 30 Prozent. Beides ist im Subsahara-Raum gegeben, speziell die Länder Nigeria und Kenia hat Bosch hier im Blick.

Pro Tag wird lediglich eine Wassermenge von 1,4 Litern benötigt, wobei es sich nicht einmal um Trinkwasser handeln muss, Strom wird überhaupt keiner benötigt. Somit ist die FreshBox etwas, was nicht nur auf den ersten Blick gegen High-Tech-Kühlschränke nicht anstinken kann, aber in Ländern wie Nigeria oder Kenia den entscheidenden Unterschied machen kann für die Leute. Daher: Daumen hoch für dieses Produkt!

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