Microsoft Surface Laptop mit 14,5 Stunden Akkulaufzeit vorgestellt

Wie zu erwarten, hat Microsoft in New York heute den Surface Laptop vorgestellt, auf dem das neue Windows 10 S vorinstalliert ist. Das Notebook kann ab heute im Microsoft Store vorbestellt werden. 

Die Leak-Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern New Yorks, dass heute beim Microsoft-Event, bei welchem es um Education gehen sollte, eine neue Hardware präsentiert wird. Wie erwartet handelte es sich dabei um den Surface Laptop, dem ersten reinen Notebook aus dem Hause Microsoft, nachdem man sich zuvor erfolgreich an Convertibles versucht hatte.

Microsoft Surface Laptop Hardware

Im Vorfeld spekulierten wir, dass der Surface Laptop mit dem neuen Windows 10 S als Chromebook-Konkurrenz im Markt platziert werden würde und mit ähnlichem Konzept und ähnlicher Preispolitik aufwartet. Das bestätigte sich nun jedoch nicht, denn wir bekommen es hier nicht mit einem mäßig bestückten Laptop zu tun, sondern mit einem Stück Hardware, in dem je nach Konfiguration bis zum Core i7 alles zu finden ist, was Intels Kaby Lake-Generation hergibt.

Bis zu 16 GB RAM und bis zu 1 TB Speicher finden sich an Bord des Rechners, der aktiv gekühlt wird und bei dem zudem zum Kühlen Heatpipes in die Bodenplatte integriert wurden. Wie schon dem Leak zu entnehmen war, bietet Microsoft ein 13,5 Zoll großes Display im 3:2-Format auf, welches mit 2.256 x 1.504 Pixeln auflöst. Dank PixelSense-Technologie kann der durch Gorilla Glass geschützte Touch-Screen auch mit dem Surface Pen bedient werden.

Punkten möchte Microsoft auch mit der hohen Akkulaufzeit, die mit 14,5 Stunden angegeben wird. Es bleibt abzuwarten, wie hoch die Laufzeit dann im Test tatsächlich ausfällt. Weniger beeindruckend ist die Menge der Anschlüsse: Lediglich einen USB 3.0-Anschluss gibt es, USB Typ-C findet ihr hier leider nicht. Dazu kommen noch ein Port für euer Headset, ein Mini-DisplayPort und ein Slot für eine SD-Karte. Selbstverständlich ist auch eine Webcam mit an Bord und – ebenso selbstverständlich – wird hier auch Windows Hello zur Authentifizierung unterstützt. Generell hat sich Microsoft mit dem OS Windows 10 S, für das der Laptop optimiert wurde, neben Performance vor allem der Sicherheit verschrieben.

Microsoft Surface Laptop Design und Verarbeitung

Der Surface Laptop präsentiert sich als ganz klassisches Notebook, kann also nicht als Convertible bzw. 2-in-1 genutzt werden. Das ist eigentlich schade, da es gerade beim Schreiben mit dem Surface Pen praktischer wäre, wenn man das Panel abnehmen oder komplett umklappen könnte.

Nichtsdestotrotz haben wir es mit einem sehr schönen Notebook zu tun, welches mit 1,25 kg für ein Device dieser Größe angenehm leicht ausfällt. An seiner schlanksten Stelle ist es lediglich 9,9 mm dünn, an der dicksten sind es 14,47 mm. Wie bereits geleakt setzt Microsoft bei der Tastatur auf eine Beschichtung mit der Mikrofaser Alcantara.

Das Notebook wird übrigens in vier Farben zu haben sein, Microsoft nennt uns die Alternativen Platin Grau, Bordeaux Rot, Kobalt Blau und Graphit Gold, zwischen denen der geneigte Surface Laptop-Käufer wählen kann.

Microsoft Surface Laptop Preis und Verfügbarkeit

Was die Farben angeht, schauen wir hier in Deutschland übrigens ein wenig in die Röhre: Nur die graue Variante wird hier zunächst verfügbar sein. Bleibt zu hoffen, dass uns das Unternehmen aus Redmond zu einem späteren Zeitpunkt dann auch hierzulande die Wahl bei den Farben lässt.

Bestellt werden kann über den Microsoft Store übrigens bereits heute – oder besser gesagt vorbestellt, denn die offizielle Verfügbarkeit für das Device wird von Microsoft mit dem 15. Juni 2017 angegeben. Selbst, wenn ihr heute schon vorbestellt, werdet ihr euch also noch etwa sechs Wochen gedulden müssen, bis der Hobel dann tatsächlich eintrifft.

Kommen wir zum Preis: Da hat sich die Hoffnung nicht bestätigt, dass Microsoft ein besonders günstiges Notebook anbieten wird. Angesichts der Ausstattung war das aber natürlich auch nicht zu erwarten. Während der Spaß in den USA bereits ab 999 Dollar losgeht, werden als UVP von Microsoft für Deutschland stolze 1 149 Euro aufgerufen. Wollt ihr dann eine bessere Ausstattung, zahlt ihr entsprechend drauf. Es sollte somit ein Leichtes sein, bei der richtigen Konfiguration jenseits der 2 000-Euro-Grenze zu landen. Das gilt erst recht, wenn ihr auch nicht auf den Surface Pen verzichten wollt – der ist nämlich lediglich separat zu erwerben und nicht im Kaufpreis mit inbegriffen.

Nicht wundern übrigens, wenn ihr den Surface Laptop im Microsoft Store noch nicht findet. Die Redmonder haben in ihrer Pressemitteilung verlauten lassen, dass das Teil ab heute Abend auch im deutschen Store vorzubestellen sei – geduldet euch also noch ein klein wenig. Um die Wartezeit zu überbrücken, könnt ihr ja schon mal im US-Store vorbeischauen – oder ihr wartet auf unser Hands on.

Quelle: Microsoft via WinFuture.de