DJI Mavic Air – die ultimative Reisedrohne?

Mit der Mavic Air stellt DJI eine neue ultrakompakte Drohne vor, die den bisher verfügbaren - auch schon sehr transportablen - Modellen den Rang ablaufen könnte. Dank der faltbaren Arme und Propeller braucht die Drohne im Transportmodus kaum mehr Fläche als ein Smartphone. Zudem gibt es ein paar wirklich sinnvolle Features für den Flugbetrieb.
von Mark Kreuzer am 23. Januar 2018

Mit der Mavic Air stellt DJI eine neue ultrakompakte Drohne vor, die in punkto Portabilität und Leistung nahezu alles bis jetzt erschienene in den Schatten stellt. Auf den ersten Blick drängt sich der Eindruck auf, dass die Mavic Air eine Kreuzung aus der DJI Spark und der Mavic Pro ist. Beides für sich genommen schon sehr gute Drohnen, die aber unterschiedliche Bereiche abdecken.

Technische Daten – Mavic Air

Schaut man sich die Mavic Air an, fällt sofort das extrem kompakte Design auf. Dank der faltbaren Arme und Propeller braucht die Drohne im Transportmodus kaum mehr Fläche als ein Smartphone. Damit ist sie nochmal um einiges kompakter als die DJI Spark und auch leichter zu transportieren. Das Gewicht der Mavic Air beträgt nur 430g, womit sie das Reisegepäck nur unmerklich schwerer macht.

Die DJI Mavic Air hat eine maximale Flugzeit von bis zu 21 Minuten. Sie kann unter bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 36 km/h und in Höhen von bis zu 5000 Meter über dem Meeresspiegel stabil fliegen. Natürlich hat sie eine integrierte Begrenzung der Flughöhe, aber gerade im Ski-Urlaub ist dies dann doch eine wichtige Information.

Die Fernsteuerung ist die erste, die über abnehmbare Steuerknüppel verfügt, die für den optimalen Transport innerhalb der Fernbedienung verstaut werden können. Die in dem faltbaren Landegestell untergebrachten Rundstrahlantennen erhöhen die Signalabdeckung, um eine maximale Reichweite von bis zu 4 km  zu liefern, beim Flug mit der Fernbedienung mit 1080p-Videoübertragung in Echtzeit.

Kamera – Mavic Air

Die 4K-Kamera hat einen 1/2,3 Zoll Sensor mit einem Blendenbereich von F2.8 und einer Brennweite von 24mm. Sie ist auf einem Drei-Achsen-Gimbal-System montiert, welches zusätzlich noch mal auf Dämpfern gelagert ist, das wiederum Vibrationen aus dem Flugbetrieb noch weiter verringern soll.

Die Kamera ermöglicht 4K Aufnahmen bei 30 fps oder kann bei 1080p mit bis zu 120 fps aufnehmen. Mit einer maximalen Bitrate von 100 Mbit/s bin ich jetzt schon sehr gespannt auf die Videoaufnahmen, die mit der Mavic Air möglich sein sollen.

Neben dem üblichen Micro SD-Karten Slot besitzt die Mavic Air als erste Drohne von DJI einen 8GB großen internen Speicher. Das heißt ihr könnt zukünftig die Mavic Air nicht nur per USB-C Laden sondern auch direkt auf die Aufnahmen zugreifen.

Dank neuer HDR-Algorithmen soll die Kamera glasklare 12-Megapixel-Standbilder machen können, die helle und dunkle Lichtdetails besser unterscheiden. So soll man von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang „atemberaubende“ Fotos aufnehmen können. Einige Bilder, die mit der Mavic Air geschossen wurden, könnt ihr in der obigen Galerie sehen.

Flugmodi – Mavic Air

Die Mavic Air hat sich auch einige der Tricks der DJI Spark Drohen abgeschaut. So könnt ihr die Drohne komplett ohne Fernbedinung oder Smartphone per Handgesten steuern. Damit können ganz einfach folgende Befehle gegeben: starten, verfolgen, fotografieren, filmen, entfernen, nähern und landen.

Auch wurden die bereits bekannten QuickShot-Modi um zwei neue Flugmanöver erweitert. Neben den Modi Rocket, Dronie, Circle und Heli gibt es jetzt die Modi Asteroid und Boomerang, die euch automatisch Video Aufnahmen erstellen, die – wenn man sie manuell fliegen wollte – sehr komplex wären oder einiges an Nachbearbeitung erfordern würden.

Flight Autonomy 2.0 für sicherern Flug

Die sieben Boardkameras und verschiedene Infrarotsensoren erstellen beim Fliegen fortlaufend eine 3D-Karte der Umgebung. Dadurch ist die Mavic Air in der Lage, möglichst präzise zu schweben und die Flugleistung zu optimieren. Neu ist außerdem, dass erstmals neben dem nach vorne gerichteten Sichstsystem nun zusätzlich auch ein nach hinten gerichtetes duales Kamerasystem die Umgebung nach Hindernissen in einem Bereich von 20 Metern scannt und in der Lage, ist Kollisionen zu verhindern.

Aus eigener schmerzhaften Erfahrung freue ich mich besonders auf diese Neuerungen, denn eine Vielzahl von Drohnen Abstürzen passieren leider beim Rückwärts fliegen.

Preis und Verfügbarkeit Mavic Air

Die Mavic Air wird in drei Farben angeboten: Onyx, Polarweiß und Feuerrot. Für die Drohne mit Akku, Fernbedienung, Tragekoffer, zwei Paar Propellerschützer und vier Paar Propeller beträgt der Einzelhandelspreis 849 Euro. Die Mavic Air Fly More Combo enthält die Drohne, drei Akkus, eine Fernbedienung, eine Reisetasche, zwei Paar Propellerschützer, sechs Paar Propeller, einen Akku-auf-Power-Bank- Adapter und eine Akkuladestation für 1.049 Euro. Ab heute ist Mavic Air auf store.dji.com, bei vier DJI Flagship Stores und autorisierten Händlern zur Vorbestellung verfügbar. Der Versand von Vorbestellungen beginnt am 28. Januar.

Zwischenfazit Mavic Air

Persönlich freue ich mich sehr über die Mavic Air. Die kompakte Bauform könnte sie nun wirklich zu der ultimativen Reisedrohne machen. In meinen Augen wird die Qualität der Kamera darüber entscheiden, ob die Mavic Air in der Lage ist, sich die Krone in der Drohnenkategorie zu schnappen. Der Preis von 849€ ist sicher kein Schnäppchen, aber ich persönlich würde mir eher eine Mavic Air für den Urlaub als eine digitale Spiegelreflex Kamera kaufen.