Facebooks Geschäftsmodell: So werden unsere Daten genutzt

von Carsten Drees
9. April 2018

Diese Woche wollen wir uns verstärkt mit Facebook auseinandersetzen. Der Skandal um weitergegebene Daten köchelt immer noch auf höchster Stufe und Mark Zuckerberg muss in den USA am Dienstag im Justizausschuss des US-Senats aussagen, am Mittwoch dann im Handelsausschuss des US-Repräsentantenhauses.

Dort wird man ihn eventuell auch fragen, nochmal genau zu erklären, wie das genau vonstatten geht mit der Daten-Sammelei und wie es Facebook fertig bringt, damit sehr viel Geld zu verdienen. Im Grunde müsste Zuckerberg den Ausschüssen nur dieses Video der polnischen "Panoptykon Foundation" vorzeigen, die es sehr anschaulich erklärt. In der Beschreibung heißt es:

"Identifiziert und manipuliert Facebook deine Gefühle? Ist es in der Lage, deinen Persönlichkeitstyp, deine Gewohnheiten, Interessen, politischen Ansichten und dein Einkommen zu erkennen? Nutzt es alle Informationen, um uns mit personalisierten Anzeigen oder gesponserten Inhalten zu erreichen? Darauf kannst du wetten! Mark Zuckerbergs Imperium basiert auf der Analyse der digitalen Schuppen, die wir im Internet hinterlassen, um sie in ein wertvolles Verbraucherprofil zu verwandeln und an Werbekunden zu verkaufen. In dieser Fabrik sind wir nicht einmal ein Produkt - wir sind nur eine menschliche Biomasse, die erst dann an Wert gewinnt, wenn sie von einem Algorithmus geformt und bearbeitet wird. Wie genau funktioniert es? Schaut es euch an."

Wichtig dabei: Verkaufen tut Facebook diese Daten eben gerade nicht, um Geld zu verdienen. Aber es nutzt die richtige Verknüpfung der Daten, um seinen Klienten die passende, personalisierte Werbung zu verkaufen. Wie immer, wenn wir über Facebook und diese Daten-Geschichte reden, müssen wir also natürlich auch im Hinterkopf behalten, was wir selbst dazu beitragen, dass Facebook so viel über uns weiß.

via Netzpolitik.org

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