Gruselig: Diese Technologie verwandelt jede Realität im Video in eine andere

von Carsten Drees
11. September 2018

Wir plagen uns überall ständig mit Fake-News und Fake-Videos herum, versuchen verzweifelt, diese zuverlässiger zu erkennen - und was macht die Wissenschaft derweil? Sie peitscht eine Technologie nach der nächsten voran, um diese Fakes noch perfekter zu machen.

Nicht falsch verstehen: Die Motivation eines Wissenschaftlers, der einen solchen Algorithmus optimiert, ist natürlich eine andere als die von einer Person, die Deepfakes im Netz verbreitet, in denen Gesichter von Hollywood-Schauspielerinnen in Pornos auftauchen oder ein Barack Obama den aktuellen Präsidenten Trump anpöbelt. Aber es geht zum "Glück" immer noch eine Spur gruseliger:

Forscher an der Carnegie Mellon University haben nämlich eine Methode entwickelt, ein Video in ein anderes zu verwandeln. Klingt vermutlich nicht ganz so anschaulich gerade, sehe ich ein, also zur Erklärung: Ein Algorithmus ist beispielsweise in der Lage, ein Video mit einer in Zeitraffer aufblühenden Blume in eine komplett andere Blume zu verwandeln. Oder John Oliver in Stephen Colbert oder Barack Obama in Donald Trump. Kurz gesagt: Alles kann in alles verwandelt werden!

Hier bedient man sich der sogenannten "Generative Adversarial Networks", einer Methode, die auf gleich zwei künstlichen neuronalen Netzwerken basiert, die miteinander agieren. 

Bei TechCrunch erfahrt ihr mehr über die Technologie dahinter. Wir können uns derweil natürlich überlegen, welche Einsatzzwecke für diese Technik in Frage kommen. Ein mögliches Beispiel wären Special Effects in Filmen, die einfacher, schneller und kostengünstiger erstellt werden könnten. Logisch, dass man - Stichwort Deepfakes - damit auch Unfug getrieben werden könnte. Dessen sind sich die Wissenschaftler der Carnegie Mellon University natürlich bewusst und mahnen an, dass auch die Technologien zum Erkennen solcher Fakes weiter verbessert werden müssen.

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