Planet E – Stromfresser Internet

von Jan Gruber
24. September 2018

Während viele von einer vernetzten Zukunft und intelligenten Städten träumen, gibt es auf der anderen Seite noch viele offene Fragen zu klären. Eine davon ist die Frage, ob Smart Cities tatsächlich effizienter sind. Energie soll zwar mit Hilfe von Sensoren sinnvoller genutzt werden – diese Sensoren brauchen jedoch selbst auch Strom. Wie wir bei Fernweh bereits festgestellt haben – den Startschuss für eine effiziente Zukunft müssen wir bereits jetzt geben: Durch die Energiewende.

Im ZDF gab es am Sonntag dazu eine passende Dokumentation. Bei Planet E gehen die Macher genau diesem Thema nach und bezeichnen das Internet, nicht unberechtigt, als Stromfresser. Dabei haben die Macher einen Blick hinter die Kulissen gewagt und Rechenzentren in Deutschland und Skandinavien besucht. Sie bilden das Rückgrat für moderne Internet of Things Anwendungen.

Die Zahlen sind wirklich schockierend: Die Rechenzentren sollen 2016 so viel Strom gebraucht haben, wie von 5 Kohlekraftwerken erzeugt wurden. Dadurch ergeben sich große Umweltprobleme.

Die Dokumentation gerät an vielen Stellen etwas kurz. Viel Strom zu verbrauchen mag ein Problem sein, ist es aber vor allem nur dann, wenn der Strom nicht aus grünen Quellen kommt. Diese Frage greift der Film nur minimal auf – wir bleiben bei unserer Forderung nach der Energiewende – er ist aber dennoch sehenswert. Die Dokumentation steht in der Mediathek des ZDF kostenlos zur Verfügung.

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