Centauro – der Rettungsroboter der Zukunft?

von Jan Gruber
31. Juli 2018

Androiden haben ausgedient - nicht alles was die Evolution sich überlegt hat, muss zwangweise für jeden Einsatzbereich auch ideal geeignet sein. Im Unterschied zu Menschen müssen Roboter - solange sie sich nicht selbst anpassen - mitunter nur für gezielte Anwendungsbereiche qualifiziert sein. Nach diesem Ansatz wurde der Centauro designt.

Der neue Such- und Rettungsroboter wurde von Forschern des Istituto Italiano di Tecnologia entwickelt. Die Techniker wollen die nützlichste Körperform für Roboter im Katastropheneinsatz finden. Normalerweise werden diese Maschinen wie Menschen gebaut, mit zwei Armen und zwei Beinen. Zunehmend stellten die Forscher jedoch fest, dass Hybridkonstruktionen mehr Flexibilität bieten. Aufgrund der vier Beine, mit Rädern, hat der Centauro einen stabileren Stand als Roboter auf zwei Beinen, die Arme werden für die Interaktionen mit Gegenständen benötigt. Der Roboter beruht auf dem Design des Momaro, ein Roboterkonzept der Universität Bonn. Momaro war der Spitzenreiter der DARPA Robotics Challenge im Jahr 2015, dort wurden Roboter für den Katastropheneinsatz vorgestellt und bewertet.

Der Centauro ist 1,5 Meter hoch, wiegt 93 Kilogramm und ist ausschließlich aus verschiedenen Leichtmetallen gefertigt. Das Chassis ist mit einer Kunststoffhaut aus dem 3D-Drucker überzogen. Die Batterielaufzeit beträgt 2,5 Stunden, der Roboter wird ausnahmslos ferngesteuert und ist nicht autonom einsetzbar. Der größte Vorteil des Designs ist die Flexibilität, jedes Glied besitzt sechs Freiheitsgrade.

Während der Konstruktionsprozess erste Ergebnisse erzielt, stehen die Forscher vor weiteren komplexen Herausforderungen. Der nächste Schritt ist die Entwicklung einer effizienten Steuerung.

Via The Verge

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