Zukunft der Schifffahrt? Ozeanriesen aus der Ferne steuern

von Jan Gruber
5. Dezember 2018

Sowohl Personen- als auch Warenverkehr stehen vor einer Trendwende. Während wir beim Personenverkehr den Trend in Richtung Elektroautos und Sharing Economy, auch für Micro-Mobilität, sehen, soll auch der Warenverkehr revolutioniert werden. Wo Elektro-LKWs die letzte Meile erledigen sollen, müssen wir aber auch größer denken. Auch der Schiffsverkehr soll sich verändern – eine Möglichkeit zeigt ausgerechnet Rolls-Royce.

Der eigentlich für Luxus-Autos bekannte Hersteller möchte die Weltmeere in Zukunft mit eigenen futuristischen Schiffen erobern. Während wir noch keine Entwicklung in Richtung autonomes Fahren erkennen können, sollen Schiffe in Zukunft dennoch ohne eigene Besatzung auskommen. Wenn es nach dem Hersteller geht, werden die Kapitäne die Schiffe künftig remote steuern. So können sie am Abend, nach getaner Arbeit, nach Hause zu ihrer Familie gehen. Die lange Zeit auf See entfällt.

Dabei sitzt der Kapitän trotz allem auf seiner Brücke, statt dem Fenster gibt es aber überall Monitore. Die Schiffe sind mit jeder Menge Sensoren ausgestattet, der Fahrer selbst steuert mit zwei Joysticks über Funk. Alle Informationen sollen dabei verfügbar sein – vom Radarbild über die Seekarte bis hin zum klassischen Blick von der Brücke. So bietet das System sogar mehr Daten, als sonst vor Ort verfügbar sind, der Anbieter möchte Daten aus allen möglichen Quellen aggregieren.  

Die Zielrichtung ist dennoch absehbar: künstliche Intelligenz. Sie soll den Kapitänen nach und nach schwierige Manöver oder Entscheidungen abnehmen – und in Zukunft vielleicht noch mehr?! Noch bleibt abzuwarten, ob der Kapitän des Traumschiffs in wenigen Jahren nicht mehr zu seinen begeisterten Passagieren unter Deck geht,... 

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