Die Story hinter der letzten Anti-Volkswagen Kampagne in den USA

von Bernd Rubel
4. Juli 2018

Im vergangenen Monat machte in den USA ein seltsamer Werbespot die Runde. In ihm wurde die Behauptung aufgestellt, die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel denke, Amerikaner seien "Trottel". Deutschlandund insbesonders Volkswagen plane, den US-Markt mit hunderttausenden, besonders billigen Autos zu fluten, um der US-amerikanischen Konkurrenz zu schaden.

Den Kollegen von jalopnik.com kam das Video seltsam vor, also haben sie zu den Hintergründen recherchiert - mit überraschenden Resultaten.

Hinter der Kampagne soll nach bisherigen Erkenntnissen mit Shafik Gabr einer der reichsten Männer Afrikas stecken. Dem gehört die ARTOC Group, die bis vor vor einiger Zeit die exklusiven Vetriebsrechte für Fahrzeuge von Skoda in Ägypten besaß. Im Raum steht der Verdacht, dass die in den USA gestartete Kampagne nur dem Zweck diene, Volkswagen zu einem Deal mit der ägyptischen Artoc Group zu zwingen. Mit dem Dieselskandal, US-amerikanischen Autos und Arbeitsplätzen oder mit Angela Merkel hätte das dann alles nix zu tun.

Ein kleiner Wirtschaftskrimi. Und wieder einmal ein wunderbares Beispiel, dass vieles komplexer sein kann, als es auf den ersten Blick scheint. Insbesondere dann, wenn viel Geld im Spiel ist.

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