Seehofer beim Digitalgipfel: “Bücher bestellen bei Google” – ihr kennt das

von Carsten Drees
4. Dezember 2018

Deutschland und die Entwicklung bei der künstlichen Intelligenz. Laut Bundesinnenminister Horst Seehofer stehen wir in diesem Punkt gar nicht so schlecht da, wenngleich wir noch nicht auf Augenhöhe mit China und den USA sind. Bei aller berechtigten Kritik an dem Politiker mag diese Einschätzung sogar stimmen.

Im Rahmen des in Nürnberg stattfindenden Digitalgipfels, bei dem heute auch die Bundeskanzlerin zugegen ist, will man noch einmal klar machen, dass das Thema Digitalisierung tatsächlich auch in Berliner Regierungskreisen angekommen ist und sogar weit oben auf der Agenda steht. In seiner Rede spricht er nicht nur darüber, wie wichtig künstliche Intelligenz beispielsweise beim Kampf gegen Cyber-Kriminalität sein kann bzw. wie nützlich fürs Profiling, sondern reiht sich mit folgendem Satz auch ins "Neuland"-Geschichtsbuch der Bundesregierung ein: "Jeder kennt das, wenn er bei Google einige Bücher bestellt und dann ungebeten Angebote bekommt, was ja auch sowas ist wie ein Profil."

Man muss Seehofer zumindest zugute halten, dass er neben den Risiken von KI immerhin auch die Chancen sieht und er ernsthaft bemüht wirkt, wenn er über kommende Aufgaben spricht. Dadurch, dass bei der gleichen Konferenz der Telekom-Chef Höttges "5G für alle" mit dem "Privatjet für jeden" vergleicht, könnte ich mir vorstellen, dass Seehofers Google-Bücher-Satz nicht der größte Aufreger der Veranstaltung sein wird. So oder so: Hier ist seine Rede zur künstlichen Intelligenz.

PS: Und ja, natürlich kann man tatsächlich E-Books bei Google kaufen - ich bin aber ziemlich sicher, dass der Bundes-Hotte das nicht gemeint hat ;-)

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