Roboter-Ente für krebskranke Kinder

von Jan Gruber
13. September 2018

Anfang des Jahres hat der Konzern Aflac im Rahmen der CES eine Roboter-Ente vorgestellt. Anders als die kürzlich präsentierte zweite Version von Sonys Aibo hat die Ente eine klare Anwendungsgruppe: Kinder, und zwar krebskranke Kinder.

Insofern handelt es sich bei dem Roboter quasi um ein Therapiewerkzeug. Die Ente soll nicht nur einen Spielgefährten für schwere Zeiten darstellen, sondern bietet auch einige praktische Funktionen im Umgang sowohl mit dem Patienten als auch mit der Therapie selbst. Mit Hilfe von RFID Karten sollen die jungen Patienten ihre Emotionen über die Ente ausdrücken können. Da die Zielgruppe bei Kindern im Alter von drei Jahren beginnt, ist das ein durchaus denkbares Szenario. Zudem arbeitet der Roboter als eine Art Tamagotchi - mithilfe der App oder RFID Tags können Kinder den Roboter füttern, baden oder ihm aber auch eine Chemotherapie verabreichen. So sollen Kinder zumindest das Gefühl bekommen, ihre Behandlung selbst etwas kontrollieren zu können.

Eine besonders interessante Funktion ist aber die Möglichkeit, Atem und Herzschlag nachbilden zu können. So soll die Ente die Patienten durch ruhige, flache Atmung und einen kontrollierten Herzschlag auch beruhigen - selbst während der Behandlung.

Die Roboter sind dabei keine große Zukunftsmusik - sie befinden sich schon im Einsatz. Die Firma hat bereits eine Krebsklinik in Atlanta ausgestattet, diesen Monat noch soll die Auslieferung an eine Kinderklinik in South Caroline starten.

More
Kommentare