Microsoft Surface Pro (2017): Alcantara-Update mit besserem Pen

Mit dem Surface Pro (2017) präsentiert Microsoft wider Erwarten eine optisch und technisch überarbeitete Variante seines Bestsellers Surface Pro 4. Die Kombination aus Tablet und Tastatur ist leichter, besitzt leistungsstärkere Prozessoren und eine verlängerte Akkulaufzeit.

Wie vermutet hat Microsoft soeben in Shanghai ein neues Tablet mit Tastatur vorgestellt. Das Surface Pro (2017) ist im Laufe des Tages auch in Deutschland vorbestellbar und soll ab Mitte Juni an die ersten Kunden ausgeliefert werden. Im großen und ganzen handelt es sich um eine aktualisierte Variante des bereits hinlänglich bekannten Surface Pro 4, zu einem Versionssprung auf die “5” hat es zum jetzigen Zeitpunkt nicht gereicht. Dennoch sind die Verbesserungen bemerkenswert.

Optisch hat sich das Surface Pro im direkten Vergleich zum Surface Pro 4 nur marginal verändert, auch wenn das Modell nun weniger kantig wirkt und etwas leichter als der Vorgänger ist. Die Tablet-Einheit des Geräts besitzt auch weiterhin die silberne Rückseite, auf der im oberen Bereich die Kamera untergebracht ist. Die Tastatur-Einheit des Geräts besitzt nun eine Alcantara-Oberfläche und ist ebenso wie die zugleich aktualisierten Surface Pens in verschiedenen Farben erhältlich. Zur Auswahl stehen Schwarz, Graphitblau, Grau und Weinrot.

Im Innern des Geräts hat sich etwas mehr getan. Microsoft stattet das Surface Pro nun mit Prozessoren aus Intels Kaby Lake Generation aus und bringt das Referenzmodell für diese Geräteklasse damit auf den neuesten Stand. Seit der Vorstellung des Surface 4 Pro waren Geräte wie das Lenovo Miix 720 erschienen, die bereits über die neueste Prozessorgeneration verfügen, auch das klassische Microsoft Surface Laptop lässt sich mit diesen CPUs ausstatten. In den kommenden Wochen dürfen wir sicherlich mit weiteren nachziehenden Konkurrenten rechnen, eventuell aktualisiert z.B. Acer sein Switch Alpha Portfolio.

Technische Daten
Microsoft Surface Pro (2017)

Display12,3″ Pixel Sense, 10-Punkt Multi-Touch, 2.736 x 1.824 (267ppi), 3:2 Format
ProzessorenCore m3-7Y30, Core i5-7300U oder Core i7-7660U
Laufwerke128GB, 256GB oder 512GB Solid State Drive (SSD)
Arbeitsspeicher4GB, 8GB oder 16GB RAM (1866Mhz, LPDDR3)
GrafikIntel HD Graphics 620 (i3/i5) oder Intel Iris Plus Graphics 640 (i7)
Kamera (Rückseite)8.0MP Autofocus-Kamera mit 1080p-Video
Kamera (Vorderseite)5.0MP Kamera mit 1080p-Video und Windows Hello Face-Authentication
Schnittstellen1 x USB 3.0, Mini DisplayPort, Kopfhöreranschluss, Surface Connect, microSDXC Kartenleser
SensorenAmbient Light Sensor, Accelerometer, Gyroscope
KonnektivitätIEEE 802.11 a/b/g/n/ac, Bluetooth 4.1
Gewicht768 bis 784 Gramm
Abmessungen292 x 201 x 8.5 Millimeter
Akkulaufzeitbis zu 13,5 Stunden

Konkret kommen im neuen Surface Pro Intels i3, der i5 oder der i7 zum Einsatz. Bemerkenswerterweise kann Microsoft dabei auf eine aktive Kühlung verzichten, womit das Surface Pro als lüfterloses Tablet sehr leise sein dürfte.

Im Alltag dürfte sich bemerkbar machen, dass Microsoft den Klappständer auf der Rückseite überarbeitet hat, der sich nun um 165° statt wie zuvor um 150° abwinkeln lässt. Damit erhält das Gerät in Anlehnung an den All-In-One Surface Studio einen “Studio Mode”. In dieser Position soll das neue Surface Pro auch mit dem hierzulande in Kürze verfügbaren “Dial” verwendbar sein, was besonders Kreative freuen wird.

Ein weiterer Blick auf das Gerät zeigt, dass sich ausgerechnet bei den Anschlüssen offenbar nichts getan hat. Das neue Surface Pro wird wie sein Vorgänger über einen Kopfhöreranschluss (3,5 Millimeter Klinke), einen Mini Display-Port und einen USB Type-A Port verfügen – von einem USB Type-C Port ist nichts zu sehen.

Während auch das Display mit seiner Größe von 12,3” und seiner Auflösung von 2.736 x 1.824 Bildpunkten unverändert bleibt, überarbeitet Microsoft den Surface Pen. Dieser kann nun mit satten 4096 Druckstufen aufwarten, was effektiv einer Vervierfachung entspricht und wesentlich bessere Ergebnisse im professionellen Einsatz mit sich bringen dürfte. Daran hat auch der im Surface Pen integrierte Lagesensor seinen Anteil.

Während die ersten Ausstattungsvarianten des Surface Pro bereits ab dem 15. Juni 2017 in Deutschland erhältlich sein werden, soll in den darauf folgenden Monaten auch eine Version mit eingebautem LTE-Modul in den Handel kommen. Das dürfte nicht nur Businesskunden freuen sondern auch all jene, die nicht ständig einen “Hotspot” mit ihrem Smartphone aufmachen wollen, wenn mal wieder kein zugangsberechtigtes Wi-Fi Netz in der Nähe ist.

Unser Geheimtipp ist übrigens die auf den neuen Abbildungen sichtbare neue Surface Arc Mouse. Falls ihr euch das neue Surface Laptop oder das kommende Surface Pro 4 Plus in einem Microsoft Store eurer Wahl anschauen wollt, probiert unbedingt einmal diese Maus aus.