Reklametafel schockt unbelehrbare Fußgänger
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Reklametafel schockt unbelehrbare Fußgänger

von Bernd Rubel
16. Juni 2017

Eine digitale "Reklametafel" in Frankreich schockt Fußgänger, die eine rote Ampel überqueren und fotografiert dabei ihr erschrockenes Gesicht. Nach ein paar Schritten auf der eigentlich in diesem Moment für Autos freigebenen Straße ertönt das Geräusch laut quietschender Bremsen. Die Fußgänger sind sichtlich geschockt, springen zur Seite oder eilen Richtung Bürgersteig und lassen ihre Habseligkeiten fallen.

Das Risiko für einen Fußgänger, bei einem Verkehrsunfall tödlich zu verunglücken, ist sechsmal höher als das Risiko eines Autofahrers. Fahrradfahrer (7fach) und Motorradfahrer (18fach) sind noch gefährdeter. Zwar sinkt die Zahl der verunglückten Fußgänger bei gleichzeitig wachsendem Bestand an Fahrzeugen im Straßenverkehr seit Jahrzehnten mehr oder weniger konstant, doch noch viel zu häufig kommt es zu schweren Unfällen.

Experten befürchten, dass eine zunehmende Zahl von Elektroautos im Straßenverkehr dazu führt, dass besonders Fahrradfahrern und Fußgängern der akustische Sinneseindruck fehlt und sie ein herannahendes Fahrzeug nicht hören. Einige schlagen vor, die Autos mit einem künstlich erzeugten Motorengeräusch auszustatten oder setzen ihre Hoffnung auf die Fähigkeiten der Kameras und Sensoren, die in modernen Fahrzeugen mit Fahrerassistenzsystemen eingebaut sind. Einige Städte und Kommunen testen unterdessen "Bompeln", um die von ihrem Smartphone abgelenkten Fußgänger vom Betreten der Straße während einer Rotphase abzuhalten.

Was diese digitalen Werbetafeln mittlerweile noch alles können, lest ihr hier. Und es wird euch vermutlich nicht gefallen ...

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