Harvard erforscht wollähnliches Material für 3D-Druck

von Jan Gruber
8. September 2020

In Sachen 3D-Drucker gab es in den letzten Monaten und Jahren einige bahnbrechende Fortschritte, das betrifft nicht nur die Drucker selbst, sondern auch die dafür einsetzbaren Materialien. In Harvard ist es Forschern gelungen, ein neues Material herzustellen. Es ist wollähnlich und soll seine Form verändern können.

Die Entwickler erhoffen sich dadurch vor allem den Müll in der Modeindustrie zu verringern. Es wird mit Keratin hergestellt, das aus recycelter Wolle gewonnen wird. Keratin ist ein Faserprotein, das im Haar zu finden ist – das natürlich die Angewohnheit hat, in seine natürliche Form zurückzukehren.

„Dieser zweistufige Prozess des 3D-Druckens des Materials und des anschließenden Festlegens seiner dauerhaften Formen ermöglicht die Herstellung wirklich komplexer Formen mit Strukturmerkmalen bis in den Mikrometerbereich“, sagt Luca Cera, ein Postdoc-Stipendiat der SEAS und Erstautor einer Arbeit über das Material, in einer Pressemitteilung. „Dadurch eignet sich das Material für eine breite Palette von Anwendungen von der Textil- bis zur Gewebetechnik.“

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