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Wake Up Call: die wahren Kosten unserer Gadgets

von Bernd Rubel
14. Dezember 2015

Na, wann steht denn bei euch das nächste neue Smartphone an? Vielleicht mit dem Ende der Vertragsbindung, also im üblichen Zwei-Jahres-Rhythmus? Seien wir ehrlich: die meisten von uns wissen, dass für all die coolen Gadgets überall auf der Welt die Rohstoff-Minen geplündert werden, z.T. mit unfassbaren Konsequenzen für die Natur und die vor Ort lebenden Menschen. Die "Wake Up Call" Initiative will über diese Missstände aufklären und stellt die Verbindung zwischen den Entwicklungen an den internationalen Rohstoff-Börsen über nicht auswechselbare Smartphone-Akkus bis hin zu definierten Verfallszyklen für technische Geräte her.

Ein heikles Thema, das mit der weiteren Verbreitung technischer Produkte im Smart Home oder in Smart Cars sicherlich noch relevanter wird und uns zwischendurch mal innehalten und die ein oder andere Neuanschaffung hinterfragen lassen sollte. Gibt es Geräte, die Ansätzen wie dem FairPhone nahekommen? Überstrapazieren wir selbst vielleicht das Ping-Pong Spiel aus Bestellung und Retourensendungen? Was ist mit funktionierenden Recycling-Konzepten, wie sie z.B. Nicole bei einem Besuch in Shenzhen vorgestellt hat?

Wir wollen jetzt hier als Tech-Blog nicht mahnend mit dem Zeigefinger fuchteln, das wäre ja irgendwie unglaubwürdig. Aber vielleicht können wir alle ein wenig mehr auf solche Zusammenhänge achten, unseren eigenen Konsum ein wenig zurückschrauben und verantwortungsbewussten Herstellern den Vorzug bei einer Kaufentscheidung geben - das wäre zumindest ein Anfang. Mehr Hintergrundinformationen zum #WakeUpCall findet ihr auf den Websites der gaiafoundation.org.

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