LG G6 – Erstes Video mit schicken Renderbildern

Mit dem LG G6 wollen die Koreaner endlich wieder zum grossen Konkurrenten Samsung aufschliessen. Aktuelle Leaks, Daten und Informationen, bereiten wir in diesem Sammelartikel auf, sortieren diese und geben somit einen Ausblick auf das kommende Android Smartphone von LG.
von Carsten Drees am 28. Dezember 2016

Update vom 28. Dezember 2016:

Es kam wie es kommen musste. Sobald die ersten Skizzen und Ideen am Start sind und nur einen Tag, nachdem erste Abmessungen grob die Runde machen, schon legen die Renderspezialisten los und schmeissen ihre Programme an. Da werden dann die Bilder doppelt getagged, damit auch ja jeder weiss, woher sie stammen. Gut… Ehre wem Ehre gebuehrt, aber gerade diese Szene ist zu einer ganz seltsamen Nummer verkommen. Sei es drum… das LG G6 wurde nun angeblich „geleakt“, was natuerlich Bullshit ist. Dennoch geben uns die Render einen wunderbaren Eindruck von dem kommenden Flaggschiff der Koreaner.

Sieht jetzt fuer mich alles nicht so ueberraschend aus und nach einer konsequenten Weiterentwicklung eines LG G5/LG V20 Hybridens, was zu erwarten war. LG wird sich leider vom modularen System abwenden, aber es besteht ja noch die Hoffnung, dass die Rueckseite (wie beim V20) abnehmbar ist und ihr somit den Akku austauschen koennt. Ahso, bewegte Bilder gibt es auch noch:

Update vom 27. Dezember 2016:

Kurz vorm Jahresende hören wir nochmal was zum kommenden LG G6. So, wie Etnews berichtet, will LG sich einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen, indem man das G6 auf den Markt bringt, bevor Samsung und Co aktiv werden können. Möglich also, dass wir bereits im Februar das neue Flaggschiff zu sehen bekommen – zumindest will man die Zeit zwischen Präsentation und Verfügbarkeit so kurz wie möglich halten.

Wichtiger ist aber meines Erachtens, was die Ingenieure in Korea derzeit ausbrüten bzw. ausgebrütet haben. Freund und Kollege Nirave zeigt auf Android Authority eine Skizze, die uns das Design des neuen Smartphones offenbaren soll. Das Blog stützt sich dabei auf den Leak von Shai Mizrachi, der in der Vergangenheit mit seinen Leaks sowohl bei LG als auch Samsung bereits richtig gelegen haben soll.

Ein Blick auf die Skizze zeigt uns, dass sich optisch nicht sehr viel ändern wird gegenüber dem G5: Die Dual-Cam ist wieder da und ähnlich angeordnet, gleiches gilt auch für den Fingerabdrucksensor. Wer sich also ein deutlich verändertes Design gewünscht hat, dürfte enttäuscht sein. Oben im Artikelbild seht ihr die Skizze im Vergleich zum G5 und dem V20, hier jetzt nochmal in groß das vermutete G6-Design:

Ob die Modularität beibehalten wird, ist hier nicht eindeutig ersichtlich, vermutlich – das war ja vorher schon Thema – wird sich LG davon jedoch wieder verabschieden. Zudem wird erwartet, dass das G6 sowohl ein wenig schmaler in der Breite wird als auch ein klein wenig dünner.

Ich bin ehrlich gesagt ein wenig zwiegespalten und zwar gleich in doppelter Hinsicht: Beim Design hätte ich mir eine deutlichere Veränderung gegenüber dem Vorgänger gewünscht, und was den frühen Termin angeht, drücke ich LG einfach mal die Daumen, dass man sich dabei nicht übernimmt und in der Hektik nicht Fehler gemacht werden, die man in der Folge bitter bereuen könnte. Als Beispiel sei hier nochmal auf das Galaxy Note 7 von Samsung verwiesen, dem eine längere Testphase sicher gut getan hätte.

Quelle: Android Authority via Pocketnow

Update vom 27. November 2016:

Es gibt Neuigkeiten zum kommenden Flaggschiff LG G6: Schon im Oktober hörten wir davon, dass das ziemlich gefloppte modulare System des G5 im G6 nicht mehr zum Einsatz kommen wird. Dennoch soll der Akku aber auswechselbar bleiben, schreibt der Korea Herald. Welche Design-Änderungen das mit sich bringt, wird hingegen nicht berichtet. Damit könnte sich LG ein wenig von der Konkurrenz abheben, wo die auswechselbaren Akkus zunehmend seltener werden, aber wie es heißt, ist vor allem der Sicherheitsaspekt mit ein Grund, dass sich LG dafür entschieden haben könnte.

Aus Insiderkreisen will die koreanische Zeitung zudem erfahren haben, dass sich an Bord des LG G6 ein Iris-Scanner befinden wird. Im Gegensatz zu Samsung, die das im Galaxy Note 7 über separate Bauteile realisiert haben, könnte LG auf eine Lösung zurückgreifen, bei der besagter Scanner in eine Kamera integriert ist und somit als ein einziges Modul im Smartphone Platz findet.

Zu guter letzt ist in dem Bericht auch noch die Rede von einem eigenen mobilen Bezahlsystem namens LG Pay, welches ins Smartphone integriert werden soll. Dabei würde LG auf die „Magnetic Secure Transmission“-Technologie setzen, die auch bei Samsung Pay zum Einsatz kommt. (via)

Original vom 22. Oktober 2016:

LG hat sich mit der G-Serie als einer der wichtigsten Smartphone-Hersteller auf dem Weltmarkt etablieren können. Mit dem G5 ging man nicht auf Nummer sicher, sondern entschied sich für ein sehr innovatives, modulares Konzept.

Die Experimentierfreude wurde aber nicht in Form von berauschenden Absatzzahlen belohnt – zu wenig Smartphone-Käufer entschieden sich für das modulare G5. Zudem sind bislang lediglich zwei Module verfügbar – es fehlt also auch die breite Unterstützung aus der Industrie. LG selbst bestätigte, dass das Konzept umsatztechnisch nicht aufgegangen sei.

Wie die Electronic Times aus Korea jetzt berichtet, vernimmt man jetzt aus der Industrie vermehrt Stimmen, dass sich LG daher schon mit dem nächsten Flaggschiff – dem G6 – wieder von dieser Modularität verabschieden könnte. Das ist insofern interessant, als erst kürzlich noch seitens LG bekräftigt wurde, an diesem Konzept auch weiterhin festzuhalten.

Stimmt das jedoch, was aus Zuliefererkreisen zu vernehmen ist, wird LG im Gegensatz zum G5 (oben im Bild) wieder zu einer klassischen Bauweise zurückkehren. Das würde bedeuten, dass LG versuchen würde, beim nächsten Flaggschiff kein zu hohes Risiko einzugehen und den Fehler dieses Jahres nicht noch einmal zu wiederholen.

Auf der einen Seite finde ich es schade, weil das Konzept sehr interessant war und durchaus seine Möglichkeiten hat, andererseits war es vermutlich aber zu ambitioniert, dieses Experiment ausgerechnet mit der Vorzeige-Serie des Unternehmens zu wagen. Vielleicht hätte man hier neben dem G5 eine weitere Serie etablieren können.

Stattdessen findet jetzt das LG V20 mit seiner klassischen Bauform großen Zuspruch, was letzten Endes vielleicht LG dazu bewegen könnte, auch beim G6 wieder konservativer zu Werke zu gehen. Warten wir es ab, wie sich LG tatsächlich entscheidet – wir halten euch hier auf dem Laufenden.

Quelle: ETNews.com via Caschys Blog